Strigoli finden
Strigoli, auch Stridoli oder Carletti genannt, sind saisonal auf gut sortierten Wochenmärkten, bei regionalen Wildkräuter-Anbietern oder im italienischen Feinkosthandel auf Bestellung erhältlich.
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Passwort vergessen?Risotto aus Umbrien
Cremiges umbrisches Frühlingsrisotto mit zarten Strigoli, Arborio-Reis, heißem Gemüsefond und Parmigiano Reggiano.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Risotto bringt die jungen Triebe der Silene vulgaris mit langsam gegartem Arborio-Reis zusammen. Die Kräuter werden zunächst sanft geschmort, anschließend wird der Reis schrittweise mit heißem Gemüsefond gegart, bis eine weiche, noch fließende All'onda-Konsistenz entsteht.
Heiß, cremig und löffelbar, mit sichtbar zarten Reiskörnern, leichtem Biss im Kern, grünen Kräuternoten und einer mild würzigen, käsigen Abrundung.
Schritt für Schritt
Entferne von den Strigoli die kräftigen unteren Stiele. Wasche die zarten Triebe gründlich, lasse sie gut abtropfen und hacke sie grob.
Wichtig: Wildkräuter nur verwenden, wenn sie sicher bestimmt und sauber sind.
Erhitze den Gemüsefond in einem zweiten Topf und halte ihn bei etwa 80–90 °C heiß, ohne ihn stark kochen zu lassen.
Daran erkennst du es: Der Fond ist heiß, dampft leicht und kocht nicht stark.
Erhitze das Olivenöl in einem breiten Topf. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig. Gib den Knoblauch dazu und rühre ihn 1 Minute mit.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig, ohne gebräunt zu sein.
Füge die Strigoli und 1 g von den abgewogenen 6 g Salz hinzu. Dünste die Kräuter 8–10 Minuten sanft, bis sie zusammenfallen und ihr grünes, leicht herbes Aroma entfalten.
Daran erkennst du es: Die Strigoli sind zusammengefallen, weich und noch grün.
Gib den Arborio-Reis dazu und röste ihn unter Rühren etwa 2 Minuten, bis die Körner heiß sind und an den Rändern leicht glasig wirken. Lösche mit dem Weißwein ab und lasse ihn vollständig verdampfen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind heiß und an den Rändern leicht glasig; der Wein ist vollständig verdampft.
Gieße zunächst etwa 250 ml heißen Gemüsefond an. Rühre regelmäßig und gib weiteren Fond in kleinen Portionen dazu, sobald die Flüssigkeit fast aufgenommen ist. Halte das Risotto während der 17–20-minütigen Garzeit stetig feucht, aber nicht suppig.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit wird nach und nach aufgenommen, während die Masse cremig und beweglich bleibt.
Prüfe den Reis ab etwa 17 Minuten. Er soll weich sein, im Kern aber noch leichten Biss haben. Die fertige Masse soll beim Neigen des Topfes langsam fließen und nicht schnittfest stehen.
Daran erkennst du es: Der Reis ist weich mit leichtem Biss; das Risotto fließt langsam all’onda.
Ziehe den Topf vom Herd. Rühre die kalte Butter, den Parmigiano Reggiano und den schwarzen Pfeffer ein. Decke das Risotto 2 Minuten ab und rühre es anschließend noch einmal kräftig durch. Schmecke mit dem restlichen dosierten Salz und dem Salz zum Abschmecken ab und serviere es sofort heiß in tiefen Tellern.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist glänzend, cremig und fließt langsam vom Löffel.
Gut zu wissen
Strigoli, auch Stridoli oder Carletti genannt, sind saisonal auf gut sortierten Wochenmärkten, bei regionalen Wildkräuter-Anbietern oder im italienischen Feinkosthandel auf Bestellung erhältlich.
Die jungen Triebe geben dem Risotto eine grüne, leicht herbe Kräuternote. Durch sanftes Garen fallen sie zusammen und verbinden sich mit der cremigen Reisbasis.
Arborio-Reis eignet sich durch seine stärkehaltige Oberfläche für ein cremiges Risotto, während die Körner bei sorgfältigem Garen im Kern noch leichten Biss behalten.
Kalte Butter und fein geriebener Parmigiano Reggiano werden abseits der Hitze eingerührt. Sie binden die Flüssigkeit und geben dem Risotto Glanz und Rundung.
Das Risotto wird milder und weniger kräuterig als mit Strigoli.
Ersetze die Strigoli durch 250 g junge Spinatblätter. Die Blätter gründlich waschen, gut abtropfen lassen und in Schritt 4 sanft garen, bis sie zusammenfallen.
Den Fond portionsweise angießen und jeweils warten, bis die vorherige Portion fast aufgenommen ist.
Bei zu viel Flüssigkeit ohne Deckel weitergaren und regelmäßig rühren, bis die gewünschte fließende Konsistenz erreicht ist.
Die Konsistenz beim Neigen des Topfes prüfen und bei Bedarf etwas heißen Fond nachgießen.
Etwas heißen Fond einrühren und das Risotto kurz abseits der starken Hitze wieder cremig rühren.
Die Kräuter bei sanfter Hitze zusammenfallen lassen und regelmäßig rühren.
Falls nur leichte Röstnoten entstanden sind, mit dem Reis und Fond fortfahren und am Ende vorsichtig abschmecken.
Den Topf vor der Mantecatura vom Herd ziehen und die Zutaten erst dann einarbeiten.
Mit einem kleinen Schuss heißem Fond kräftig durchrühren, um die Masse wieder zu lockern.
Eine mildere Variante mit jungen Spinatblättern anstelle der Strigoli.
Eine Variante ohne Weißwein, bei der der Reis direkt mit heißem Gemüsefond weitergegart wird.
Die cremige, fließende All’onda-Konsistenz kann beim Einfrieren und Auftauen deutlich leiden.
Häufig gefragt
Strigoli sind junge, zarte Triebe der Silene vulgaris. Sie werden regional auch Stridoli oder Carletti genannt und geben dem Risotto ein grünes, leicht herbes Aroma.
Als Alternative passen 250 g junge Spinatblätter. Das Risotto wird dadurch milder und weniger kräuterig.
Der Reis soll weich sein, im Kern aber noch leichten Biss haben. Beim Neigen des Topfes soll die cremige Masse langsam fließen und nicht schnittfest stehen.
Heißer Fond hält den Garprozess des Reises gleichmäßiger, wenn er portionsweise zugegeben wird, und unterstützt die cremige Konsistenz.
Aus unserer Küche
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