Caciocavallo
Der italienische Schnittkäse bringt eine kräftige, würzige Schmelznote. Provolone dolce ist eine mildere Alternative mit ähnlichem Schmelzverhalten.
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Passwort vergessen?Sizilianischer Fladen aus Palermo
Hoher, weicher sizilianischer Hefefladen aus Palermo mit würzigem Tomaten-Zwiebel-Sugo, Sardellen, Caciocavallo, Oregano und knusprigem Pangrattato.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sfincione palermitano ist eine charakteristische Backware aus Palermo: ein luftiger, weich geführter Hefeteig wird mit einem kräftigen Sugo aus Tomaten, Zwiebeln und Sardellen, würzigem Caciocavallo sowie Semmelbröseln belegt. Für die heimische Zubereitung sind vor allem die lange erste Gehzeit, die großzügige zweite Gare und eine gut eingekochte Sauce entscheidend.
Innen weich, luftig und saftig, außen am Rand kräftig goldbraun. Der Sugo schmeckt würzig und leicht süßlich von den Zwiebeln, Sardellen und Caciocavallo bringen salzige Tiefe, während die Semmelbrösel für knusprige Akzente sorgen.
Schritt für Schritt
Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Weizenmehl und Semola in die große Schüssel geben, das Hefewasser zugießen und alles zunächst vermengen.
Das Olivenöl einarbeiten und anschließend das Salz hinzufügen. Den Teig etwa 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und noch weich ist. Bei Bedarf die Hände leicht ölen, statt zusätzlich Mehl einzuarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und bleibt weich.
Den Teig zu einer Kugel formen, in die leicht geölte Schüssel legen und abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 3 Stunden gehen lassen. Er sollte sich auf das Zwei- bis Dreifache vergrößern.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich auf das Zwei- bis Dreifache vergrößert.
Während der ersten Gehzeit den Sugo zubereiten. Die Zwiebeln sehr fein schneiden. 30 ml Olivenöl in der breiten Pfanne erwärmen, die Sardellenfilets darin vorsichtig auflösen und die Zwiebeln bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 10 Minuten weich werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, aber nicht kräftig gebräunt.
Die geschälten Tomaten mit den Händen oder einem Kochlöffel zerdrücken und zu den Zwiebeln geben. Den Sugo bei niedriger Hitze etwa 30 Minuten einkochen lassen. Mit ½ TL Salz abschmecken und anschließend etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist eingedickt und läuft nicht wässrig vom Löffel.
Ein 30 × 40 cm großes Blech mit einem Teil des Olivenöls für Form und Oberfläche ausstreichen. Den aufgegangenen Teig vorsichtig auf das Blech geben und mit geölten Fingerspitzen gleichmäßig bis in die Ecken drücken. Die weiche Struktur möglichst nicht herausdrücken. Den Teig 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig liegt gleichmäßig im Blech und bleibt sichtbar locker.
Die 8 Sardellenfilets auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Zuerst einige Löffel Sugo dünn auf der Oberfläche verstreichen, dann die Caciocavallo-Stifte verteilen. Den restlichen Sugo darübergeben und mit Semmelbröseln und Oregano bestreuen. Das übrige Olivenöl darüberträufeln.
Das belegte Blech abdecken und den Sfincione bei Raumtemperatur etwa 60 Minuten ein zweites Mal gehen lassen. Inzwischen den Backofen statisch auf 240 °C vorheizen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt sichtbar aufgegangen und die Oberfläche bleibt locker.
Wichtig: Beim Arbeiten mit dem vorgeheizten Backofen hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Den Sfincione auf der unteren bis mittleren Schiene 28 bis 32 Minuten backen, bis der Rand kräftig goldbraun ist und die Oberfläche eine knusprige Kruste gebildet hat.
Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig goldbraun und die Oberfläche knusprig.
Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig herausnehmen.
Den Sfincione 10 Minuten ruhen lassen, anschließend in rechteckige Stücke schneiden und warm oder lauwarm servieren.
Daran erkennst du es: Der Belag ist etwas gesetzt und lässt sich sauber schneiden.
Gut zu wissen
Der italienische Schnittkäse bringt eine kräftige, würzige Schmelznote. Provolone dolce ist eine mildere Alternative mit ähnlichem Schmelzverhalten.
Die fein gemahlene Hartweizengrießsorte unterstützt die charakteristische Teigstruktur. Feiner Hartweizengrieß ist möglich, macht den Teig jedoch etwas körniger und weniger geschmeidig.
Die Sardellen werden teils im Sugo aufgelöst und teils als Belag verwendet. Diese beiden Mengen bleiben getrennt, weil sie unterschiedliche Funktionen im Rezept haben.
Der Käse schmilzt ähnlich, schmeckt aber milder und weniger würzig.
Caciocavallo im gleichen Gewicht durch Provolone dolce ersetzen und den Käse ebenfalls in kleinen Stiften auf dem Teig verteilen.
Der Teig kann etwas körniger und weniger geschmeidig werden.
Semola rimacinata im gleichen Gewicht ersetzen und den Teig weiterhin weich halten; kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
Den Sugo etwa 30 Minuten einkochen, bis er deutlich eingedickt ist, und ihn gleichmäßig, aber nicht übermäßig dick verteilen.
Falls der Belag vor dem Backen sehr flüssig wirkt, etwas Sugo zurückhalten und die Backzeit gegen Ende sorgfältig kontrollieren.
Den Teig vorsichtig mit geölten Fingerspitzen bis in die Ecken drücken und beide Gehzeiten einhalten.
Nach dem Ausdrücken die zweite Gehzeit vollständig durchführen; eine bereits stark entgaste Teigstruktur lässt sich nur begrenzt retten.
Das Blech auf der unteren bis mittleren Schiene backen und die Bräunung gegen Ende beobachten.
Bei zu starker Oberbräunung das Blech tiefer einschieben und die Backzeit nach dem Garzustand des Teigs ausrichten.
Nur lauwarmes Wasser verwenden und den Teig bis zur deutlichen Volumenzunahme gehen lassen.
Wenn der Teig noch nicht gebacken ist, die Gehzeit an einem warmen, zugfreien Ort verlängern.
Im Ausgangstext liegen keine Angaben zur Gefrierqualität oder zum Auftauen vor.
Häufig gefragt
Sfincione palermitano ist ein hoher, weicher Hefefladen aus Palermo mit Tomaten-Zwiebel-Sugo, Sardellen, Caciocavallo und einer knusprigen Semmelbröselkruste.
Ja. Provolone dolce eignet sich als Ersatz und schmilzt ähnlich, schmeckt aber milder und weniger würzig.
Feiner Hartweizengrieß ist möglich. Der Teig wird dadurch allerdings etwas körniger und weniger geschmeidig.
Beides ist möglich. Nach zehn Minuten Ruhezeit lässt er sich schneiden und warm oder lauwarm servieren.
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