Tuma
Der junge sizilianische Schafmilchkäse wird weich und mild und schmilzt in der Füllung. Er ist am ehesten in italienischen Feinkostläden oder gut sortierten Käsetheken erhältlich.
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Passwort vergessen?Reis-Timballo aus Sizilien
Geschichteter sizilianischer Reis-Timballo aus dem Raum Enna mit Schweinefleisch-Ragù, Tuma, Pecorino, Pinienkernen und Rosinen.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Riso al forno all’Ennese ist ein sizilianischer Reis-Timballo aus dem Raum Enna. Al dente gekochter Reis wird mit würzigem Ragù, Tuma, Pecorino, Pinienkernen und Rosinen geschichtet und im Ofen gebacken. Die herzhafte Füllung, die goldene Kruste und die leicht süßliche Note machen ihn zu einem eigenständigen Ofengericht.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen kompakt, saftig und körnig. Das Ragù schmeckt herzhaft und tief, die Tuma schmilzt weich, während Pecorino, Pinienkerne und Rosinen salzige, nussige und fein süßliche Kontraste setzen.
Schritt für Schritt
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Die Knoblauchzehe darin goldgelb anbraten, herausnehmen und die Schweineschulter rundum kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Die Schweineschulter ist rundum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Anbraten Spritzer von heißem Öl vermeiden.
Mit dem Weißwein ablöschen. Den Tomatenextrakt im heißen Wasser auflösen, angießen und einmal aufkochen lassen. Den Topf halb abdecken und das Fleisch bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 90 Minuten schmoren, bis es weich ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht zupfen oder mit einer Gabel lösen.
Das Fleisch aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Sauce ohne Deckel etwa 10 Minuten einkochen lassen, bis ungefähr 350 bis 400 ml übrig sind. Das Fleisch fein zupfen oder hacken und mit etwa 150 ml Sauce, Rosinen, Pinienkernen und Zucker vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist deutlich konzentriert und das Fleisch fein zerkleinert.
Wichtig: Das Fleisch vor dem Zerkleinern vorsichtig abkühlen lassen, damit es sicher gehandhabt werden kann.
Das Wasser mit dem Salz aufkochen. Den Reis hineingeben und nach Packungsangabe garen, dabei etwa 2 Minuten vor der angegebenen Zeit abgießen. Er soll noch deutlich Biss haben. Den Reis gut abtropfen lassen und 10 Minuten ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind al dente und in der Mitte noch leicht fest.
Wichtig: Beim Abgießen des kochenden Wassers vorsichtig arbeiten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier verquirlen. Den Reis mit den Eiern, 80 g Pecorino und der restlichen Sauce vermengen. Die Masse soll kräftig gewürzt und gebunden, aber nicht flüssig sein.
Daran erkennst du es: Die Reismasse ist gleichmäßig gebunden und steht nicht flüssig in der Schüssel.
Die Form mit etwa 10 g Butter ausstreichen und mit 30 g Paniermehl ausstreuen. Die Hälfte der Reismasse einfüllen und mit dem Löffel fest andrücken.
Daran erkennst du es: Die erste Reisschicht ist gleichmäßig verteilt und kompakt angedrückt.
Das Ragù gleichmäßig darauf verteilen. Die Tuma darübergeben und mit der restlichen Reismasse bedecken. Die Oberfläche glattstreichen. Das übrige Paniermehl mit dem restlichen Pecorino mischen und darüberstreuen. Die restliche Butter in kleinen Flöckchen daraufsetzen.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist vollständig von Reis bedeckt und die Oberfläche gleichmäßig bestreut.
Den Timballo auf der mittleren Schiene etwa 60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Lösen aus der Form 15 Minuten ruhen lassen. Warm oder lauwarm in Stücke schneiden und servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und der Timballo lässt sich nach der Ruhezeit in Stücke schneiden.
Wichtig: Die Form und der Timballo sind sehr heiß; vor dem Lösen 15 Minuten abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Der junge sizilianische Schafmilchkäse wird weich und mild und schmilzt in der Füllung. Er ist am ehesten in italienischen Feinkostläden oder gut sortierten Käsetheken erhältlich.
Italienischer Tomatenextrakt, estratto di pomodoro, ist ein sehr konzentriertes Tomatenprodukt. Er ist in italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich und gibt der Sauce Tiefe und eine leicht süßliche Note.
Kleine Rosinen, passolina, gehören zur charakteristischen süßlich-würzigen Note des Ragùs. Kleine Sultaninen sind eine passende, etwas süßere Alternative.
Der Käse ist etwas fester und salziger als Tuma, schmilzt aber ebenfalls in der Füllung.
Tuma in gleicher Menge durch milden Primosale ersetzen und das Ragù gegebenenfalls etwas vorsichtiger salzen.
Die Sauce schmeckt etwas weniger tief und süßlich als mit Tomatenextrakt.
80 g Tomatenmark verwenden und zusätzlich 120 ml Wasser zur im Rezept angegebenen Wassermenge geben.
Die süßliche Note fällt etwas stärker aus.
Kleine Sultaninen in gleicher Menge verwenden.
Den Reis etwa zwei Minuten vor der Packungsangabe abgießen und die Sauce bis auf etwa 350 bis 400 ml reduzieren.
Den Timballo vollständig ruhen lassen; dadurch stabilisieren sich die Schichten zumindest teilweise.
Die Sauce ohne Deckel etwa 10 Minuten reduzieren und erst dann unter den Reis mischen.
Vor dem Einfüllen kurz weiter einkochen, bis die Masse gebunden wirkt.
Jede Reisschicht mit dem Löffel kompakt andrücken und den gebackenen Timballo 15 Minuten ruhen lassen.
Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender entnehmen und warm servieren.
Auf der mittleren Schiene backen und die Oberfläche gegen Ende beobachten.
Bei starker Bräunung die Form locker abdecken und weiterbacken.
Tuma wird durch milden Primosale ersetzt. Die Füllung bleibt weich und käsig, schmeckt aber etwas salziger und fester.
Kleine Rosinen werden durch kleine Sultaninen ersetzt, wodurch die süßliche Note im Ragù etwas deutlicher hervortritt.
Nicht aus der vorliegenden Rezeptgrundlage belegt.
Häufig gefragt
Ja. Als Alternative ist milder Primosale angegeben. Er ist etwas fester und salziger als Tuma, kann aber in gleicher Menge verwendet werden.
Die Grundlage nennt 80 g Tomatenmark und 120 ml zusätzliches Wasser als Ersatz. Die Sauce wird dadurch etwas weniger tief und süßlich.
Der Reis soll noch deutlichen Biss haben, weil er im Ofen weitergart und sonst leicht breiig wird.
Nach 15 Minuten Ruhezeit wird er warm oder lauwarm in Stücke geschnitten und serviert.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
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