Quittenkonfitüre aus Kampanien

Fruchtkonfitüre aus Kampanien

Eine dicht eingekochte, glatte Quittenkonfitüre aus Quitten, Zucker und Zitrone. Sie bleibt streichfähig und löffelbar, nicht schnittfest.

Zum Rezept
Confettura di mele cotogne aus Kampanien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 75 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 50 Min.
Menge etwa 1,2 kg, entsprechend 4 Gläsern à etwa 250 ml
Gerichtsform und Gerichtsart Konfitüren, Gelees und eingekochte Fruchtzubereitungen
Prägende Zutatenfamilie Obst, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Pürieren und Mixen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Weichkochen macht die Quitten zart und schafft die Grundlage für eine glatte Konfitüre.
  • Zucker konzentriert die Fruchtmasse und unterstützt die dichte, streichfähige Konsistenz.
  • Zitronensaft und Zitronenschale setzen einen klaren säuerlichen und aromatischen Kontrast zur Süße.

Confettura di mele cotogne Kampanien steht hier für eine schlichte Quittenkonfitüre: Säuerliche, duftende Früchte werden weich gekocht, püriert und mit Zucker und Zitrone zu einem dichten, streichfähigen Aufstrich eingekocht. Die Konfitüre bleibt bewusst weich und löffelbar, nicht schnittfest.

Dicht, glatt und streichfähig, mit intensivem Quittenaroma, frischer Zitronennote und ausgewogener Säure.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Quitten vorbereiten

    Quitten gründlich waschen und die pelzige Schale abreiben. Stiele, Blütenansätze und Kerngehäuse entfernen. Die Früchte vierteln und in gleichmäßige Stücke schneiden. Etwa 2 Esslöffel Saft aus den Zitronen mit etwas Wasser verrühren und die Quittenstücke darin kurz wenden, damit sie nicht dunkel werden.

    10 Minuten
    • Die Quitten möglichst gleichmäßig schneiden, damit sie gleichzeitig weich werden.

    Wichtig: Beim Entfernen der harten Kerngehäuse vorsichtig und mit sicherem Messergriff arbeiten.

  2. Quitten weich garen

    Die Quitten mit dem Wasser in einen hohen Topf geben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 25 bis 35 Minuten garen und bei Bedarf einmal umrühren. Die Stücke sollen sehr weich sein.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Quitten lassen sich leicht mit dem Kochlöffel oder einer Gabel zerdrücken.

    • Den Deckel während dieser Phase geschlossen halten, damit die Quitten gleichmäßig weich werden.
  3. Fruchtmasse pürieren

    Die weichen Quitten mit dem Pürierstab glatt pürieren. Alternativ die Masse durch eine Passiermühle streichen. Zucker, fein abgeriebene Zitronenschale und den gesamten Zitronensaft einrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt und gleichmäßig, ohne größere Quittenstücke.

    • Für eine besonders glatte Konfitüre die Masse sorgfältig pürieren oder passieren.

    Wichtig: Beim Pürieren heißer Fruchtmasse Spritzer vermeiden und den Pürierstab vollständig eintauchen.

  4. Konfitüre offen einkochen

    Die Fruchtmasse bei niedriger bis mittlerer Hitze 30 bis 40 Minuten offen einkochen. Häufig umrühren, besonders gegen Ende der Garzeit, damit nichts am Topfboden ansetzt.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse wird deutlich dichter und fällt schwerer vom Kochlöffel.

    • Gegen Ende der Einkochzeit besonders häufig rühren, weil die Masse dann schnell am Topfboden ansetzen kann.

    Wichtig: Die heiße, dicke Fruchtmasse kann spritzen; langsam rühren und Abstand halten.

  5. Konsistenz prüfen

    Für die Konsistenzprobe einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Nach kurzer Abkühlung soll die Masse langsam verlaufen, aber nicht mehr flüssig wirken. Ist sie noch zu dünn, weitere 5 Minuten einkochen und erneut prüfen.

    Daran erkennst du es: Der Klecks verläuft langsam, bleibt aber als zusammenhängende, streichfähige Masse erkennbar.

    • Die Probe erst nach kurzer Abkühlung beurteilen, weil die Konfitüre warm dünner wirkt.
  6. Heiß abfüllen

    Die heiße Konfitüre in saubere, trockene Gläser füllen und vollständig abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Konfitüre ist vollständig abgekühlt und streichfähig.

    • Die Gläser sauber und trocken bereitstellen, bevor die Konfitüre eingefüllt wird.

    Wichtig: Beim Abfüllen vorsichtig arbeiten, da die Konfitüre sehr heiß ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz richtig beurteilen: Die Konfitüre soll dicht, glatt und streichfähig bleiben. Sie muss nach dem Abkühlen langsam verlaufen und nicht schnittfest werden.
  • Gegen Ende häufig rühren: Je stärker die Fruchtmasse eindickt, desto leichter setzt sie am Topfboden an. Deshalb während der letzten Einkochphase besonders aufmerksam rühren.

Zutatenwissen

Quitten einkaufen

Quitten findest du meist im Herbst auf Wochenmärkten, in gut sortierten Obstabteilungen oder direkt im Hofladen.

Kein gleichwertiger Ersatz

Äpfel sind kein gleichwertiger Ersatz, weil sie Duft, Säure und die typische dichte Textur der Quittenkonfitüre deutlich verändern.

Unbehandelte Zitronen verwenden

Für die fein abgeriebene Schale sollten unbehandelte Zitronen verwendet werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Quittenstücke verfärben sich vor dem Garen dunkel.

Die Quitten direkt nach dem Schneiden kurz in Zitronensaft mit etwas Wasser wenden.

Die verfärbten Stellen entfernen, sofern nötig, und die Stücke anschließend wie beschrieben weiterverarbeiten.

Die Konfitüre setzt am Topfboden an oder schmeckt angebrannt.

Bei niedriger bis mittlerer Hitze einkochen und gegen Ende häufig rühren.

Die Konfitüre sofort in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angesetzten Bodensatz unterzurühren.

Die fertige Konfitüre wirkt zu flüssig.

Die Tellerprobe nach kurzer Abkühlung durchführen und bei Bedarf in weiteren 5-Minuten-Schritten einkochen.

Die Konfitüre erneut erhitzen, weitere 5 Minuten einkochen und die Tellerprobe wiederholen.

Die Konfitüre wird deutlich fester als gewünscht.

Die Tellerprobe verwenden und die Konfitüre vom Herd nehmen, sobald sie langsam verläuft, aber nicht mehr flüssig wirkt.

Die Konfitüre vorsichtig wieder erwärmen und mit etwas Wasser bis zur gewünschten Streichfähigkeit verrühren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie fest soll die Quittenkonfitüre werden?

Sie soll dicht, glatt und streichfähig bleiben. Auf dem kalten Teller soll sie langsam verlaufen, aber nicht mehr flüssig wirken.

Kann ich die Quitten statt mit dem Pürierstab passieren?

Ja. Die weichen Quitten können alternativ durch eine Passiermühle gestrichen werden.

Warum werden die Quitten mit Zitronensaft vermischt?

Der Zitronensaft hilft dabei, dass die geschnittenen Quittenstücke nicht so schnell dunkel werden, und bringt später Säure in die Konfitüre.

Warum wird die Fruchtmasse offen eingekocht?

Beim offenen Einkochen kann Flüssigkeit entweichen. Dadurch wird die Masse dichter und erhält ihre streichfähige Konsistenz.

Aus unserer Küche

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