Froschschenkel beschaffen
Küchenfertige ganze Frösche oder Froschschenkel sind eher in gut sortierten Fischgeschäften, bei Spezialitäten- oder Wildhändlern auf Vorbestellung sowie im Tiefkühlbereich erhältlich.
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Passwort vergessen?Risotto aus der Bassa bolognese
Cremiges Carnaroli-Risotto mit zartem Froschschenkelragù, selbst gekochtem Froschfond, Petersilie und Parmigiano Reggiano.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Risotto verbindet Carnaroli mit einem kräftigen Fond aus Froschkörpern, Gemüse und Tomatenmark sowie einem separat gegarten Ragù aus den Schenkeln. Die Froschschenkel werden angebraten und später mit etwas Fond untergehoben, während der Reis nach und nach mit heißem Fond zur weich fließenden All’onda-Konsistenz gegart wird.
Das Risotto ist cremig und weich fließend, mit al dente gegartem Carnaroli. Es schmeckt herzhaft und aromatisch nach Froschfond, Gemüse und Weißwein; die Froschschenkel sind zart, leicht gebräunt und werden von Butter, Parmigiano und Petersilie begleitet.
Schritt für Schritt
Die Frösche unter kaltem Wasser abspülen. Körper und Schenkel trennen. Die Schenkel trocken tupfen und beiseitelegen. Die Zwiebel halbieren; eine Hälfte kommt in den Fond, die andere in das Risotto.
Daran erkennst du es: Die Froschschenkel sind trocken getupft und für das Anbraten bereit.
Wichtig: Rohes Froschfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände, Messer sowie Schneidebrett anschließend gründlich reinigen.
15 ml Olivenöl in einem Topf erhitzen. Eine Zwiebelhälfte, Karotte, Sellerie, Knoblauch, ein Lorbeerblatt und das Tomatenmark darin 3 Minuten anschwitzen. Die Körper der Frösche, 1,5 l Wasser, etwas Salz und Pfeffer zugeben. Aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Minuten leise köcheln lassen. Den Fond durch ein feines Sieb gießen und heiß halten. Für das Risotto werden etwa 850 bis 950 ml benötigt.
Daran erkennst du es: Der Fond ist aromatisch ausgezogen und bleibt nach dem Abseihen heiß.
Wichtig: Den Fond nach dem Kochen heiß halten oder zügig weiterverwenden; rohe Froschkörper müssen vollständig durchgegart werden.
In einer breiten Pfanne 15 ml Olivenöl, 20 g Butter und das zweite Lorbeerblatt erhitzen. Die Froschschenkel 4 bis 5 Minuten rundum anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen, 75 ml Weißwein in die Pfanne geben und die Röststoffe lösen. Den Wein etwa zur Hälfte einkochen lassen. Die Schenkel kurz abkühlen lassen, das Fleisch vorsichtig von den Knochen lösen und zurück in die Pfanne geben.
Daran erkennst du es: Die Schenkel sind rundum leicht gebräunt und das Fleisch lässt sich vorsichtig von den Knochen lösen.
Wichtig: Die Froschschenkel vollständig durchgaren; beim Auslösen auf kleine Knochen achten.
150 ml heißen Froschfond zum Froschschenkelfleisch gießen und alles 10 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwa 3 Esslöffel dieses Ragùs für das Anrichten beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart, das Ragù aromatisch und vollständig heiß.
Wichtig: Das Ragù bis zum Servieren heiß halten und nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
In einem breiten Topf 10 ml Olivenöl erhitzen. Die restliche Zwiebel und die Schalotte 3 Minuten sanft anschwitzen, ohne sie zu bräunen. Den Carnaroli-Reis einstreuen und 2 Minuten rühren, bis die Körner an den Rändern glasig werden. Mit den restlichen 75 ml Weißwein ablöschen und vollständig verdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind an den Rändern glasig, ohne dass Zwiebel oder Reis gebräunt sind.
Den heißen Froschfond nach und nach zugießen, jeweils erst dann nachgießen, wenn die vorige Kelle fast aufgenommen ist. Den Reis 17 bis 19 Minuten garen und regelmäßig rühren. Nach etwa 8 Minuten das Froschschenkelfleisch mit seinem Ragù unterheben. Der Reis soll al dente sein und das Risotto weich fließend vom Löffel laufen; bei Bedarf etwas mehr heißen Fond verwenden.
