Brote Weizen Backen Fermentieren Vegan

Pane di Lariano

Rustikaler italienischer Weizensauerteig-Laib aus dem Latium mit Type-1- und Type-00-Mehl, doppelter Teigführung und kräftiger Kruste aus dem gusseisernen Topf.

Zum Rezept
Pane di Lariano: rustikaler Brotlaib aus dem Latium
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 45 Min.
Gesamtzeit ca. 5 Std. 15 Min.
Menge 1 Laib
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Fermentieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kombination aus aktivem Weizensauerteig und wenig frischer Hefe verbindet aromatische Teigentwicklung mit zuverlässigem Trieb.
  • Die doppelte Gehzeit gibt dem Teig Zeit, Struktur und ein kräftiges Brot aroma zu entwickeln.
  • Das Backen im vorgeheizten gusseisernen Topf hält anfangs Dampf am Teig und unterstützt eine ausgeprägte Kruste.
  • Die Mischung aus Type-1- und Type-00-Mehl sorgt für einen rustikalen, aber dennoch gut formbaren Weizenteig.

Pane di Lariano ist ein kräftiger Brotlaib aus dem Latium, der mit Lariano in den Castelli Romani verbunden wird. Diese alltagstaugliche Hausversion kombiniert Weizenmehl Type 1 und Type 00 mit aktivem Weizensauerteig und wenig frischer Hefe. Durch die doppelte Teigführung entwickelt der Laib ein herzhaftes Aroma, eine dunkle Krume und eine kräftige Kruste.

Außen kräftig gebräunt und knusprig, innen elastisch mit dunkler, aromatischer Krume und einem herzhaften, leicht säuerlichen Weizenaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teigführung

  1. Teig mischen und ruhen lassen

    350 g Type-1-Mehl, 150 g Type-00-Mehl, 290 ml Wasser, den aktiven Weizensauerteig und die frische Hefe in die große Rührschüssel geben. Vermischen, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.

    • Das Wasser für diesen Schritt aus der Gesamtmenge von 320 ml entnehmen.
  2. Salzwasser einarbeiten und kneten

    Das Salz in den restlichen 30 ml Wasser auflösen. Nach und nach in den Teig einarbeiten und anschließend 8–10 Minuten kneten, bis der Teig elastisch und weich ist. Er darf leicht kleben, soll aber zusammenhalten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist elastisch, weich und hält zusammen.

    • Das Salzwasser portionsweise einarbeiten, damit der Teig geschmeidig bleibt.
  3. Erste Gehzeit

    Den Teig zu einer Kugel formen, die Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 90 Minuten gehen lassen. Nach 45 Minuten den Teig einmal von allen Seiten zur Mitte ziehen und wieder abdecken.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und zeigt mehr Spannung.

    • Den Teig beim Dehnen und Falten nicht vollständig entgasen.
  4. Laib formen

    Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Die Ränder zur Mitte falten, den Laib umdrehen und mit beiden Händen rundwirken. Mit dem Schluss nach oben in die gut bemehlte, mit einem Tuch ausgelegte Schüssel setzen.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gespannt und der Laib hält seine runde Form.

    • Nur wenig zusätzliches Mehl verwenden, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  5. Zweite Gehzeit

    Den Laib abdecken und 60–90 Minuten gehen lassen. Er ist bereit, wenn eine vorsichtig eingedrückte Stelle langsam zurückfedert.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Eine eingedrückte Stelle federt langsam zurück.

    • Die Gehzeit kann je nach Raumtemperatur variieren.

Backen und Auskühlen

  1. Topf und Ofen vorheizen

    Während der zweiten Gehzeit den gusseisernen Topf mit Deckel auf der untersten Schiene in den Backofen stellen und den Ofen mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    45 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Topf und Ofen sind vollständig durchgeheizt.

    • Das Vorheizen läuft parallel zur zweiten Gehzeit.

    Wichtig: Den heißen Topf nur mit geeignetem Hitzeschutz anfassen.

  2. Einschneiden und mit Deckel backen

    Den Laib vorsichtig auf Backpapier stürzen und mit dem scharfen Messer einmal längs oder kreuzweise einschneiden. In den heißen Topf setzen, den Deckel auflegen und 20 Minuten bei 240 °C backen.

    20 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Der Laib ist aufgegangen und die Oberfläche beginnt fest zu werden.

    • Den Topf zügig schließen, damit die gespeicherte Hitze und Feuchtigkeit erhalten bleiben.

