Scroccafusi fritti

Warme Süßspeise aus den Marken

Kleine frittierte Karnevalsgebäcke aus den Marken: Der feste Teig wird zuerst in Wasser gegart, anschließend getrocknet und in heißem Öl goldgelb ausgebacken. Warm mit flüssigem Honig serviert, verbinden die Scroccafusi eine knusprige Hülle mit einem mürben Inneren.

Zum Rezept
Scroccafusi: frittierte Karnevalssüßspeise aus den Marken
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Vorgaren in Wasser gart die Teigstücke gleichmäßig bis ins Innere.
  • Das anschließende Frittieren sorgt für eine rundum goldgelbe, knusprige Oberfläche.
  • Mistrà bringt eine trockene Anisnote ein, während Zitronenschale und Honig die Süße aromatisch ausbalancieren.
  • Das vollständige Abtrocknen vor dem Frittieren unterstützt eine gleichmäßige Bräunung und reduziert spritzendes Öl.

Scroccafusi fritti werden aus einem einfachen Teig mit Mehl, Eiern, Zucker, Olivenöl, Mistrà und Zitronenschale zubereitet. Die charakteristische doppelte Zubereitung macht sie besonders: Nach dem Formen garen die Teigstücke zunächst in Salzwasser, bevor sie portionsweise frittiert werden. Warm mit flüssigem Honig serviert, passen sie besonders gut zur Karnevalszeit.

Außen sind die Scroccafusi goldgelb und knusprig, innen mürbe und kompakt. Zucker und Honig sorgen für eine klare Süße, Zitronenschale bringt Frische und Mistrà eine feine, trockene Anisnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und formen

  1. Teig verkneten

    Mehl, Zucker und das Salz für den Teig in einer großen Schüssel mischen. Eier, Olivenöl, Mistrà und Zitronenschale dazugeben und alles zu einem glatten, eher festen Teig verkneten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und fest, ohne trockene Stellen.

    • Falls der Teig zunächst trocken wirkt, weiterkneten, bevor zusätzliche Flüssigkeit ergänzt wird.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit lässt sich der Teig gleichmäßig ausrollen und formen.

    • Die Ruhezeit erleichtert das Formen der Rollen.
  3. Stücke formen

    Den Teig in vier Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Rolle von etwa 3 cm Durchmesser formen, in 3 bis 4 cm lange Stücke schneiden und die Enden leicht abrunden.

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind ähnlich groß und an den Enden leicht abgerundet.

    • Möglichst gleich große Stücke garen gleichmäßiger.

Garen und frittieren

  1. Teigstücke in Wasser garen

    Das Wasser mit dem Salz für das Kochwasser in einem großen Topf aufkochen. Die Teigstücke portionsweise hineingeben und 6 bis 8 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit der Schaumkelle herausheben und auf einem sauberen Küchentuch vollständig abtrocknen lassen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigstücke steigen an die Oberfläche.

    • Die Teigstücke portionsweise garen, damit das Wasser nicht zu stark abkühlt.
    • Vor dem Frittieren müssen die Stücke vollständig trocken sein.

    Wichtig: Beim Herausheben auf heißes Kochwasser und Dampf achten.

  2. Goldgelb frittieren

    Das neutrale Öl in einem hohen Topf auf 170 °C erhitzen. Die vollständig abgetrockneten Scroccafusi portionsweise hineingeben und pro Portion 3 bis 4 Minuten frittieren. Dabei wenden, bis sie rundum goldgelb sind. Mit der Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    4 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Scroccafusi sind rundum goldgelb und außen knusprig.

    • Nicht zu viele Stücke gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur möglichst stabil bleibt.
    • Das Öl zwischen den Portionen wieder auf etwa 170 °C bringen.

    Wichtig: Nur vollständig abgetrocknete Teigstücke in das heiße Öl geben und vorsichtig wenden; heißes Öl kann spritzen.

Servieren

  1. Mit Honig servieren

    Den Honig in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze vorsichtig erwärmen, ohne ihn stark aufzukochen. Die noch warmen Scroccafusi damit beträufeln und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Der Honig ist flüssig und warm, aber nicht stark aufgekocht.

    • Den Honig nur leicht erwärmen, damit sein Aroma erhalten bleibt.

    Wichtig: Den warmen Honig vorsichtig handhaben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Charakteristische doppelte Zubereitung: Das Garen in Wasser und anschließende Frittieren ist das prägende Verfahren dieser Variante. Die Stücke sollten nach dem Wasserbad vollständig trocknen, bevor sie ins heiße Öl kommen.
  • Portionsweise frittieren: Beim Frittieren in mehreren Portionen bleibt die Öltemperatur besser kontrollierbar und die Scroccafusi können gleichmäßiger goldgelb werden.

Zutatenwissen

Mistrà finden

Mistrà ist ein trockener, anisbetonter Likör aus den Marken. Er ist am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Spirituosenhandlungen oder im Fachhandel erhältlich.

Aromatische Wirkung

Mistrà gibt dem Teig eine trockene Anisnote. Dadurch wirkt die Süße weniger eindimensional und passt gut zur Zitronenschale und zum Honig.

Sinnvolle Alternativen

Sambuca

Das Gebäck schmeckt meist süßer und stärker nach Anis.

Mistrà im Teig durch Sambuca ersetzen. Die übrige Zubereitung bleibt unverändert.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Öl spritzt stark oder die Oberfläche wird ungleichmäßig.

Die Stücke nach dem Herausheben vollständig auf einem sauberen Tuch abtrocknen lassen.

Bei starkem Spritzen die Stücke vorsichtig aus dem Öl nehmen, besser trocknen lassen und die nächste Portion erst danach frittieren.

Die Scroccafusi werden blass und nehmen viel Öl auf.

Portionsweise frittieren und das Öl zwischen den Portionen wieder auf etwa 170 °C bringen.

Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder die richtige Temperatur erreicht hat.

Der Honig verliert sein frisches Aroma oder wird zu dick.

Den Honig nur bei niedriger Hitze erwärmen, ohne ihn stark aufzukochen.

Den Honig vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, bevor er über die warmen Scroccafusi gegeben wird.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit flüssigem Honig: Die noch warmen Scroccafusi mit leicht erwärmtem, flüssigem Honig beträufeln und sofort servieren.
  • Mit Zucker servieren: Wer eine schlichtere Süße bevorzugt, kann die warmen Scroccafusi statt mit Honig mit Zucker servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept verwendet Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Der Teig enthält Eier.
  • Erdnüsse: may_contain · Als Frittieröl ist ausdrücklich auch Erdnussöl möglich; bei Verwendung von Sonnenblumenöl gilt dieser Hinweis nicht.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Kochwasser: Beim Herausheben der gegarten Teigstücke vorsichtig mit heißem Wasser und Dampf umgehen.
  • Heißes Frittieröl: Nur vollständig abgetrocknete Teigstücke vorsichtig in das heiße Öl geben und nicht zu viele Stücke gleichzeitig frittieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Mistrà?

Mistrà ist ein trockener, anisbetonter Likör aus den Marken. Du findest ihn am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Spirituosenhandlungen oder im Fachhandel.

Womit kann ich Mistrà ersetzen?

Als Alternative eignet sich Sambuca. Er schmeckt meist süßer und stärker nach Anis.

Warum werden die Scroccafusi zuerst in Wasser gegart?

Das Vorgaren in Wasser ist Teil der charakteristischen doppelten Zubereitung. Danach werden die Stücke getrocknet und in heißem Öl goldgelb frittiert.

Wie werden Scroccafusi serviert?

Die frittieren Scroccafusi werden noch warm mit flüssigem Honig beträufelt und sofort serviert. Alternativ kannst du sie mit Zucker servieren.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar