Frittelle di mele

Warme Süßspeise aus Venetien

Venetische Apfel-Frittelle mit säuerlichen Apfelringen, einer dünnen Pastella aus Ei, Grappa und Zitronenschale und einer goldbraun knusprigen Hülle. Warm serviert und mit Puderzucker bestäubt, ergeben sie etwa 20 kleine Frittelle für 4 Portionen.

Zum Rezept
Frittelle di mele aus Venetien
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 55 Minuten
Menge etwa 20 Apfelringe
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Eier, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die säuerlichen Äpfel setzen einen frischen Kontrast zur süßen Pastella und zum Puderzucker.
  • Die dünnflüssige, dickflüssige Pastella haftet gleichmäßig an den Apfelringen und bildet beim Frittieren eine zarte Kruste.
  • Grappa und Zitronenschale geben dem Teig ein klares, charakteristisches Aroma, ohne den Apfelgeschmack zu überdecken.
  • Das kurze Ausbacken bei 170–175 °C macht die Hülle goldbraun, während die Apfelränder weich werden.

Frittelle di mele gehören zu den frittierten Süßspeisen der venetischen Karnevalsküche. Für diese Variante werden Apfelringe durch eine cremige Pastella mit Ei, Grappa, Zitronenschale und Vanille gezogen und in heißem Öl goldbraun ausgebacken. Die Äpfel bleiben als klar erkennbarer Fruchtkern erhalten, während die dünne Hülle zart knusprig wird. Noch warm mit Puderzucker serviert, schmecken die Frittelle besonders aromatisch.

Außen goldbraun und zart knusprig, innen weich und fruchtig mit deutlich erkennbarem Apfelkern. Die Frittelle schmecken süß-säuerlich, duften nach Zitronenschale und Vanille und zeigen im Abgang ein feines, würziges Grappaaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Äpfel vorbereiten

    Die Äpfel waschen, nach Wunsch schälen und mit einem Apfelausstecher entkernen. In etwa 5 mm dicke Ringe schneiden und mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen.

    • Die Apfelringe möglichst gleichmäßig schneiden, damit sie beim Frittieren ähnlich schnell weich werden.
  2. Pastella anrühren und ruhen lassen

    Eier, Zucker, Weizenmehl, Grappa, Zitronenschale, Vanilleextrakt und Salz mit einem Schneebesen zu einer glatten, dickflüssigen Pastella verrühren. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pastella ist glatt und dickflüssig.

    • Die Ruhezeit hilft der Pastella, eine gleichmäßige Konsistenz zu entwickeln.
  3. Öl erhitzen

    Das Olivenöl in einem hohen Topf auf 170–175 °C erhitzen. Es sollte so hoch stehen, dass die Apfelringe darin schwimmend ausgebacken werden können. Die Temperatur zwischendurch mit einem Küchenthermometer prüfen.

    170 °C
    • Die Öltemperatur während des gesamten Frittierens kontrollieren.

    Wichtig: Vorsichtig mit dem heißen Öl arbeiten und den Topf nicht überfüllen.

  4. Apfelringe durch die Pastella ziehen

    Die Apfelringe einzeln durch die Pastella ziehen und kurz abtropfen lassen. Jeweils nur wenige Ringe gleichzeitig in das heiße Öl geben, damit die Temperatur nicht zu stark fällt.

    170 °C
    • Die Apfelringe erst kurz vor dem Ausbacken durch die Pastella ziehen.

    Wichtig: Die beschichteten Apfelringe langsam in das heiße Öl geben, um Spritzer zu vermeiden.

  5. Frittelle ausbacken

    Die Apfelringe etwa 2 Minuten pro Seite frittieren, bis die Hülle goldbraun ist und die Apfelränder weich werden. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    4 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Hülle ist goldbraun, die Apfelränder sind weich.

    • Nur wenige Ringe gleichzeitig ausbacken, damit die Öltemperatur nicht zu stark sinkt.

    Wichtig: Die Frittelle vorsichtig aus dem heißen Öl heben und gut abtropfen lassen.

  6. Bestäuben und servieren

    Die Frittelle di mele noch warm mit Puderzucker bestäuben und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Frittelle sind warm und mit Puderzucker gleichmäßig bestäubt.

    • Die Frittelle unmittelbar nach dem Bestäuben servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Öltemperatur kontrollieren: Bei 170–175 °C wird die Hülle goldbraun, ohne dass die Apfelringe zu schnell bräunen. Die Temperatur während des Ausbackens regelmäßig prüfen.
  • Apfelringe trocken tupfen: Trockene Apfelringe lassen die Pastella gleichmäßiger haften und vermindern zusätzliche Spritzer beim Einlegen in das heiße Öl.
  • Nicht zu viele Ringe auf einmal: Wenige Apfelringe pro Durchgang halten die Öltemperatur stabil und unterstützen eine gleichmäßig goldbraune Hülle.

Zutatenwissen

Grappa für die Pastella

Grappa ist ein italienischer Tresterbrand. Er ist in gut sortierten Spirituosenabteilungen oder italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich und gibt der Pastella ein würziges, klares Aroma.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hülle wird blass und nimmt viel Fett auf.

Nur wenige Ringe gleichzeitig frittieren und die Temperatur mit dem Küchenthermometer prüfen.

Vor dem nächsten Durchgang warten, bis das Öl wieder 170–175 °C erreicht hat.

Die Pastella haftet ungleichmäßig und spritzt beim Frittieren.

Die Ringe vor dem Eintauchen vorsichtig mit Küchenpapier trocknen.

Die Frittelle bräunen ungleichmäßig und das Öl kühlt deutlich ab.

Immer nur wenige Ringe pro Durchgang ausbacken.

Die Ringe gegebenenfalls portionsweise weiterfrittieren, sobald das Öl wieder im Zielbereich ist.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker: Die Frittelle di mele noch warm mit Puderzucker bestäuben und sofort servieren. So bleibt die Hülle zart knusprig und der Apfelkern angenehm weich.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Ei: enthält · Die Pastella wird mit Hühnereiern zubereitet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Äpfel eignen sich für Frittelle di mele?

Für diese Variante werden säuerliche Äpfel verwendet. Ihr fruchtiger Geschmack bildet einen guten Kontrast zur süßen Pastella und zum Puderzucker.

Müssen die Äpfel geschält werden?

Nein. Die Äpfel können nach Wunsch geschält werden. Wichtig ist vor allem, dass sie entkernt, in etwa 5 mm dicke Ringe geschnitten und vorsichtig trocken getupft werden.

Welche Rolle spielt der Grappa?

Grappa gibt der Pastella ein würziges, klares Aroma. Verwendet werden 30 ml italienischer Tresterbrand.

Bei welcher Temperatur werden die Apfelringe frittiert?

Das Öl sollte 170–175 °C heiß sein. Die Temperatur während des Frittierens mit einem Küchenthermometer prüfen.

Aus unserer Küche

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