Süße Teiggebäcke Nüsse und Samen Weizen Wurzeln und Knollen Frittieren Kochen in Flüssigkeit Vegan Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich) Feierlicher Anlass

Pettole dolci

Süße Hefefrittellen aus Apulien

Pettole dolci sind kleine süße Hefefrittellen aus einem weichen Kartoffel-Hefeteig. Sie werden portionsweise in Erdnussöl ausgebacken, noch warm in feinem Zucker gewendet und außen knusprig sowie innen luftig und weich serviert.

Zum Rezept
Pettole dolci
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 55 Min.
Menge Pettole dolci
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die gekochte Kartoffel unterstützt eine lockere, weiche Krume.
  • Der sehr weiche Teig entwickelt beim Gehen Luftblasen und wird dadurch luftig.
  • Das portionsweise Frittieren bei 170–175 °C sorgt für eine goldbraune, knusprige Außenseite.
  • Das Wenden im Zucker direkt nach dem Abtropfen lässt den Zucker gut haften, während die Pettole warm bleiben.

Pettole dolci gelingen mit wenigen Zutaten und einem sehr weichen, klebrigen Hefeteig. Gekochte Kartoffel macht die Frittellen besonders locker. Nach dem Gehen wird der Teig löffelweise in heißes Öl gegeben, goldbraun ausgebacken und sofort in Zucker gewendet.

Außen goldbraun und knusprig, innen luftig, weich und leicht elastisch. Der feine Zucker bildet eine süße, trockene Hülle und ergänzt den milden Hefeteig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und Pettole frittieren

  1. Kartoffeln vorbereiten

    Die Kartoffeln ungeschält in Wasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und vollständig abkühlen lassen. Anschließend fein durch eine Kartoffelpresse drücken.

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sollen vollständig weich sein und sich leicht durch die Presse drücken lassen.

    • Die Kartoffeln erst nach dem Auskühlen wiegen, da die Rezeptmenge als gekochtes und ausgekühltes Gewicht angegeben ist.

    Wichtig: Beim Abgießen und Pellen auf heißen Dampf und die heiße Kochflüssigkeit achten.

  2. Hefe anrühren

    Die Hefe und den Zucker für den Teig in etwa 100 ml des lauwarmen Wassers auflösen und 5 Minuten stehen lassen. Das Wasser darf nicht heiß sein.

    5 Minuten 35 °C

    Daran erkennst du es: Die Hefe ist vollständig aufgelöst; die Mischung kann leicht schaumig wirken.

    • Nicht heißes Wasser verwenden, damit die Hefe nicht beeinträchtigt wird.
  3. Teig schlagen

    Mehl und Kartoffel in eine große Schüssel geben. Die Hefemischung und nach und nach das restliche Wasser hinzufügen. Das Salz am Rand einarbeiten und den Teig 10–15 Minuten kräftig mit der Hand oder dem Knethaken schlagen. Er soll glatt, sehr weich und klebrig sein.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, sehr weich und klebrig.

    • Das Wasser nach und nach zugeben, damit die Konsistenz beobachtet werden kann.
    • Das Salz nicht direkt auf die Hefemischung geben, sondern am Schüsselrand einarbeiten.
  4. Teig gehen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen. Er ist bereit, wenn sich deutlich Luftblasen gebildet haben und sein Volumen ungefähr auf das Doppelte zugenommen hat.

    2 Stunden 20 °C

    Daran erkennst du es: Deutlich sichtbare Luftblasen und ungefähr verdoppeltes Volumen.

    • Die tatsächliche Gehzeit kann je nach Raumtemperatur variieren; die Blasen und das Volumen sind die entscheidenden Merkmale.
  5. Öl und Zucker vorbereiten

    Das Erdnussöl in einem hohen Topf auf 170–175 °C erhitzen. Den feinen Zucker zum späteren Wenden in eine flache Schale geben. Eine kleine Schüssel mit Wasser und zwei Esslöffel zum Abstechen bereitstellen.

    172.5 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl hat die Zieltemperatur erreicht und der Zucker steht zum Wenden bereit.

    • Während das Öl erhitzt, können Zucker, Wasser und Löffel bereitgestellt werden.

    Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und den Topf nicht überfüllen.

  6. Teig portionsweise ins Öl geben

    Einen Löffel ins Wasser tauchen, eine Portion von etwa 25–30 g Teig abstechen und mit dem zweiten Löffel vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen. Immer nur wenige Pettole gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur nicht zu stark fällt.

    172.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Teigportionen schwimmen im Öl und können sich frei bewegen, ohne den Topf zu überfüllen.

    • Die Löffel vor jeder Portion befeuchten, damit der klebrige Teig leichter abgeht.

    Wichtig: Den Teig vorsichtig ins Öl gleiten lassen, um Spritzer und Verbrennungen zu vermeiden.