Daran erkennst du es: Der Carnaroli ist al dente und das Risotto läuft weich fließend vom Löffel.
Wichtig: Froschschenkelfleisch und Reis vollständig erhitzen; bei Unsicherheit das Fleisch nicht nur kurz erwärmen, sondern im Risotto ausreichend heiß durchziehen lassen.
Den Topf vom Herd nehmen. Die restlichen 40 g Butter und den Parmigiano Reggiano kräftig unterrühren. Das Risotto 2 Minuten ruhen lassen, dann sofort auf vorgewärmte Teller verteilen. Mit dem zurückbehaltenen Froschschenkelragù und der Petersilie vollenden.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist cremig, glänzend und bleibt beim Servieren weich fließend.
Gut zu wissen
Küchenfertige ganze Frösche oder Froschschenkel sind eher in gut sortierten Fischgeschäften, bei Spezialitäten- oder Wildhändlern auf Vorbestellung sowie im Tiefkühlbereich erhältlich.
Carnaroli gibt beim schrittweisen Garen Stärke ab und behält dabei einen festen Kern, wodurch die cremige und zugleich al-dente Konsistenz unterstützt wird.
Butter und frisch geriebener Parmigiano Reggiano werden erst nach dem Garen untergerührt, damit das Risotto besonders cremig und glänzend wird.
Die Zubereitung wird einfacher, der Fond und damit der Geschmack werden etwas weniger tief.
Verwende ausgelöste Froschschenkel. Überspringe die Zubereitung aus Froschkörpern, Gemüse und Wasser und erwärme stattdessen etwa 850 ml milden Gemüsefond. Fahre mit dem Anbraten der Schenkel und der weiteren Risottozubereitung fort.
Das Risotto bleibt cremig, schmeckt aber weniger milchig und buttrig.
Ersetze die Butter zum Anbraten und Montieren durch eine geeignete pflanzliche Margarine. Der Parmigiano Reggiano bleibt als separate Milchzutat im Rezept enthalten.
Den abgegossenen Fond während der gesamten Risottozubereitung heiß halten.
Den Reis mit weiter erhitztem Fond langsam fertig garen und die Konsistenz anschließend mit etwas zusätzlichem heißen Fond korrigieren.
Kurz vor dem Montieren auf eine weich fließende Konsistenz achten und sofort nach der zweiminütigen Ruhezeit servieren.
Etwas heißen Fond unterrühren, bis das Risotto wieder weich fließt.
Die Schenkel nur leicht bräunen und das Ragù anschließend bei kleiner Hitze ziehen lassen.
Das Ragù mit etwas heißem Fond lockern und es nur noch kurz im fertigen Risotto erwärmen.
Die Zubereitung wird mit bereits ausgelösten Froschschenkeln und mildem Gemüsefond verkürzt.
Ein größerer Teil des Froschschenkelragùs wird zum Anrichten zurückbehalten, sodass die Fleischkomponente auf dem Teller deutlicher hervortritt.
Der Froschfond und das Froschschenkelragù können bis zu 24 Stunden vorher zubereitet und gekühlt aufbewahrt werden. Das Risotto selbst sollte erst kurz vor dem Servieren gegart werden.
Übrig gebliebenes Risotto und Ragù zügig abkühlen lassen, getrennt oder gemeinsam in einem flachen, dicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb eines Tages verwenden.
Nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Das Risotto verliert beim Einfrieren und Auftauen voraussichtlich seine weich fließende Konsistenz.
Häufig gefragt
Für das Risotto werden etwa 850 bis 950 ml heißer Froschfond benötigt. Die genaue Menge hängt vom Reis, der Hitze und der gewünschten weich fließenden Konsistenz ab.
Ja. Verwende ausgelöste Froschschenkel und ersetze den selbst gekochten Froschfond durch etwa 850 ml milden Gemüsefond. Der Geschmack wird dadurch etwas weniger tief.
Der Reis soll al dente sein und das Risotto weich fließend vom Löffel laufen. Bei Bedarf etwas mehr heißen Fond unterrühren.
Nach dem Unterrühren von Butter und Parmigiano Reggiano zwei Minuten ruhen lassen und anschließend sofort auf vorgewärmte Teller verteilen.
Aus unserer Küche
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