Nudelgerichte Weizen Braten in wenig Fett Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln

Spinatspätzle mit Speck und Sahne

Frische Spätzle, Südtirol

Frische Spinatspätzle werden direkt ins kochende Salzwasser gehobelt, gegart und anschließend in einer cremigen Sauce aus knusprigem Südtiroler Speck, Butter und Sahne geschwenkt.

Zum Rezept
Spinatspätzle mit Speck und Sahne
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der fein pürierte Spinat färbt den Spätzleteig intensiv grün und gibt ihm eine herzhafte, frische Note.
  • Das kurze Anbraten macht den Speck knusprig und bildet zusammen mit Butter und Sahne die aromatische Grundlage der Sauce.
  • Die Spätzle werden direkt im kochenden Wasser gegart und anschließend sofort in der Sauce geschwenkt, sodass sie besonders saftig bleiben.
  • Parmesan, Muskatnuss und schwarzer Pfeffer runden die cremige Sauce mit Würze und zusätzlicher Tiefe ab.

Spätzle di spinaci con speck e panna Diese frischen Spinatspätzle verbinden einen weichen, herzhaften Teig mit cremiger Sahnesauce und knusprigem Südtiroler Speck. Mit dem Spätzlehobel gelingt die unregelmäßige Form direkt über dem kochenden Wasser.

Weiche, unregelmäßig geformte Spätzle mit leicht elastischem Biss treffen auf eine samtige Sahnesauce, knusprige Speckstreifen und den herzhaften Schmelz von Parmesan.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Spinat zusammenfallen lassen

    Den Blattspinat gründlich waschen und in einem großen Topf mit dem anhaftenden Wasser 2 bis 3 Minuten zusammenfallen lassen. In einem Sieb abtropfen lassen und gut ausdrücken, damit der Teig später nicht zu weich wird.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Spinat ist zusammengefallen und weich.

    • Den Spinat nach dem Abtropfen gründlich ausdrücken; überschüssige Flüssigkeit macht den Teig weich.
  2. Spinatmischung pürieren

    Den ausgedrückten Spinat mit 100 ml Wasser, den Eiern und 1 TL Salz fein pürieren.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist möglichst glatt und gleichmäßig grün.

  3. Spätzleteig anrühren

    Das Mehl in eine Schüssel geben und die Spinat-Ei-Mischung unterrühren. Alles zu einem glatten, zähflüssigen Teig verrühren. Der Teig soll weich sein, aber nicht vom Löffel laufen.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und zähflüssig.

    • Nicht länger als nötig rühren, sobald der Teig glatt ist.
  4. Kochwasser aufsetzen

    2,5 l Wasser mit 25 g Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Danach die Hitze so einstellen, dass das Wasser gleichmäßig sprudelnd kocht.

    Daran erkennst du es: Das Wasser kocht gleichmäßig sprudelnd.

    • Das Kochwasser sollte bereitstehen, bevor der Teig durch den Spätzlehobel gedrückt wird.

    Wichtig: Beim Arbeiten über dem sprudelnden Wasser vorsichtig vorgehen, um Spritzer und Verbrühungen zu vermeiden.

  5. Speck-Sahne-Sauce zubereiten

    Den Speck in feine Streifen schneiden. 25 g Butter in einer großen Pfanne erhitzen und den Speck darin 3 bis 4 Minuten knusprig braten. Die restliche Butter, die Sahne, Muskatnuss und Pfeffer dazugeben und die Sauce 3 Minuten bei milder Hitze köcheln lassen.

    Daran erkennst du es: Der Speck ist knusprig und die Sauce leicht eingedickt.

    • Die Sauce während des Kochens der Spätzle bei sehr milder Hitze warm halten, ohne sie stark sprudeln zu lassen.
  6. Spätzle hobeln und garen

    Den Teig portionsweise durch einen Spätzlehobel direkt ins kochende Wasser drücken. Die Spätzle in 2 bis 3 Minuten garen; sobald sie an die Oberfläche steigen und fest wirken, mit einer Schaumkelle herausheben. Überschüssiges Wasser kurz abtropfen lassen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Spätzle steigen an die Oberfläche und wirken fest.

    • Bei größeren Mengen den Teig in mehreren Portionen garen, damit das Wasser weiter sprudelnd kocht.

    Wichtig: Den Spätzlehobel sicher über dem Topf führen und Hände vom kochenden Wasser fernhalten.

  7. Spätzle in der Sauce vollenden

    Die Spätzle sofort in die Speck-Sahne-Sauce geben und 1 bis 2 Minuten vorsichtig durchschwenken. Den geriebenen Parmesan unterheben und die Spätzle heiß servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Spätzle sind vollständig mit Sauce überzogen und heiß.

