Zwiebeln langsam weich dünsten
Die Zwiebeln sollen weich und saftig werden, ohne stark zu bräunen. Dadurch bleibt ihre milde Süße erhalten und sie bilden die sämige Grundlage des Saor.
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Passwort vergessen?Venezianisches Schmorgericht
Zart geschmorte Schweineschulter mit süß-sauren Zwiebeln, Rosinen und gerösteten Pinienkernen nach venezianischer Art.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Maiale in saor verbindet rundum gebräunte Schweineschulter mit weich geschmorten Zwiebeln, Weißweinessig, trockenem Weißwein, Rosinen und Pinienkernen. Die kurze Ruhezeit vor dem Aufschneiden sorgt dafür, dass das Fleisch saftig bleibt und sich der eingekochte Zwiebel-Saor gleichmäßig darum legt.
Das Fleisch ist zart und saftig, die Zwiebeln sind weich und sämig. Der Saor schmeckt mild süß, klar essigsauer und würzig, während Rosinen und Pinienkerne für fruchtige Süße und nussigen Biss sorgen.
Schritt für Schritt
Die Rosinen 15 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen, anschließend abgießen und gut abtropfen lassen. Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Pinienkerne sind gleichmäßig goldgelb geröstet.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Das Fleisch trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
Butter und Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das Fleisch bei mittlerer bis kräftiger Hitze rundum 8 bis 10 Minuten anbraten, bis es gleichmäßig gebräunt ist. Herausnehmen und kurz beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum gleichmäßig gebräunt.
Die Zwiebeln in den Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze 12 bis 15 Minuten weich dünsten. Den Zucker darüberstreuen, mit dem Weißweinessig ablöschen und 1 Minute einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, aber nicht dunkel gebräunt.
Den Weißwein angießen und 3 Minuten offen köcheln lassen. Das Fleisch wieder in den Topf legen, die heiße Brühe und die Lorbeerblätter hinzufügen. Die Flüssigkeit soll etwa ein Drittel der Fleischhöhe erreichen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist kurz eingekocht und die Schmorflüssigkeit steht etwa ein Drittel hoch am Fleisch.
Den Topf abdecken und das Fleisch bei sehr niedriger Hitze etwa 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden schmoren. Das Fleisch nach etwa der Hälfte der Garzeit wenden. Falls der Topfboden zu trocken wird, etwas heißes Wasser nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist zart.
Das Fleisch aus dem Topf nehmen und 15 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Währenddessen die Lorbeerblätter entfernen, Rosinen und Pinienkerne unter die Zwiebelsoße rühren und diese bei mittlerer Hitze 5 bis 8 Minuten einkochen, bis sie sämig ist.
Daran erkennst du es: Die Zwiebelsoße ist sämig und haftet leicht am Löffel.
Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden, auf einer vorgewärmten Platte anrichten und mit dem Zwiebel-Saor und dem eingekochten Bratensaft überziehen.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind quer zur Faser geschnitten und gleichmäßig mit Sauce überzogen.
Gut zu wissen
Die Zwiebeln sollen weich und saftig werden, ohne stark zu bräunen. Dadurch bleibt ihre milde Süße erhalten und sie bilden die sämige Grundlage des Saor.
Die gerösteten Pinienkerne werden erst nach dem Schmoren unter die Zwiebelsoße gerührt. So behalten sie möglichst viel von ihrem nussigen Biss.
Bei gekaufter Fleischbrühe die Zutatenliste beachten, da sich Zusammensetzung und mögliche Allergene je nach Produkt unterscheiden können.
Das Fleisch trocken tupfen und den Schmortopf vollständig vorheizen. Bei größeren Mengen portionsweise anbraten.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit kurz verdampfen lassen und es anschließend portionsweise nachbräunen.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam weich dünsten und regelmäßig umrühren.
Sehr stark verbrannte Zwiebeln lassen sich nicht zuverlässig retten; bei nur leichter Bräunung mit der vorgesehenen Flüssigkeit ablöschen und die weitere Säure vorsichtig abschmecken.
Nur bei trockenem Topfboden wenig heißes Wasser ergänzen und die Sauce am Ende offen einkochen lassen.
Die Zwiebelsoße bei mittlerer Hitze weiter reduzieren, bis sie sämig ist.
Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet werden. Nach dem Schmoren vollständig abkühlen lassen und abgedeckt kalt stellen. Zum Servieren langsam erwärmen und die Sauce bei Bedarf mit wenig Wasser oder Brühe lösen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nicht wiederholt auf Raumtemperatur erwärmen und abkühlen lassen.
Die Zwiebelsoße und die Textur der geschmorten Schweineschulter können beim Einfrieren an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Am besten eignet sich eine Schweineschulter ohne Knochen als großes Stück. Sie bleibt beim langsamen Schmoren saftig und lässt sich anschließend in Scheiben schneiden.
Die 15-minütige Ruhezeit hilft, den Fleischsaft im Stück zu verteilen. Dadurch bleibt das Fleisch beim Schneiden saftiger.
Die Säure kommt vor allem vom Weißweinessig. Die Zwiebeln, der Zucker und die Rosinen bringen milde Süße; die Sauce sollte am Ende ausgewogen und nicht scharf sauer schmecken.
Aus unserer Küche
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