Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform Milchprodukte Weizen Backen

Pastiera Napoletana

Kuchen aus Kampanien

Kampanische Pastiera mit mürbem Teig, cremiger Füllung aus Ricotta und gekochtem Weizen, Zitronat und Orangenblütenwasser sowie dem charakteristischen Gitter aus sieben Teigstreifen.

Zum Rezept
Pastiera Napoletana: Ricotta, Weizen und Orangenblüte
Vorbereitung 60 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 25 Stunden
Gesamtzeit ca. 27 Stunden
Menge Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der gekochte Weizen sorgt für die typische leicht strukturierte Füllung und hält sie saftig.
  • Ricotta, Eier und Zucker verbinden sich beim Backen zu einer cremigen, schnittfesten Masse.
  • Zitrusschalen, Zitronat und Orangenblütenwasser verleihen der Füllung Frische und ein charakteristisches blumiges Aroma.
  • Das Gitter aus sieben Teigstreifen hält die Füllung zusammen und prägt das Aussehen der Pastiera.

Die Pastiera Napoletana verbindet einen zarten Mürbteig mit einer saftigen, leicht körnigen Füllung aus Schafsricotta und gekochtem Weizen. Zitronat, Zitrusschalen und Orangenblütenwasser geben ihr ein vielschichtiges Aroma. Nach dem Backen sollte die Pastiera vollständig abkühlen und mindestens 24 Stunden durchziehen.

Die Pastiera schmeckt cremig und saftig, mit leicht körnigem Weizen, zartem Mürbteig und feinen Noten von Zitrus, Honig und Orangenblüte. Nach der Reifezeit ist die Füllung aromatisch gesetzt und lässt sich sauber schneiden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ricotta und Zucker verrühren

    Die Ricotta gut abtropfen lassen, mit dem Zucker glatt verrühren, abdecken und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

    60 Minuten
    • Das Abtropfen verhindert, dass die Füllung zu weich wird.
  2. Mürbteig herstellen

    Mehl, Schweineschmalz, Butter, Zucker und Salz rasch zu einer krümeligen Masse verkneten. Honig, Ei, Milch sowie die fein abgeriebene Zitronen- und Orangenschale einarbeiten, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht länger kneten als nötig. Den Teig flach drücken, abdecken und 1 Stunde kalt stellen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und kompakt, aber nicht warm oder schmierig.

    • Nur so lange kneten, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
  3. Weizencreme kochen

    Gekochten Weizen, Milch, Butter, die breiten Zitrusschalen und Salz in einen Topf geben. Bei niedriger bis mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 10–15 Minuten erwärmen, bis die Mischung cremig wird. Die Zitrusschalen entfernen und die Weizencreme vollständig abkühlen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist cremig, während die Weizenkörner noch leicht strukturiert bleiben.

    • Während des Erwärmens häufig rühren, damit die Milch nicht ansetzt.
  4. Füllung mischen

    Die gekühlte Ricottamischung mit Honig, Eiern, Eigelb, Milch, Zitronat und Orangenblütenwasser verrühren. Die vollständig abgekühlte Weizencreme unterheben. Die Füllung soll glatt, aber durch den Weizen noch leicht strukturiert sein.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Füllung ist gleichmäßig vermischt und bleibt durch den Weizen leicht strukturiert.

    • Die Weizencreme erst vollständig abkühlen lassen, bevor sie mit den Eiern vermischt wird.
  5. Form auslegen

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Etwa zwei Drittel des Mürbteigs 3 mm dünn ausrollen und die 20-cm-Form damit auskleiden. Einen gleichmäßigen Rand hochziehen, den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und den übrigen Teig für die Streifen zurücklegen.

    15 Minuten 180 °C
    • Den Teig nicht zu dünn an den Rand drücken, damit die Füllung sicher gehalten wird.
  6. Pastiera zusammensetzen

    Die Füllung in den Teigboden geben und die Oberfläche glatt streichen. Den restlichen Teig ausrollen und sieben Streifen von etwa 1–2 cm Breite schneiden. Vier Streifen in eine Richtung und drei Streifen quer darüberlegen, sodass ein offenes Gitter entsteht. Überstehende Teigstücke abschneiden.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gitter liegt gleichmäßig auf der Füllung und lässt offene Zwischenräume frei.

    • Die Streifen vorsichtig auflegen, damit die weiche Füllung nicht verschoben wird.
  7. Backen

    Die Pastiera auf der unteren Schiene 50–55 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn der Teigrand goldbraun ist und die Füllung in der Mitte nur noch leicht wackelt. Bei starker Bräunung die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken.

    55 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun, die Mitte bewegt sich beim vorsichtigen Rütteln nur noch leicht.

    • Die Pastiera nicht zu dunkel backen; die Mitte darf am Ende noch leicht wackeln.

    Wichtig: Beim Abdecken mit Backpapier vorsichtig arbeiten und das Papier nicht direkt an die Heizstäbe bringen.

  8. Abkühlen und reifen lassen

    Die Pastiera vollständig in der Form abkühlen lassen. Anschließend mindestens 24 Stunden ruhen lassen, damit sich Füllung und Aromen setzen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Die Ricotta ruhen lassen, den Teig kühlen und die Weizencreme abkühlen können teilweise parallel erfolgen.

    24 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Pastiera ist vollständig abgekühlt, gesetzt und lässt sich sauber schneiden.

