Poveracce einkaufen
Poveracce sind kleine Adriavongole und können an gut sortierten Fischtheken, auf Fischmärkten oder in italienischen Fischgeschäften erhältlich sein, teils unter der Bezeichnung kleine Vongole oder Lupinenmuscheln.
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Passwort vergessen?Romagnisches Risotto
Cremiges romagnolisches Risotto mit kleinen Adriavongole, gefiltertem Muschelsud, passierten Tomaten, Knoblauch, Petersilie und trockenem Weißwein.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Risotto con le poveracce verbindet langsam gegarten Carnaroli-Reis mit dem würzigen Sud kleiner Adriavongole. Die Muscheln werden separat geöffnet, ausgelöst und mit etwas Tomate, Knoblauch, Petersilie und Weißwein zu einem aromatischen Sugo verarbeitet, bevor Muschelfleisch und Sud den Reis cremig und leicht fließend machen.
Cremig und leicht fließend, mit salziger Meeresnote, frischer Petersilie, milder Knoblauchwürze und einer runden, dezenten Tomatensäure.
Schritt für Schritt
Die Poveracce in 2 l kaltem Wasser mit dem groben Meersalz 2–3 Stunden wässern. Anschließend gründlich unter kaltem Wasser spülen. Beschädigte Muscheln sowie geöffnete Muscheln, die sich beim Anklopfen nicht schließen, aussortieren.
Daran erkennst du es: Die Muscheln sind gespült; beschädigte oder nicht schließende Exemplare sind entfernt.
Wichtig: Nur unbeschädigte Muscheln verwenden, die sich beim Anklopfen schließen.
Die Muscheln mit 100 ml Wasser in den breiten Topf geben, zudecken und bei hoher Hitze 4–6 Minuten garen, bis sie sich öffnen. Den Topf gelegentlich rütteln. Das Muschelfleisch auslösen und 8–12 Muscheln für die spätere Garnitur in der Schale lassen. Den Sud durch ein sehr feines Sieb oder ein mit sauberem Tuch ausgelegtes Sieb gießen, damit kein Sand zurückbleibt.
Daran erkennst du es: Die Muscheln haben sich geöffnet; der Sud ist sichtbar von Sand und Rückständen befreit.
Wichtig: Muscheln, die sich beim Öffnen nicht öffnen, nicht für die Garnitur verwenden.
15 g Butter und 30 ml Olivenöl im weiten Topf erhitzen. Etwa 60 g Zwiebel, den Knoblauch und die Hälfte der Petersilie darin 3–4 Minuten sanft anschwitzen. Passierte Tomaten und 50 ml Weißwein dazugeben und 8 Minuten leise köcheln lassen. Das ausgelöste Muschelfleisch zufügen und 2 Minuten erwärmen. Mit wenig Salz und weißem Pfeffer abschmecken, dann warm halten.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist leicht eingekocht, aromatisch und warm; das Muschelfleisch ist nur erwärmt.
Den gefilterten Muschelsud mit dem heißen Wasser vermischen und in einem zweiten Topf heiß halten. Nur vorsichtig salzen, da der Muschelsud bereits würzig sein kann.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist heiß und steht zum portionsweisen Angießen bereit.
Die restlichen 30 g Butter und 20 ml Olivenöl im breiten, schweren Topf erhitzen. Die übrige Zwiebel darin 3 Minuten weich dünsten. Den Carnaroli-Reis einstreuen und 2–3 Minuten unter Rühren rösten, bis die Körner glasig wirken. Mit 70 ml Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner wirken glasig, und der Weißwein ist vollständig eingekocht.
Zwei Schöpfkellen heiße Muschelbrühe angießen und den Reis bei mittlerer Hitze langsam garen. Sobald die Flüssigkeit fast aufgenommen ist, jeweils eine weitere Schöpfkelle nachgießen und regelmäßig rühren. Nach etwa 8–9 Minuten die Hälfte des Muschel-Tomaten-Sugos unterheben. Insgesamt braucht der Reis etwa 17–19 Minuten und soll am Ende cremig und leicht fließend, also all’onda, sein.
Daran erkennst du es: Der Reis ist cremig, aber im Kern noch leicht bissfest, und die Masse fließt langsam zurück.
Den Topf vom Herd nehmen und den restlichen Sugo unterheben. Das Risotto 2 Minuten ruhen lassen. Falls es zu fest wirkt, mit etwas heißer Muschelbrühe wieder geschmeidig rühren.
Daran erkennst du es: Das Risotto bleibt cremig und leicht fließend, ohne fest zu werden.
Das Risotto sofort auf vorgewärmte Teller verteilen. Mit den Muscheln in der Schale, der restlichen Petersilie und dem verbliebenen Muschel-Tomaten-Sugo anrichten.
Daran erkennst du es: Das Risotto wird heiß, cremig und unmittelbar nach der Ruhezeit serviert.
Gut zu wissen
Poveracce sind kleine Adriavongole und können an gut sortierten Fischtheken, auf Fischmärkten oder in italienischen Fischgeschäften erhältlich sein, teils unter der Bezeichnung kleine Vongole oder Lupinenmuscheln.
Carnaroli-Reis eignet sich für die langsame Zubereitung, weil er beim portionsweisen Angießen eine cremige, leicht fließende Risotto-Konsistenz unterstützt.
Das Risotto bleibt muschelig und cremig, die regionale Muschelnote kann jedoch etwas anders und der Geschmack etwas fleischiger ausfallen.
Poveracce im gleichen Arbeitsablauf durch frische kleine Venusmuscheln ersetzen. Die Muscheln vor dem Garen wässern, spülen und beschädigte oder nicht schließende Exemplare aussortieren.
Den Sud durch ein sehr feines Sieb oder ein mit sauberem Tuch ausgelegtes Sieb gießen.
Falls noch Sand auffällt, den verbliebenen Sud erneut filtern und nur vorsichtig weiterverwenden.
Brühe portionsweise nachgießen und die Konsistenz vor dem Servieren prüfen.
Mit etwas heißer Muschelbrühe wieder geschmeidig rühren.
Das Muschelfleisch erst nach dem Köcheln des Tomatensugos zufügen und nur 2 Minuten erwärmen.
Die Muscheln nicht weiterkochen und das Risotto sofort servieren.
Brühe und Sugo nur vorsichtig salzen und erst am Ende abschmecken.
Mit ungesalzener heißer Flüssigkeit und etwas ungesalzenem Risottoanteil ausgleichen, falls vorhanden.
Die Poveracce können innerhalb der vorgesehenen 2–3 Stunden gewässert und gespült werden. Danach die Muscheln zeitnah öffnen und das Risotto frisch fertigstellen.
Nicht empfohlen, da Muschelfleisch und cremige Risotto-Konsistenz durch das Einfrieren deutlich leiden können.
Häufig gefragt
Poveracce ist eine regionale Bezeichnung für kleine Adriavongole beziehungsweise kleine Venusmuscheln. Sie werden in diesem Risotto im Ganzen geöffnet, ausgelöst und mit ihrem gefilterten Sud verwendet.
Carnaroli-Reis ist im Rezept vorgesehen. Er unterstützt die cremige, leicht fließende all’onda-Konsistenz beim langsamen Garen mit portionsweise zugegebener Brühe.
Beim Öffnen der Muscheln können Sand und kleine Schalenreste in den Sud gelangen. Durch das sehr feine Filtern wird der Sud sauber, bevor er in das Risotto kommt.
Frische kleine Venusmuscheln sind eine sinnvolle Alternative. Das Ergebnis bleibt muschelig, die regionale Muschelnote kann jedoch etwas anders und der Geschmack etwas fleischiger ausfallen.
Aus unserer Küche
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