  7. Goldbraun frittieren

    Die Pettole etwa 2–3 Minuten frittieren und dabei wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Mit dem Schaumlöffel herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das portionsweise Frittieren dauert insgesamt etwa 20 Minuten.

    20 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Pettole sind rundum goldbraun und wirken aufgegangen.

    • Zwischen den Chargen kurz prüfen, ob die Öltemperatur wieder im Zielbereich liegt.

    Wichtig: Mit dem Schaumlöffel arbeiten und überschüssiges Öl vollständig abtropfen lassen.

  8. In Zucker wenden und servieren

    Die noch warmen Pettole im feinen Zucker wenden und sofort servieren. So bleibt die Außenseite knusprig und die Mitte angenehm weich.

    Daran erkennst du es: Die Pettole sind gleichmäßig mit Zucker überzogen und noch warm.

    • Die Pettole portionsweise wenden, solange sie noch warm sind, damit der Zucker gut haftet.

    Wichtig: Die frisch frittierten Pettole vor dem Servieren kurz abkühlen lassen, da das Innere sehr heiß sein kann.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die richtige Teigkonsistenz: Der Teig ist absichtlich sehr weich und klebrig. Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten, da die Pettole sonst dichter werden können.
  • Öltemperatur kontrollieren: Wenige Pettole gleichzeitig frittieren und die Temperatur zwischen den Chargen beobachten. Zu stark abgekühltes Öl kann zu fettigen Pettole führen.

Zutatenwissen

Kartoffelmenge ist gekocht gewogen

Die 150 g beziehen sich auf die gekochten und ausgekühlten Kartoffeln, nicht auf das rohe Ausgangsgewicht.

Zucker getrennt verwenden

Die kleine Menge Zucker wird in der Hefemischung verwendet. Der größere Anteil ist ausschließlich zum Wenden der fertigen Pettole bestimmt.

Erdnussöl beachten

Erdnussöl ist eine Erdnusszutat und sollte bei entsprechender Allergie nicht ohne geeignete Prüfung ersetzt oder verwendet werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pettole werden kompakt und wenig luftig.

Die angegebene weiche, klebrige Konsistenz beibehalten und den Teig bis zu sichtbaren Luftblasen und ungefährer Volumenverdoppelung gehen lassen.

Den Teig nicht weiter verdichten; falls er noch nicht frittiert ist, ihm mehr Zeit zum Gehen geben.

Die Pettole wirken fettig und schwer.

Die Öltemperatur bei 170–175 °C halten und immer nur wenige Pettole gleichzeitig frittieren.

Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Öl wieder im Zielbereich ist, und die fertigen Pettole gut abtropfen lassen.

Die Pettole sind außen zu dunkel und innen noch nicht ausreichend gegart.

Die Portionen auf etwa 25–30 g begrenzen und die Öltemperatur mit dem Thermometer kontrollieren.

Die Öltemperatur reduzieren und kleinere Portionen verwenden; bereits zu dunkle Stücke nicht weiter ausbacken.

Varianten

Kleinere, knusprigere Pettole

Den Teig in etwas kleinere Portionen als die Richtmenge von 25–30 g abstechen. Dadurch wird der Anteil der knusprigen Außenseite größer.

Größere, weichere Pettole

Den Teig in etwas größere Portionen abstechen. So bleibt im Verhältnis mehr weiche Mitte erhalten.

Servieren und kombinieren

  • Warm und gezuckert servieren: Die frisch frittierten Pettole noch warm in feinem Zucker wenden und sofort servieren. So sind sie außen besonders knusprig und innen angenehm weich.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Zur Gefrierqualität und zum Auftauen enthält der Ausgangstext keine belastbare Angabe.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Erdnüsse: enthält · Das Rezept verwendet Erdnussöl zum Frittieren.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Öl: Das Öl nicht unbeaufsichtigt lassen, den Topf nicht überfüllen und die Teigportionen vorsichtig ins Öl gleiten lassen, um Spritzer und Verbrennungen zu vermeiden.
  • Heiße Pettole: Die frisch frittierten Pettole vor dem Verzehr kurz abkühlen lassen, da Öl und Teiginneres sehr heiß sein können.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welches Mehl eignet sich für Pettole dolci?

Im Rezept sind Weizenmehl Type 00 oder Type 405 vorgesehen.

Woran erkenne ich, dass der Teig bereit zum Frittieren ist?

Der Teig sollte deutlich sichtbare Luftblasen haben und sein Volumen ungefähr verdoppelt haben.

Welche Temperatur sollte das Frittieröl haben?

Das Erdnussöl sollte im Bereich von 170–175 °C liegen. Die Temperatur zwischen den Chargen kontrollieren.

Wann werden die Pettole gezuckert?

Direkt nach dem Abtropfen und noch warm, damit der feine Zucker gut haftet.

Aus unserer Küche

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