    • Für das beste Aroma die Pastiera erst am Folgetag anschneiden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Reifezeit einplanen: Die mindestens 24-stündige Reifezeit nach dem vollständigen Abkühlen ist ein wesentlicher Teil des Rezepts. Dadurch setzt sich die Füllung und das Aroma wird runder.
  • Ruhephasen parallel nutzen: Ricotta und Teig können während anderer Vorbereitungen ruhen. Auch die Weizencreme kann abkühlen, während die Form vorbereitet wird.
  • Gitter aus sieben Streifen: Das charakteristische Muster besteht aus vier Streifen in einer Richtung und drei quer darüber.
  • Struktur der Füllung: Die Füllung soll glatt vermischt sein, aber durch die gekochten Weizenkörner eine leicht erkennbare Struktur behalten.

Zutatenwissen

Gekochter Weizen für Pastiera

Gekochter Weizen ist meist im italienischen Feinkosthandel, in gut sortierten Supermärkten oder im Backzutatenregal erhältlich. Weich gekochter Weizen aus dem Glas kann verwendet werden; die Füllung wird dadurch meist etwas weniger dicht.

Orangenblütenwasser

Orangenblütenwasser findet sich häufig bei mediterranen Backzutaten, in italienischen Feinkostläden oder türkischen Lebensmittelgeschäften. Es prägt das blumige Aroma der Pastiera.

Zitronat

Kandierte Zitronenschale gibt es in der Backabteilung, im italienischen Lebensmittelhandel oder beim Feinkosthändler. Fein gewürfelt verteilt sie sich gleichmäßig in der Füllung.

Sinnvolle Alternativen

weich gekochter Weizen aus dem Glas

Die Füllung wird meist etwas weniger dicht.

Den Weizen gut abtropfen lassen und wie den gekochten Pastiera-Weizen in der Weizencreme verwenden.

fein abgeriebene Orangenschale

Das Aroma wird zitrischer und weniger blumig.

Die Orangenschale zusammen mit der Ricottafüllung einrühren.

fein gewürfelte kandierte Orangenschale

Die Füllung wird etwas süßer und orangiger.

Die kandierte Orangenschale fein würfeln und anstelle des Zitronats unter die Füllung mischen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Füllung bleibt nach dem Backen sehr weich oder läuft beim Schneiden.

Ricotta gut abtropfen lassen und die Weizencreme vollständig abkühlen lassen, bevor alles vermischt wird.

Die Pastiera vollständig abkühlen und mindestens 24 Stunden reifen lassen; die Struktur wird dabei fester.

Der Mürbteig wird fest oder schrumpft stark.

Nur so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht, anschließend flach drücken und kalt stellen.

Den Teig erneut kühlen und beim Ausrollen nicht weiter durchkneten.

Die Oberfläche wird zu dunkel, bevor die Füllung fertig ist.

Auf der unteren Schiene backen und die Pastiera bei starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.

Die Oberfläche locker abdecken und weiterbacken, bis die Mitte nur noch leicht wackelt.

Die Teigstreifen sinken in die Füllung oder reißen.

Die Oberfläche glatt streichen und die Streifen vorsichtig auflegen; bei Bedarf den restlichen Teig kurz kühlen.

Risse vorsichtig zusammendrücken und die Streifen vor dem Backen neu ausrichten.

Varianten

Mit kandierter Orangenschale

Eine orangigere Variante mit kandierter Orangenschale anstelle des Zitronats.

Zitrisch statt blumig

Eine Variante ohne Orangenblütenwasser mit stärkerem Orangenschalenaroma.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker: Die vollständig gereifte Pastiera kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden.
  • Aromen entfalten lassen: Die Pastiera vor dem Anschneiden aus dem Kühlschrank nehmen und nicht eiskalt servieren, damit Ricotta, Zitrus und Orangenblüte deutlicher zur Geltung kommen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Pastiera muss nach dem vollständigen Abkühlen mindestens 24 Stunden reifen. Sie eignet sich daher ausdrücklich zur Vorbereitung am Vortag.

Einfrieren

Für das Einfrieren liegen in der Rezeptgrundlage keine Angaben vor; wegen der Ricottafüllung sollte die Qualität nach dem Auftauen nicht vorausgesetzt werden.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten (Weizen): enthält · Weizenmehl und Weizen sind Bestandteil des Rezepts.
  • Milch: enthält · Butter, Milch und Ricotta sind enthalten.
  • Ei: enthält · Ei, Eier und Eigelb werden für Teig und Füllung verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum muss die Pastiera 24 Stunden reifen?

Beim Ruhen setzt sich die Ricotta-Weizen-Füllung und die Aromen von Zitrus und Orangenblüte verbinden sich. Dadurch lässt sich die Pastiera sauberer schneiden und schmeckt runder.

Was kann ich verwenden, wenn ich gekochten Pastiera-Weizen nicht finde?

Als Alternative eignet sich weich gekochter Weizen aus dem Glas. Die Füllung wird dadurch meist etwas weniger dicht.

Kann ich Orangenblütenwasser ersetzen?

Ja. Verwende 1 TL fein abgeriebene Orangenschale. Das Aroma wird dadurch zitrischer und weniger blumig.

Kann ich Zitronat ersetzen?

Fein gewürfelte kandierte Orangenschale eignet sich als Ersatz. Die Füllung wird dadurch etwas süßer und orangiger.

Aus unserer Küche

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