Paganelli besorgen
Paganelli oder Paganell-Grundeln sind am ehesten an gut sortierten Fischtheken, auf italienischen Fischmärkten oder beim Fischhändler auf Vorbestellung erhältlich.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?Fischsuppe aus der Romagna
Eigenständige Fischsuppe aus der Romagna mit einem aus Paganelli gekochten Fischsud und kleinen Quadretti aus frischem Pastateig.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Eine einfache Fischsuppe aus der Romagna: Kleine Paganelli werden zu einem aromatischen Fischsud verarbeitet. Darin garen feine Quadretti, kleine selbst geschnittene Pastawürfel. Das Ergebnis ist eine bodenständige Minestra mit kräftigem Meeresgeschmack und zarter Fischtextur.
Kräftiger, klarer Fischsud mit würziger Knoblauch-Petersilien-Note, zarten Fischstücken und kleinen, leicht bissfesten Pastawürfeln.
Schritt für Schritt
Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen und die Eier hineinschlagen. Mit einer Gabel zunächst etwas Mehl einarbeiten, dann alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich anschließend leichter ausrollen.
Den Teig mit dem Nudelholz oder der Pastamaschine dünn ausrollen. Die Teigplatte leicht bemehlen, in etwa 1 cm breite Streifen schneiden und diese anschließend quer in kleine Quadretti schneiden. Die Pastawürfel locker auf dem bemehlten Brett verteilen.
Daran erkennst du es: Die Würfel sind klein, gleichmäßig geschnitten und kleben nicht zusammen.
Wichtig: Beim Schneiden die Finger vom Messer wegführen.
Die Paganelli unter kaltem Wasser abspülen. Köpfe und Fisch mit 2,5 l Wasser, 5 g Salz und den Petersilienstielen in den großen Topf geben. Langsam erhitzen und die Köpfe 10 Minuten leise köcheln lassen. Die Fische hinzufügen und weitere 5 Minuten sanft garen, bis sich das Fleisch leicht von den Gräten löst.
Daran erkennst du es: Das Fischfleisch löst sich leicht von den Gräten.
Wichtig: Fisch vollständig durchgaren und später sorgfältig auf Gräten kontrollieren.
Die Fische vorsichtig herausheben und 10 Minuten abkühlen lassen. Den Sud durch ein sehr feines Sieb gießen. Das Fischfleisch sorgfältig von Haut und Gräten lösen, kontrollieren und in mundgerechte Stücke zupfen. Den passierten Sud und das Fischfleisch getrennt beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist handhabbar und frei von sichtbaren Gräten.
Wichtig: Den Fisch erst anfassen, wenn er ausreichend abgekühlt ist.
Das Olivenöl im zweiten Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die vier Knoblauchzehen ganz hineingeben und langsam leicht goldgelb werden lassen. Die fein gehackten Petersilienblätter zufügen und kurz mitziehen lassen. Tomatenmark einrühren und 1 Minute sanft anrösten.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch ist leicht goldgelb und das Tomatenmark aromatisch angeröstet, aber nicht dunkel verbrannt.
Den passierten Fischsud zum Kräuteröl gießen, das restliche Salz und etwas schwarzen Pfeffer hinzufügen und alles aufkochen lassen. Die Quadretti einlegen und bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten garen, bis sie weich, aber noch leicht bissfest sind. Das Fischfleisch vorsichtig unterheben.
Daran erkennst du es: Die Quadretti sind weich, aber im Kern noch leicht bissfest.
Wichtig: Die Suppe nach dem Zugeben des Fischfleischs vollständig heiß werden lassen.
Die Knoblauchzehen entfernen, die Suppe abschmecken und den Topf vom Herd nehmen. Die Minestra 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen und anschließend heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Aromen haben sich verbunden und die Suppe ist noch heiß.
Gut zu wissen
Paganelli oder Paganell-Grundeln sind am ehesten an gut sortierten Fischtheken, auf italienischen Fischmärkten oder beim Fischhändler auf Vorbestellung erhältlich.
Quadretti sind kleine Pastawürfel. Die Teigplatte wird dafür zuerst in etwa 1 cm breite Streifen und anschließend quer in Würfel geschnitten.
Der Sud wird etwas kräftiger und weniger charakteristisch als mit Paganelli.
Den Ersatzfisch wie die Paganelli ausnehmen lassen, die Köpfe behalten und nach demselben Verfahren auskochen. Das Fleisch anschließend sorgfältig auslösen und auf Gräten kontrollieren.
Den Sud langsam erhitzen und nur leise köcheln lassen.
Den Sud durch ein sehr feines Sieb passieren und beim Fertigstellen nicht erneut stark sprudelnd kochen.
Das Fleisch nach dem Abkühlen mit den Fingern zerzupfen und vor dem Unterheben gründlich prüfen.
Die Suppe vorsichtig durchsehen und sichtbare Gräten mit einer sauberen Pinzette entfernen.
Die Quadretti nur 3 bis 4 Minuten garen und die Suppe nach der Ruhezeit servieren.
Bei sehr weichen Quadretti die Suppe sofort servieren und beim nächsten Mal die Garzeit verkürzen.
Wenn Paganelli nicht erhältlich sind, kann die Minestra mit kleinen Rotbarben oder anderen ganzen Fischen für Fischfond zubereitet werden.
Den Fischsud und das ausgelöste Fischfleisch getrennt vorbereiten und gekühlt aufbewahren. Die Quadretti möglichst erst kurz vor dem Servieren in der Brühe garen, damit sie ihre Struktur behalten.
Suppe, Sud und Fisch möglichst zügig abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Quadretti saugen beim Lagern weiter Brühe auf und werden weicher.
Vor dem Verzehr gründlich und gleichmäßig erhitzen.
Die Quadretti werden beim Einfrieren und Auftauen voraussichtlich weich; dadurch leidet die typische Textur der Minestra.
Häufig gefragt
Am ehesten an gut sortierten Fischtheken, auf italienischen Fischmärkten oder beim Fischhändler auf Vorbestellung. Falls sie nicht erhältlich sind, können kleine Rotbarben oder andere ganze Fische für Fischfond verwendet werden.
Die beschriebene Variante stellt die Quadretti aus frischem Eiernudelteig selbst her. Entscheidend ist, dass kleine Pastawürfel in der Fischbrühe garen.
Den Sud durch ein sehr feines Sieb gießen und das abgekühlte Fischfleisch sorgfältig von Haut und Gräten lösen und anschließend nochmals kontrollieren.
Aus unserer Küche
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