Mehl getrennt verwenden
Das backstarke Weizenmehl für den Teig wird nicht mit dem Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche vermischt. Das zusätzliche Mehl gehört nicht in den Teig.
Flaches Hefebrot aus Venetien
Flaches, längliches Brot aus Venetien mit dünner, knuspriger Kruste und luftig-elastischer, großporiger Krume. Der sehr weiche Teig wird gefaltet, lange kalt geführt und schonend geformt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ciabatta ist ein charakteristisches Brot aus Venetien. Der weiche, hoch hydratisierte Teig benötigt Geduld, wird mehrfach gefaltet und über Nacht kalt geführt. Nach dem vorsichtigen Formen entstehen sechs längliche Teiglinge, die im heißen Ofen eine knusprige Kruste und eine luftige Krume entwickeln.
Dünne, goldbraune und knusprige Kruste; innen luftig-elastisch, weich und großporig mit mildem Weizenaroma.
Schritt für Schritt
Verrühre die frische Hefe mit dem Wasser. Gib das Weizenmehl für den Teig dazu und vermische alles, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Decke die Schüssel ab und lasse den Teig 20 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.
Gib das Salz hinzu und knete den Teig langsam, bis er elastischer wird. Das dauert je nach Handarbeit oder Küchenmaschine etwa 8–10 Minuten. Der Teig bleibt sehr weich und klebrig; zusätzliches Mehl gehört nicht in den Teig.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastischer, bleibt aber weich und klebrig.
Decke den Teig ab und lasse ihn 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Ziehe ihn anschließend mit nassen Händen von einer Seite hoch und lege ihn zur Mitte. Wiederhole das Falten von allen vier Seiten. Führe denselben Vorgang nach weiteren 15 Minuten noch einmal durch.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach dem Falten gespannter und hält besser zusammen.
Öle eine ausreichend große Schüssel mit dem Olivenöl ein, lege den Teig hinein und verschließe die Schüssel. Lasse den Teig 12 Stunden im Kühlschrank bei etwa 4–6 °C ruhen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der kalten Gare sichtbar aufgegangen und wirkt luftig.
Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und lasse ihn 60 Minuten bei Raumtemperatur temperieren. Bestäube die Arbeitsfläche großzügig mit dem dafür vorgesehenen Weizenmehl und stürze den Teig vorsichtig darauf, ohne die eingeschlossene Luft herauszudrücken.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nicht mehr vollständig durchgekühlt und lässt sich vorsichtig bewegen.
Teile den Teig mit einer Teigkarte in sechs annähernd gleich große Stücke. Ziehe jedes Stück behutsam zu einem flachen, länglichen Rechteck von etwa 12–14 cm Länge. Lege die Teiglinge mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech.
Daran erkennst du es: Sechs längliche Teiglinge liegen mit Abstand auf dem Blech.
Decke die Teiglinge mit einem Tuch ab und lasse sie 90 Minuten ruhen, bis sie sichtbar aufgegangen und luftig sind.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und fühlen sich luftig an.
Heize den Backofen mit Ober- und Unterhitze auf 250 °C vor. Stelle dabei die leere Metallschale auf den Ofenboden oder auf die unterste Schiene. Schiebe das Blech ein und gieße vorsichtig etwa 100 ml heißes Wasser in die Schale. Backe die Ciabatte 10 Minuten bei 250 °C.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge beginnen fest zu werden und entwickeln eine erste Krustenfarbe.
Wichtig: Beim Eingießen des heißen Wassers und beim Herausnehmen der Metallschale vor Dampf schützen.
Nimm die Metallschale vorsichtig heraus, reduziere die Temperatur auf 220 °C und backe die Ciabatte weitere 12–15 Minuten, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist goldbraun und knusprig.
Wichtig: Die Metallschale ist sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Lasse die Ciabatte mindestens 30 Minuten auf einem Gitter auskühlen, bevor du sie anschneidest.
Daran erkennst du es: Die Brote sind außen abgekühlt und lassen sich schneiden, ohne dass die Krume zerdrückt wird.
Gut zu wissen
Das backstarke Weizenmehl für den Teig wird nicht mit dem Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche vermischt. Das zusätzliche Mehl gehört nicht in den Teig.
Die geringe Menge frischer Hefe ist auf die lange kalte Gare abgestimmt.
Das Salz wird nach der ersten Teigruhe eingearbeitet. Dadurch kann sich der Teig zunächst ohne Salz verbinden.
Nur das separat vorgesehene Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche verwenden und mit nassen Händen arbeiten.
Den Teig nicht weiter bemehlen, sondern mit weiteren Faltungen stabilisieren und besonders schonend formen.
Teig vorsichtig stürzen, mit der Teigkarte teilen und nur behutsam in die längliche Form ziehen.
Die 12-stündige Kühlschrankgare und die anschließende 90-minütige Stückgare einhalten.
Die Teiglinge vor dem Backen weiter ruhen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen und luftig sind.
Die Ciabatte mindestens 30 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen.
Bereits angeschnittene Stücke vollständig auskühlen lassen und erst danach weiterverarbeiten.
Der Teig wird im Rezept bereits bis zu 12 Stunden im Kühlschrank geführt. Für die beste Teigstruktur diese kalte Gare einplanen und die Teiglinge anschließend frisch backen.
Häufig gefragt
Die hohe Teighydration ist charakteristisch für die luftige, großporige Krume. Nicht zusätzliches Mehl in den Teig geben, sondern mit nassen Händen arbeiten und den Teig mehrfach falten.
Die lange kalte Gare ist ein wesentlicher Teil des Rezepts und unterstützt Aroma und Teigstruktur. Für das vorgesehene Ergebnis die 12 Stunden im Kühlschrank einhalten.
Der Dampf unterstützt das Aufgehen und trägt zu einer dünnen, knusprigen Kruste bei. Die Schale wird nach den ersten 10 Minuten vorsichtig entfernt.
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