    Wichtig: Beim Öffnen des heißen Topfes auf austretenden Dampf achten.

  3. Ohne Deckel fertig backen

    Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und den Laib weitere 30–35 Minuten backen. Die Kruste soll kräftig gebräunt sein.

    35 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und fest.

    • Bei stärkerer Bräunung den Laib gegen Ende beobachten, ohne die Backzeit unnötig zu verkürzen.

    Wichtig: Topf und Deckel bleiben sehr heiß und benötigen Hitzeschutz.

  4. Laib auskühlen lassen

    Den fertigen Laib aus dem Topf nehmen und mindestens 60 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor du ihn anschneidest.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Laib ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.

    • Das vollständige Auskühlen stabilisiert die Krume.

    Wichtig: Den Laib erst anschneiden, wenn der Dampf weitgehend entwichen ist, damit die Krume nicht klebrig wirkt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Parallel arbeiten: Das Vorheizen von Backofen und gusseisernem Topf erfolgt während der zweiten Gehzeit und verlängert die Gesamtzeit daher nicht vollständig zusätzlich.
  • Vor dem Anschneiden auskühlen: Die mindestens 60-minütige Abkühlzeit ist Teil des Rezepts. Wird der Laib zu früh angeschnitten, kann die Krume noch feucht oder klebrig wirken.

Zutatenwissen

Mehl Type 1 oder semi-integrale

Dieses etwas weniger stark ausgemahlene Weizenmehl ist laut Ausgangstext in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Bioläden oder direkt bei Mühlen erhältlich. Weizenmehl Type 1050 ist als Alternative genannt; die Krume wird damit etwas heller und das Aroma milder.

Aktivität des Sauerteigs

Der Weizensauerteig sollte sichtbar aktiv sein und nach dem Auffrischen deutlich aufgegangen sein. Als Bezugsquelle werden handwerkliche Bäckereien oder Mühlenläden genannt.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 1050

Die Krume wird etwas heller und das Aroma milder.

Das Type-1-Mehl beziehungsweise semi-integrale Mehl vollständig durch 350 g Weizenmehl Type 1050 ersetzen. Die übrigen Zutaten und Schritte unverändert verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig geht nur wenig auf und der Laib bleibt kompakt.

Nur einen backfähigen, deutlich aufgegangenen aktiven Weizensauerteig verwenden.

Die Gehzeit bei Zimmertemperatur verlängern, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist; die Backzeit nicht allein durch eine höhere Temperatur erzwingen.

Der Laib entwickelt wenig Ofentrieb und eine schwache Kruste.

Den gusseisernen Topf mit Deckel mindestens 45 Minuten bei 250 °C vorheizen.

Nicht möglich, wenn der Laib bereits vollständig ausgebacken ist; beim nächsten Durchgang die Vorheizzeit einhalten.

Die Krume wirkt klebrig oder lässt sich nicht sauber schneiden.

Den Laib mindestens 60 Minuten auf dem Gitter auskühlen lassen.

Die restliche Abkühlzeit abwarten und erst danach erneut schneiden.

Servieren und kombinieren

  • Pur genießen: Den ausgekühlten Laib in kräftige Scheiben schneiden und pur probieren, damit Kruste, Krume und Sauerteigaroma zur Geltung kommen.
  • Als Bruschetta: Das Brot in Scheiben schneiden, rösten und als Grundlage für Bruschetta verwenden.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Im Ausgangstext liegen keine Angaben zur Gefrierqualität oder zum Auftauen vor.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl und Weizensauerteig.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich das Type-1-Mehl ersetzen?

Ja. Laut Ausgangstext eignet sich Weizenmehl Type 1050 als Alternative. Die Krume wird damit etwas heller und das Aroma milder.

Woran erkenne ich aktiven Weizensauerteig?

Er sollte sichtbar aktiv sein und nach dem Auffrischen deutlich aufgegangen sein. Als Bezugsquellen werden handwerkliche Bäckereien und Mühlenläden genannt.

Wann ist die zweite Gehzeit beendet?

Der Laib ist bereit, wenn eine vorsichtig eingedrückte Stelle langsam zurückfedert.

Warum muss das Brot vor dem Anschneiden auskühlen?

Die mindestens 60-minütige Abkühlzeit stabilisiert die Krume und verhindert, dass sie beim Anschneiden noch feucht oder klebrig wirkt.

Aus unserer Küche

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