Schleie besorgen
Schleie ist nicht überall vorrätig. Bei gut sortierten Fischhändlern, auf Wochenmärkten oder bei regionalen Süßwasserfisch-Züchtern danach fragen.
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Passwort vergessen?Risotto aus dem Veneto
Cremiges Risotto mit Schleie, Mangold und selbst gekochtem Fischsud nach Gardasee-Art.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Risotto con la tinca ist ein rustikales Fischrisotto aus dem Veneto. Die Schleie wird zunächst mit Mangold und Kräutern gegart; ihr aromatischer Sud bildet anschließend die Grundlage für den Vialone-Nano-Reis. Das ausgelöste Fischfleisch wird erst gegen Ende untergehoben, damit es saftig und in größeren Stücken erhalten bleibt.
Cremig und herzhaft mit zartem, rustikalem Fischfleisch, mildem Mangold, frischer Petersilie und einer dezenten Weißwein- sowie Pfeffernote.
Schritt für Schritt
Eine Zwiebel grob würfeln, die zweite fein hacken. Mangold und Petersilie vorbereiten. Die Schleie kalt abspülen und trocken tupfen.
Wichtig: Rohe Fischkontaktflächen und das verwendete Messer anschließend gründlich reinigen.
30 ml Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die grobe Zwiebel, den Mangold und die Hälfte der Petersilie darin 3 Minuten anschwitzen. Die Schleie einlegen, von beiden Seiten kurz anrösten und mit 6 g Salz sowie 1 g Pfeffer würzen. Das Wasser heiß zugießen und den Fisch bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten sanft garen.
Daran erkennst du es: Das Fischfleisch lässt sich leicht von den Gräten lösen.
Wichtig: Den Fisch vollständig durchgaren und bis zum Weiterverarbeiten nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Schleie vorsichtig aus dem Sud heben und 10 Minuten abkühlen lassen. Währenddessen den Sud durch ein feines Sieb gießen und mindestens 1,3 l davon heiß halten. Haut, Kopf und sämtliche Gräten entfernen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke zupfen.
Daran erkennst du es: Das ausgelöste Fleisch ist frei von sichtbaren Gräten.
Wichtig: Vor dem Unterheben alle sichtbaren Gräten sorgfältig entfernen.
Das restliche Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die fein gehackte Zwiebel 5 Minuten weich dünsten. Den Reis einstreuen und 2 Minuten rühren, bis die Körner leicht glasig sind. Mit dem Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und der Reis wirkt an den Rändern leicht glasig.
Nach und nach jeweils eine Kelle heißen Fischsud zugießen und unter regelmäßigem Rühren aufnehmen lassen. Den Reis auf diese Weise 16 bis 18 Minuten garen, bis er cremig und im Kern noch leicht bissfest ist. Nach etwa 12 Minuten drei Viertel des Schleienfleischs unterheben. Mit dem restlichen Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Reis ist cremig, aber im Kern noch leicht bissfest; der Sud ist weitgehend aufgenommen.
Wichtig: Nur heißen, zuvor vollständig erhitzten Fischsud verwenden.
Den Topf vom Herd nehmen. Das übrige Fischfleisch, die Butter und die restliche Petersilie vorsichtig unterrühren. Das Risotto 2 Minuten ruhen lassen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist cremig und fließt langsam zurück, wenn der Topf leicht bewegt wird.
Wichtig: Sofort servieren oder Reste zügig abkühlen und kühlen.
Gut zu wissen
Schleie ist nicht überall vorrätig. Bei gut sortierten Fischhändlern, auf Wochenmärkten oder bei regionalen Süßwasserfisch-Züchtern danach fragen.
Vialone Nano ergibt ein besonders cremiges Risotto. Carnaroli ist eine geeignete Alternative und führt zu einem etwas festeren, weniger weichen Ergebnis.
Die 60 ml Olivenöl werden auf den Fischsud und das spätere Anschwitzen von Zwiebel und Reis verteilt; die feste Gesamtmenge nicht vollständig im ersten Topf verbrauchen.
Das Risotto wird etwas fester und weniger weich als mit Vialone Nano.
Carnaroli in gleicher Menge verwenden und nach derselben Methode garen. Nach 16 Minuten die Konsistenz prüfen und bei Bedarf etwas länger garen.
Aroma und ausgelöste Fleischmenge verändern sich; die typische Schleiennote geht verloren.
Einen Fisch verwenden, der sich für das Garen im Sud eignet. Garzustand und Gräten sorgfältig prüfen, bevor das Fleisch untergehoben wird.
Den Fischsud nur sanft köcheln lassen und den Fisch vorsichtig aus dem Topf heben.
Trüben Sud durch ein feines Sieb gießen und das Fischfleisch vorsichtig in größeren Stücken weiterverwenden.
Den heißen Sud schrittweise mit einer Kelle zugeben und regelmäßig rühren.
Etwas heißen Fischsud nachgießen und das Risotto kurz weitergaren, bis es wieder cremig ist.
Ab etwa 16 Minuten regelmäßig probieren und den Topf rechtzeitig vom Herd nehmen.
Nicht weitergaren; vorsichtig Butter und Fisch unterheben und sofort servieren.
Das Fleisch portionsweise mit den Fingern prüfen und sichtbare Gräten vor dem Unterheben entfernen.
Nicht servieren; das Risotto vorsichtig durchsuchen und alle erkennbaren Gräten entfernen.
Vialone Nano wird durch Carnaroli ersetzt. Die Methode bleibt gleich, das fertige Risotto wird etwas fester und weniger weich.
Die Schleie kann gegart, ausgelöst und der Sud kann gesiebt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank vorbereitet werden. Das Risotto selbst möglichst erst kurz vor dem Servieren mit dem heißen Sud fertig garen.
Übrig gebliebenes Risotto zügig abkühlen lassen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Die cremige Reisstruktur und das zarte Fischfleisch können nach dem Auftauen deutlich an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Carnaroli kann in gleicher Menge verwendet werden. Das Risotto wird damit etwas fester und weniger weich; die Garzeit kann geringfügig länger ausfallen.
Frage bei gut sortierten Fischhändlern, auf Wochenmärkten oder bei regionalen Süßwasserfisch-Züchtern nach Schleie beziehungsweise Tinca.
Den gegarten Fisch vorsichtig aus dem Sud heben, abkühlen lassen, Haut, Kopf und Gräten entfernen und das ausgelöste Fleisch anschließend gründlich mit den Fingern kontrollieren.
Besser nicht. Fisch und Sud können vorbereitet werden; den Reis solltest du möglichst erst kurz vor dem Servieren garen, damit er cremig bleibt und seinen Biss behält.
Aus unserer Küche
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