    • Nur vorsichtig schwenken, damit die weichen Spätzle ihre Form behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz des Teigs: Der Spätzleteig soll weich und zähflüssig sein, aber nicht vom Löffel laufen. Ist er zu weich, kann der ausgedrückte Spinat noch zu viel Flüssigkeit enthalten haben.
  • Sauce und Spätzle koordinieren: Die Sauce kann während des Kochens der Spätzle bei milder Hitze warm gehalten werden. So kommen die Spätzle direkt aus dem Wasser in die Sauce.
  • Südtiroler Speck: Südtiroler Speck ist meist an der Frischetheke, im italienischen Feinkosthandel oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Zutatenwissen

Speck auswählen

Südtiroler Speck gibt der Sauce ein würziges, rauchiges Aroma und wird in feinen Streifen besonders knusprig. Ersatzweise funktioniert auch ein anderer luftgetrockneter Speck; der Geschmack kann dann kräftiger oder salziger ausfallen.

Spinat gut ausdrücken

Der Spinat sollte nach dem Zusammenfallen und Abtropfen gründlich ausgedrückt werden. So bleibt der Spätzleteig formbar und wird nicht zu weich.

Sinnvolle Alternativen

anderer luftgetrockneter Speck

Das Gericht kann etwas kräftiger oder salziger schmecken.

Den anderen luftgetrockneten Speck in feine Streifen schneiden und wie den Südtiroler Speck in der Butter knusprig braten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Spätzleteig läuft durch den Hobel oder bildet keine klaren Spätzle.

Den Spinat nach dem Abtropfen gründlich ausdrücken und den Teig zu einer weichen, aber zähflüssigen Masse verrühren.

Etwas Mehl unterarbeiten, bis der Teig nicht mehr vom Löffel läuft.

Die Spätzle werden weich und zerfallen.

Das Wasser gleichmäßig sprudelnd kochen lassen und die Spätzle herausheben, sobald sie aufsteigen und fest wirken.

Die nächste Portion kürzer garen und das Wasser wieder zum sprudelnden Kochen bringen.

Die Sauce haftet nur schlecht an den Spätzle.

Die Sauce 3 Minuten bei milder Hitze köcheln lassen und die Spätzle kurz abtropfen lassen.

Die Sauce vor dem Unterheben der nächsten Spätzleportion noch kurz einkochen lassen.

Der Speck bleibt weich oder gibt wenig Aroma an die Sauce ab.

Den Speck in feinen Streifen braten, bis er knusprig ist.

Den Speck vorsichtig weiterbraten, bevor Sahne und restliche Butter dazukommen.

Varianten

Vegetarische Spinatspätzle

Eine fleischfreie Variante mit derselben cremigen Spinatspätzle-Basis.

Servieren und kombinieren

  • Heiß mit Parmesan servieren: Die Spätzle direkt nach dem Durchschwenken heiß servieren, damit die Sahnesauce cremig bleibt und der Parmesan gut haftet.
  • Speck besonders knusprig braten: Für mehr Textur den Speck in feinen Streifen vollständig knusprig braten und beim Servieren darauf achten, dass einige Stücke obenauf bleiben.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Reste nach dem Abkühlen in einen gut verschließbaren Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die cremige Sauce und die weichen Spätzle können nach dem Einfrieren an Konsistenz verlieren.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Spätzle mit einem kleinen Schuss Wasser oder Sahne in einer Pfanne bei milder Hitze langsam erwärmen und vorsichtig wenden.

Allergene und Nährwerte

  • Weizen und Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Eier: enthält · Der Spätzleteig enthält Hühnereier.
  • Milch: enthält · Butter, Sahne und Parmesan sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie fest soll der Spätzleteig sein?

Der Teig soll weich und zähflüssig sein, aber nicht vom Löffel laufen. Entscheidend ist, dass der ausgedrückte Spinat möglichst wenig zusätzliches Wasser in den Teig bringt.

Kann ich statt eines Spätzlehobels eine Spätzlepresse verwenden?

Ja. Der Teig kann portionsweise direkt durch einen Spätzlehobel oder eine Spätzlepresse ins sprudelnde Salzwasser gedrückt werden.

Was kann ich statt Südtiroler Speck verwenden?

Ein anderer luftgetrockneter Speck funktioniert als Ersatz. Das Aroma kann dadurch etwas kräftiger oder salziger ausfallen.

Warum muss der Spinat gut ausgedrückt werden?

Zu viel Flüssigkeit macht den Spätzleteig weich und erschwert das Hobeln. Deshalb den Spinat nach dem Abtropfen gründlich ausdrücken.

Aus unserer Küche

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