Visciole finden
Frische Visciole sind in Deutschland saisonal schwer zu bekommen. Suche auf italienischen Wochenmärkten, in Feinkostläden oder bei spezialisierten Obstbaubetrieben.
Fruchtaufstrich aus dem Latium
Säuerliche Konfitüre aus italienischen Visciole, Zucker und Zitronensaft. Die Früchte mazerieren zunächst, anschließend wird der Saft eingekocht und mit den Fruchtstücken bis zum Gelierpunkt weitergekocht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Confettura di visciole bringt den intensiven, leicht herben Geschmack kleiner Visciole aus dem Latium ins Glas. Durch die zweistufige Kochweise konzentriert sich der Fruchtsaft, während die Fruchtstücke ihre kräftige rote Farbe und ihr charakteristisches Aroma behalten. Die fertige Konfitüre passt auf Brot oder als Füllung in eine Crostata.
Leuchtend rote, fruchtige Konfitüre mit intensivem Sauerkirschduft, deutlich säuerlichem Geschmack und einer ausgewogenen, leicht herben Note. Die Konsistenz ist dickflüssig bis streichfähig, mit sichtbaren weichen Fruchtstücken.
Schritt für Schritt
Die Visciole waschen, gut abtropfen lassen, entsteinen und grob zerkleinern. Mit Zucker und Zitronensaft im breiten Topf vermengen und 1 Stunde bei Raumtemperatur ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Früchte stehen in ausgetretenem Saft und die Zuckerkristalle sind weitgehend angelöst.
Die Fruchtmischung auf mittlerer bis hoher Stufe unter Rühren zum Kochen bringen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung etwa 1 Stunde auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist einmal sprudelnd gekocht und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt.
Wichtig: Heiße Zuckermischungen können schwere Verbrennungen verursachen; vorsichtig rühren und den Topf sicher abstellen.
Die abgekühlte Mischung abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. So kann weiterer Fruchtsaft aus den Visciole austreten.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist vollständig durchgekühlt und hat sichtbar zusätzlichen Fruchtsaft gebildet.
Am nächsten Tag den gesamten Inhalt durch ein Sieb in einen sauberen, breiten Topf gießen. Den Fruchtsaft auffangen und die Fruchtstücke im Sieb zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Saft und Fruchtstücke sind getrennt, ohne dass Fruchtstücke verloren gehen.
Den aufgefangenen Fruchtsaft aufkochen und unter gelegentlichem Rühren auf 105 °C bringen. Das dauert je nach Topf etwa 12 bis 15 Minuten.
Daran erkennst du es: Das Kochthermometer zeigt etwa 105 °C und der Saft wirkt bereits konzentrierter.
Wichtig: Beim Kochen von zuckerhaltigem Saft vorsichtig arbeiten, da Spritzer sehr heiß sind.
Die zurückbehaltenen Fruchtstücke in den heißen Sirup geben. Alles weitere 12 bis 15 Minuten kochen lassen, bis erneut etwa 105 °C erreicht sind und die Mischung sichtbar eindickt.
Daran erkennst du es: Die Mischung erreicht erneut etwa 105 °C und wird sichtbar dickflüssiger.
Wichtig: Die heiße Konfitüre vorsichtig umrühren, um Spritzer zu vermeiden.
Einen kleinen Klecks der heißen Konfitüre auf den kalten Teller geben. Nach wenigen Sekunden sollte er langsam verlaufen und beim Schräghalten nicht mehr dünn davonlaufen. Falls die Masse noch zu flüssig ist, einige Minuten weiterkochen und die Gelierprobe wiederholen.
Daran erkennst du es: Der Klecks läuft beim Schräghalten langsam, aber nicht dünn davon.
Wichtig: Den Probentropfen nur vorsichtig anfassen, da die Konfitüre sehr heiß ist.
Die heiße Confettura in die sauber ausgespülten 500-ml-Schraubgläser füllen, sofort verschließen und vollständig abkühlen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verbrauchen.
Daran erkennst du es: Die Gläser sind verschlossen und die Konfitüre ist vollständig abgekühlt.
Wichtig: Diese Anleitung ist nicht als sichere Vorratskonserve ausgelegt. Die abgekühlte Confettura im Kühlschrank lagern und zeitnah verbrauchen.
Gut zu wissen
Frische Visciole sind in Deutschland saisonal schwer zu bekommen. Suche auf italienischen Wochenmärkten, in Feinkostläden oder bei spezialisierten Obstbaubetrieben.
Visciole geben der Konfitüre ihren intensiven, säuerlichen und leicht herben Geschmack sowie die leuchtend rote Farbe.
Die Konfitüre wird meist etwas runder und weniger herb.
Die Visciole im gleichen Gewicht durch entsteinte Sauerkirschen ersetzen und die Zubereitung unverändert durchführen.
Die Temperatur bis etwa 105 °C führen und anschließend die Gelierprobe auf dem kalten Teller durchführen.
Einige Minuten weiterkochen und die Gelierprobe wiederholen.
Die Temperatur beobachten und die Gelierprobe durchführen, sobald die Mischung sichtbar eindickt.
Während der zweiten Kochphase regelmäßig und vorsichtig rühren.
Nach dem Abfüllen vollständig abkühlen lassen, anschließend im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verbrauchen.
Diese Anleitung ist nicht als sichere Vorratskonserve ausgelegt.
Häufig gefragt
Ja. Entsteinte Sauerkirschen können im gleichen Gewicht verwendet werden. Die Confettura wird damit meist etwas runder und weniger herb.
Nein. Die Konfitüre wird durch das Einkochen des Fruchtsafts und der Fruchtstücke bis etwa 105 °C eingedickt. Die Gelierprobe auf einem kalten Teller zeigt, ob sie die richtige Konsistenz erreicht hat.
Ein kleiner Klecks auf dem kalten Teller soll nach wenigen Sekunden langsam verlaufen und beim Schräghalten nicht mehr dünn davonlaufen.
Nach dem Abfüllen und vollständigen Abkühlen im Kühlschrank lagern und zeitnah verbrauchen. Das Rezept ist nicht als sichere Vorratskonserve ausgelegt.
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