Was sind Cucunci?
Cucunci sind eingelegte Früchte des Kapernstrauchs. Sie sind größer und knackiger als Kapern und werden meist in Salzlake oder Essig angeboten. Vor der Verwendung abspülen und die Stiele entfernen.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?Sizilianische Inselküche
Sizilianische Pasta mit Spaghetti, salzigen Cucunci, Sardellen, Aubergine, Datterini-Tomaten, Friggitelli und Oliven. Ein kräftiger Gemüse-Sugo verbindet süße, herzhafte und salzige Aromen.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pasta alla cucunciata bringt die Aromen von Salina und den Äolischen Inseln in einen kräftigen sizilianischen Sugo. Geröstete Friggitelli, goldbraune Aubergine und saftige Datterini treffen auf eine cremige Paste aus Cucunci, Sardellen und Olivenöl. Spaghetti werden direkt in der Sauce geschwenkt und mit Pecorino und Basilikum vollendet.
Kräftig, mediterran und ausgewogen salzig: weiche Tomaten und Aubergine treffen auf leicht knackige Cucunci, süßlich geröstete Friggitelli, würzige Sardellen und einen frischen Basilikumduft. Der Pecorino sorgt für eine herzhafte, cremige Note.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Friggitelli waschen, auf das mit Backpapier belegte Blech legen und 25 Minuten rösten, nach der Hälfte der Zeit wenden. Anschließend 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Danach die Schoten häuten, Stiele und Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden.
Daran erkennst du es: Die Schoten sind weich, stellenweise gebräunt und lassen sich nach dem Ruhen häuten.
Wichtig: Das Backblech und die gerösteten Schoten sind sehr heiß.
Die Aubergine in kleine Würfel schneiden, im Sieb mit dem groben Salz vermengen und mit einem Teller beschweren. 30 Minuten ruhen lassen. Danach kurz abspülen und gründlich trocken tupfen. Während dieser Ruhezeit können die Friggitelli weiter abkühlen und vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Auberginenwürfel wirken leicht entwässert und sind nach dem Abspülen trocken getupft.
Die Cucunci abspülen und von den Stielen befreien. Mit den Sardellenfilets und 45 ml des Olivenöls zu einer groben, cremigen Paste pürieren. Das restliche Olivenöl für die Pfanne zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Die Paste ist grob cremig und enthält noch etwas Struktur.
Die Datterini halbieren. Das übrige Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen, die Knoblauchzehe darin bei mittlerer Hitze kurz aromatisieren und die Auberginenwürfel 8 bis 10 Minuten goldbraun braten. Die Tomaten zugeben und 12 bis 15 Minuten schmoren, bis sie weich sind und Saft abgegeben haben. Während der Sugo gart, das Nudelwasser aufsetzen.
Daran erkennst du es: Die Aubergine ist goldbraun, die Tomaten sind weich und haben einen saftigen Sugo gebildet.
Wichtig: Beim Erhitzen des Öls Spritzer vermeiden und die Pfanne nicht unbeaufsichtigt lassen.
Friggitelli und Oliven unterheben und 3 Minuten mitgaren. Den Knoblauch entfernen, die Cucunci-Sardellen-Paste einrühren und den Sugo mit dem Pfeffer abschmecken. Mit Salz vorsichtig umgehen, da Cucunci, Sardellen und Oliven bereits salzig sind.
Daran erkennst du es: Friggitelli und Oliven sind erwärmt, ohne ihre Struktur vollständig zu verlieren, und die Paste ist gleichmäßig im Sugo verteilt.
Das Wasser mit dem feinen Salz zum Kochen bringen und die Spaghetti nach Packungsangabe knapp al dente garen. Etwa 200 ml Kochwasser abschöpfen. Die Spaghetti abgießen, direkt in die Pfanne geben und 2 Minuten im Sugo schwenken. Bei Bedarf etwas Kochwasser ergänzen, bis die Sauce die Pasta gut umhüllt.
Daran erkennst du es: Die Spaghetti sind knapp al dente und von einer gebundenen, nicht trockenen Sauce umhüllt.
Wichtig: Kochendes Wasser und heißer Dampf können Verbrühungen verursachen.
Die Pfanne vom Herd nehmen. Pecorino und die Hälfte des Basilikums unterheben, bis die Sauce die Pasta bindet. Mit dem restlichen Basilikum bestreuen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Der Pecorino ist eingearbeitet und die Sauce haftet cremig an den Spaghetti.
Gut zu wissen
Cucunci sind eingelegte Früchte des Kapernstrauchs. Sie sind größer und knackiger als Kapern und werden meist in Salzlake oder Essig angeboten. Vor der Verwendung abspülen und die Stiele entfernen.
Die Sauce schmeckt kleiner, weicher und direkter salzig; der typische knackige Biss der Cucunci fehlt.
Die Cucunci durch 45 g gründlich abgespülte Kapern ersetzen und diese wie die Cucunci mit den Sardellen und dem Olivenöl zu einer groben Paste pürieren. Anschließend besonders vorsichtig abschmecken.
Die Aubergine nach dem Abspülen sorgfältig trocknen und in einer großen Pfanne mit ausreichend Platz braten.
Die Aubergine bei etwas höherer Hitze kurz weiterbraten, bis überschüssige Flüssigkeit verdampft ist.
Erst nach dem Einrühren der Paste abschmecken und nur sparsam zusätzlich salzen.
Mit ungesalzener Pasta und etwas Kochwasser strecken; keinen zusätzlichen Käse einarbeiten, wenn die Sauce bereits sehr salzig ist.
Die Pfanne vor dem Einrühren des Käses vom Herd nehmen und bei Bedarf wenig Kochwasser ergänzen.
Mit kleinen Mengen Kochwasser kräftig schwenken, bis sich die Sauce wieder verbindet.
Cucunci durch abgespülte Kapern ersetzen, wenn die kleineren und weicheren Kapern leichter erhältlich sind.
Für gekochte Pasta mit gebundener Käsesauce liegen in der vorliegenden Rezeptgrundlage keine geprüften Einfrier- und Auftauhinweise vor.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …