Weizenmehl Tipo 0
Tipo 0 ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und bei spezialisierten Mehlhändlern erhältlich. Weizenmehl Type 550 kann als Ersatz dienen; der Teig kann damit etwas weniger elastisch werden.
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Passwort vergessen?Italienweit verbreitetes Hausbrot
Rustikales italienisches Hausbrot mit kräftiger Kruste, lockerer Krume und aromatischem Vorteig.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pane casereccio ist ein rustikaler italienischer Brotlaib mit kräftiger, gut gebräunter Kruste und lockerer, aromatischer Krume. Ein kleiner Vorteig, die Mischung aus Weizenmehl Tipo 0 und Tipo 1 sowie Dampf während der ersten Backphase geben dem Brot Tiefe und eine markante Kruste. Die Rezeptur ist als einfache Hausvariante ohne geschützte Herkunftsbezeichnung ausgelegt.
Außen kräftig gebräunt, trocken und knusprig; innen locker, elastisch und aromatisch mit leicht nussigen Getreidenoten.
Schritt für Schritt
100 g Tipo-0-Mehl, 100 ml zimmerwarmes Wasser und die frische Hefe in einer Schüssel verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Abdecken und 8–12 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Der Vorteig ist bereit, wenn sich Bläschen gebildet haben und er leicht aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Bläschen und ein leicht aufgegangener Vorteig
Den Vorteig mit 250 g Tipo-0-Mehl, 150 g Tipo-1-Mehl und 250 ml zimmerwarmem Wasser mischen. Den groben Teig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig befeuchtet und der Teig wirkt grob verbunden.
Das Salz einarbeiten und den Teig von Hand etwa 8–10 Minuten kneten, bis er glatter und elastischer wird. Alternativ in der Küchenmaschine mit Knethaken zunächst 5 Minuten auf niedriger und anschließend 3–4 Minuten auf mittlerer Stufe kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatter und elastischer.
Den Teig in eine leicht bemehlte Schüssel legen, abdecken und 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Danach den Teig von außen zur Mitte falten, die Schüssel drehen und den Vorgang rundum wiederholen.
Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit lässt sich der Teig rundum zur Mitte falten.
Den Teig weitere 45 Minuten abgedeckt gehen lassen. Er muss sich sichtbar vergrößern, aber nicht zwingend verdoppeln.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich sichtbar vergrößert.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Die Ränder zur Mitte ziehen, den Teig umdrehen und mit kreisenden Bewegungen zu einem straffen runden Laib formen. Mit der Naht nach oben in ein bemehltes, mit einem Tuch ausgelegtes Gärkörbchen oder eine Schüssel legen. Abdecken und 1,5–2 Stunden gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der geformte Laib ist sichtbar aufgegangen und hält seine runde Form.
Einen Backofen mit Ober- und Unterhitze auf 240 °C vorheizen. Ein leeres hitzefestes Metallgefäß auf den Boden des Ofens stellen. Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
Daran erkennst du es: Der Ofen hat 240 °C erreicht.
Wichtig: Das leere Metallgefäß und später das kochende Wasser werden sehr heiß.
Den Laib vorsichtig auf das vorbereitete Backblech stürzen und mit einem scharfen Messer einmal längs oder kreuzweise etwa 1 cm tief einschneiden.
Daran erkennst du es: Der Laib liegt stabil auf dem Backblech und der Schnitt ist sauber geöffnet.
Wichtig: Beim Einschneiden die Hände von der Schneide wegführen.
Das Blech in den Ofen schieben und 100 ml kochendes Wasser in das vorgeheizte Metallgefäß gießen. Die Ofentür sofort schließen und den Laib 15 Minuten bei 240 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Kruste beginnt sichtbar fest zu werden und leicht Farbe anzunehmen.
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers entsteht sofort heißer Dampf. Hände und Gesicht fernhalten und die Ofentür unmittelbar schließen.
Das Metallgefäß vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und das Brot weitere 25–30 Minuten backen. Der Laib ist fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt.
Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Kruste und beim Klopfen hohl klingende Unterseite.
Wichtig: Das Metallgefäß bleibt sehr heiß und kann noch Wasser oder heißen Dampf enthalten.
Das Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Tipo 0 ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und bei spezialisierten Mehlhändlern erhältlich. Weizenmehl Type 550 kann als Ersatz dienen; der Teig kann damit etwas weniger elastisch werden.
Tipo 1 ist in italienischen Lebensmittelgeschäften und im gut sortierten Onlinehandel erhältlich. Deutsches Weizenmehl Type 812 ist eine passende Alternative; die Krume fällt dann etwas weniger nussig aus.
Der Teig kann etwas weniger elastisch werden.
Tipo 0 in Vorteig, Hauptteig und zum Bestäuben durch Weizenmehl Type 550 ersetzen.
Die Krume kann etwas weniger nussig ausfallen.
Tipo 1 im Hauptteig durch Weizenmehl Type 812 ersetzen.
Den Vorteig 8–12 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen und auf Bläschen sowie leichtes Aufgehen achten.
Den Vorteig weiter stehen lassen, bis die beschriebenen Reifezeichen sichtbar sind.
Nur so viel Mehl verwenden, dass der Teig handhabbar bleibt; das Bestäubungsmehl aus der vorhandenen Mehlmenge sparsam einsetzen.
Den Teig nicht weiter mit Mehl anreichern und die vorgesehenen Gehzeiten einhalten.
Die sichtbare Volumenzunahme während der Hauptgare und Stückgare beachten, statt nur nach der Uhr zu arbeiten.
Wenn der Laib noch nicht im Ofen ist, die Stückgare vorsichtig verlängern.
Den Ofen auf 240 °C vorheizen, das kochende Wasser unmittelbar nach dem Einschieben zugeben und die zweite Backphase vollständig durchführen.
Das Brot bei 210 °C weiterbacken, bis die Kruste kräftig gebräunt ist und die Unterseite hohl klingt.
Aus unserer Küche
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