Schweinefüße vorbestellen
Schweinefüße sind nicht überall vorrätig. Beim Metzger am besten vorbestellen und bereits gründlich reinigen lassen; bei Bedarf können sie geteilt werden.
Herzhaftes Fritti aus dem Piemont
Batsoà ist eine piemontesische Spezialität aus weich gekochten, entbeinten Schweinefüßen. Die Fleischstücke werden mit Ei und Petersilie gewürzt, paniert und frittiert, bis sie außen kräftig goldbraun und knusprig sind.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Batsoà verbindet zart gegarte Schweinefüße mit einer knusprigen Panade. Nach dem langen Garen wird das weiche Fleisch mit der Haut in Stücke geteilt, gekühlt, paniert und portionsweise frittiert. Serviert wird die rustikale piemontesische Spezialität heiß mit Zitronenspalten.
Außen kräftig goldbraun und knusprig, innen weich, saftig und gelatineartig zart. Petersilie und Muskat geben der Panade Würze, während Zitronensaft einen frischen Kontrast zur herzhaften, reichhaltigen Textur setzt.
Schritt für Schritt
Die gereinigten Schweinefüße in den großen Topf geben. Wasser, Weißweinessig, Zwiebel, Möhre, Knoblauch, Rosmarin, Pfefferkörner und Salz hinzufügen. Die Flüssigkeit langsam zum Sieden bringen.
Wichtig: Beim Erhitzen und späteren Umgang mit dem heißen Topf vorsichtig arbeiten.
Die Schweinefüße bei kleiner Hitze etwa 3 Stunden sanft garen, bis sich das Fleisch leicht mit einer Gabel lösen lässt. Bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen, damit die Füße möglichst bedeckt bleiben.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel lösen.
Die Schweinefüße herausheben und 20 bis 30 Minuten abkühlen lassen, bis sie sich gut anfassen lassen. Knochen und harte Knorpelteile sorgfältig entfernen. Das weiche Fleisch mit der Haut in etwa 3 bis 4 cm große Stücke teilen.
Daran erkennst du es: Die Stücke lassen sich anfassen, ohne dass die Hände durch die Hitze belastet werden.
Wichtig: Die Stücke vor dem Entbeinen ausreichend abkühlen lassen, um Verbrennungen zu vermeiden.
Die Stücke auf dem Teller verteilen und etwa 30 Minuten kalt stellen. Dadurch werden sie fester und lassen sich leichter panieren.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind fest genug, um beim Wenden nicht auseinanderzufallen.
Eier, Petersilie und Muskatnuss in einer flachen Schale verquirlen. Das Paniermehl in die zweite Schale geben. Die abgekühlten Stücke zuerst durch die Eimischung ziehen und anschließend rundum im Paniermehl wenden.
Daran erkennst du es: Jedes Stück ist rundum gleichmäßig mit Paniermehl bedeckt.
Das Öl im hohen, schweren Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die panierten Stücke portionsweise hineingeben und jeweils etwa 5 bis 7 Minuten frittieren, bis sie rundum kräftig goldbraun sind. Die Temperatur zwischen den Portionen wieder auf 170 bis 175 °C steigen lassen.
Daran erkennst du es: Die Panade ist rundum kräftig goldbraun und knusprig.
Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und die Stücke vorsichtig einlegen, um Spritzer zu vermeiden.
Die Batsoà mit der Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch heiß mit Zitronenspalten servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist knusprig und überschüssiges Öl ist abgetropft.
Wichtig: Vor dem Servieren auf heiße Ölreste achten.
Gut zu wissen
Schweinefüße sind nicht überall vorrätig. Beim Metzger am besten vorbestellen und bereits gründlich reinigen lassen; bei Bedarf können sie geteilt werden.
Das Paniermehl bildet die knusprige Außenhülle. Seine genaue Getreidebasis ist im Rezept nicht festgelegt.
Die Flüssigkeit nur sanft köcheln lassen und die Füße möglichst bedeckt halten.
Weiter bei kleiner Hitze garen, bis sich das Fleisch leicht lösen lässt.
Die Stücke nach dem Entbeinen vollständig abkühlen und etwa 30 Minuten kalt stellen.
Die Stücke nochmals kühlen, bevor sie erneut in Ei und Paniermehl gewendet werden.
Portionsweise frittieren und die Temperatur zwischen den Portionen wieder auf 170 bis 175 °C steigen lassen.
Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder ausreichend heiß ist.
Die Schweinefüße können gekocht, entbeint, portioniert und gekühlt bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Erst kurz vor dem Servieren panieren und frittieren.
Die weiche, gelatineartige Struktur und die Panade können durch Einfrieren und Auftauen an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Am zuverlässigsten beim Metzger auf Vorbestellung. Auch manche italienischen, türkischen oder osteuropäischen Fleischereien führen sie.
Durch das Kühlen wird das weich gekochte Fleisch mit der Haut fester und lässt sich leichter durch Ei und Paniermehl wenden.
Die Stücke sind fertig, wenn die Panade rundum kräftig goldbraun und knusprig ist. Die angegebene Öltemperatur liegt bei 170 bis 175 °C.
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