Maismehl für Polenta
Feines Maismehl ergibt eine glatte, zusammenhängende Polenta, die sich nach dem Kühlen ausstechen und zusammensetzen lässt.
Lombardisches Antipasto
Lombardisches Antipasto aus flachen Polentascheiben mit würziger Sardellenfüllung, Ei-Panade und knuspriger Frittierhülle.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rebecchini sind ein eigenständiges lombardisches Antipasto: Fest gekühlte Polenta wird ausgestochen, mit einer warmen Sardellenfüllung zusammengesetzt, paniert und portionsweise goldbraun frittiert. Das Ergebnis verbindet weiche Maispolenta und salzige Sardellen mit einer knusprigen Außenhülle.
Außen goldbraun und knusprig, innen weich und zart mit cremiger Maisstruktur. Die Sardellenfüllung schmeckt würzig, salzig und leicht ölig; das Aroma bleibt trotz der kräftigen Füllung klar und konzentriert.
Schritt für Schritt
Wasser und Salz in einem großen Topf aufkochen. Das Maismehl unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen, damit keine Klümpchen entstehen.
Wichtig: Beim Einrühren vorsichtig arbeiten, da die heiße Flüssigkeit spritzen kann.
Die Polenta bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 40 bis 45 Minuten garen und regelmäßig umrühren, bis sie dick und glatt ist.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist dick, glatt und lässt sich schwer vom Löffel lösen.
Die fertige Polenta auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder in eine flache Form von etwa 30 × 40 cm geben. Mit einem angefeuchteten Teigschaber etwa 1 cm dick glatt streichen. Vollständig abkühlen lassen und mindestens 2 Stunden kalt stellen, bis die Polenta fest ist.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist vollständig abgekühlt und fest genug zum Ausstechen.
Wichtig: Die Polenta vor dem Kühlen zunächst ausdampfen und vollständig abkühlen lassen.
Das Olivenöl in einer kleinen Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen. Die Sardellen hineingeben und unter Rühren 2 bis 3 Minuten erhitzen, bis sie teilweise zerfallen und eine würzige, noch leicht stückige Sauce entsteht. Die Pfanne vom Herd nehmen.
Daran erkennst du es: Die Sardellen sind teilweise zerfallen, die Füllung bleibt aber leicht stückig.
Aus der kalten Polenta mit einem runden Ausstecher 40 Scheiben von etwa 5 bis 6 cm Durchmesser ausstechen. Jeweils die Hälfte der Scheiben mit etwas Sardellenfüllung belegen und dabei einen kleinen Rand frei lassen. Mit den übrigen Polentascheiben bedecken und die Ränder vorsichtig andrücken.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind geschlossen und die Füllung bleibt vollständig innerhalb der Polentascheiben.
Die Eier in einem tiefen Teller verquirlen. Das Paniermehl in einen zweiten Teller geben. Jeden Rebecchino zuerst durch das Ei ziehen und anschließend rundum im Paniermehl wenden. Die Panade an den Rändern leicht andrücken.
Daran erkennst du es: Die Panade haftet rundum und bedeckt auch die zusammengedrückten Ränder.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Ei Hände und Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Das Erdnussöl in einem hohen Topf oder einer tiefen Pfanne auf etwa 170 bis 175 °C erhitzen. Die Rebecchini portionsweise 2 bis 3 Minuten frittieren und dabei vorsichtig wenden, bis sie rundum goldbraun sind.
Daran erkennst du es: Die Panade ist rundum goldbraun und knusprig.
Wichtig: Heißes Öl niemals mit Wasser in Kontakt bringen und beim Einlegen sowie Wenden vorsichtig arbeiten.
Die fertigen Rebecchini mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Sofort heiß als Antipasto servieren.
Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft und die Rebecchini werden noch heiß serviert.
Wichtig: Vor dem Servieren kurz prüfen, dass die Füllung nicht übermäßig heiß ist.
Gut zu wissen
Feines Maismehl ergibt eine glatte, zusammenhängende Polenta, die sich nach dem Kühlen ausstechen und zusammensetzen lässt.
Das angegebene Gewicht bezieht sich auf abgetropfte Sardellenfilets. Zu viel Restöl kann die Füllung unnötig flüssig machen.
Das Öl muss hoch genug stehen, damit die Rebecchini beim Frittieren weitgehend eingetaucht sind. Der Topf darf trotzdem nicht zu voll sein.
Die Hülle bleibt ähnlich knusprig, kann aber etwas brüchiger oder gröber ausfallen.
Paniermehl im gleichen Gewicht verwenden und die Panade an den Rändern besonders vorsichtig andrücken.
Der charakteristische Erdnussgeschmack entfällt; die Frittierfunktion bleibt erhalten.
Ein neutrales, zum Frittieren geeignetes Pflanzenöl verwenden und auf denselben Zielbereich von etwa 170 bis 175 °C erhitzen.
Die Polenta vollständig abkühlen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Möglichst gleichmäßig etwa 1 cm dick ausstreichen.
Die Polenta länger kühlen. Sehr weiche Randstücke können erneut flach ausgestrichen und wieder gekühlt werden.
Nur wenig Füllung verwenden, rundum einen freien Rand lassen und die Ränder vor dem Panieren leicht andrücken.
Undichte Stücke nicht frittieren; die Ränder erneut zusammendrücken und bei Bedarf mit einer zusätzlichen dünnen Panadeschicht sichern.
Das Öl vor jeder Frittierrunde in den Zielbereich bringen und nur portionsweise frittieren.
Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Öl wieder ausreichend heiß ist. Bereits frittierte Stücke auf Küchenpapier gut abtropfen lassen.
Die Öltemperatur im Bereich von 170 bis 175 °C halten und die Rebecchini vorsichtig wenden.
Die Hitze reduzieren und die nächste Charge erst bei stabiler Temperatur frittieren.
Eine weniger fettintensive Variante mit derselben Polenta-Sardellen-Füllung und Panade. Die Textur wird eher knusprig-trocken als klassisch frittiert.
Für ein Fingerfood-Buffet werden kleinere Polentascheiben ausgestochen und entsprechend sparsamer gefüllt.
Nicht bewertet; die knusprige Panade kann nach dem Auftauen an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Durch das vollständige Abkühlen wird die Polenta fest genug, um sie sauber auszustechen, zu füllen und ohne Brechen zu verschließen.
Nur so viel, dass ein kleiner Rand frei bleibt. Eine sparsame Füllung erleichtert das Zusammendrücken und verhindert, dass die Füllung beim Panieren oder Frittieren austritt.
Die Panade ist rundum goldbraun und knusprig. Die Stücke werden anschließend mit der Schaumkelle herausgehoben und auf Küchenpapier abgetropft.
Ja. Die panierten Stücke können statt des Frittierens auf einem geölten Blech gebacken werden. Die Ofenvariante wird eher trocken-knusprig als klassisch frittiert.
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