Nudelgerichte Eier Fleisch Gemüse Milchprodukte Weizen Backen Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Feierlicher Anlass

Lasagne verdi alla bolognese

Ofenpasta aus Emilia-Romagna

Grüne Lasagne mit selbst gemachter Spinatsfoglia, kräftigem Rinder-Ragù, cremiger Béchamel und Parmigiano-Reggiano-Kruste.

Zum Rezept
Ofenpasta aus Emilia-Romagna | Lasagne verdi alla bolognese | Grüne Sfoglia, kräftiges Ragù und cremige Béchamel mit goldener Käsekruste
Vorbereitung 90 Minuten
Kochen / Backen 3 Std. 10 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 55 Min.
Menge 6–8 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die grüne Sfoglia bringt eine zarte Spinatfarbe und einen feinen Eigengeschmack in die Lasagne.
  • Das Ragù wird lange und sanft eingekocht, sodass es kräftig, sämig und nicht wässrig wird.
  • Béchamel verbindet Pasta und Fleischsauce zu einer cremigen Schichtung.
  • Parmigiano Reggiano sorgt für Würze und eine goldbraune, aromatische Oberfläche.

Lasagne verdi alla bolognese verbindet grüne Sfoglia mit langsam eingekochtem Ragù alla bolognese, feiner Béchamel und frisch geriebenem Parmigiano Reggiano. Die festliche Ofenpasta wird in einer 30 × 20 cm großen Form geschichtet, goldbraun gebacken und nach kurzer Ruhezeit sauber portioniert.

Weiche, zarte Pasta trifft auf ein tiefes, fleischiges Ragù und eine cremige Béchamel. Die Oberfläche wird goldbraun und würzig, während die Lasagne nach dem Ruhen saftig bleibt und sich gut schneiden lässt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Grüne Sfoglia

  1. Teig zubereiten und ruhen lassen

    Den gekochten Blattspinat vollständig abkühlen lassen, sehr gründlich ausdrücken und fein hacken. Weizenmehl und Salz auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen und Eier sowie Spinat hineingeben. Alles zunächst mit einer Gabel vermengen, dann 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr klebrig.

    • Den Spinat besonders gründlich ausdrücken, damit der Teig nicht zu weich wird.

Ragù alla bolognese

  1. Ragù ansetzen

    Die Butter in einem schweren Topf schmelzen. Pancetta darin bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten auslassen. Zwiebel, Möhre und Staudensellerie hinzufügen und 10–12 Minuten sanft anschwitzen, bis das Gemüse weich ist. Das Rinderhackfleisch dazugeben und unter Rühren 8–10 Minuten braten, bis es krümelig und vollständig gebräunt ist.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und das Hackfleisch vollständig gebräunt.

    • Das Gemüse langsam anschwitzen, damit es weich wird, ohne stark zu bräunen.
  2. Ragù einkochen

    Den Weißwein angießen und vollständig einkochen lassen. Passierte Tomaten und Rinderbrühe einrühren. Das Ragù zugedeckt bei sehr kleiner Hitze etwa 2 Stunden sanft köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Nach etwa 1 Stunde und 30 Minuten die Milch einrühren und die Sauce weitere 30 Minuten offen oder halb zugedeckt einkochen lassen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Das Ragù soll kräftig und sämig, aber nicht trocken sein.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist kräftig, sämig und nicht trocken.

    • Während das Ragù köchelt, können Béchamel und Sfoglia vorbereitet werden.

Béchamel

  1. Béchamel kochen

    Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce aufkochen und 6–8 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie cremig ist. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Béchamel soll noch gut gießfähig bleiben.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Béchamel ist cremig, glatt und noch gut gießfähig.

    • Die Milch portionsweise einarbeiten und dabei ständig rühren, damit keine Klümpchen entstehen.

Sfoglia ausrollen und blanchieren

  1. Teigbahnen blanchieren

    Den Teig in 6–8 Stücke teilen und mit der Nudelmaschine oder einem Nudelholz dünn ausrollen. Die Teigbahnen auf die Größe der Form zuschneiden. In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen. Jede Teigbahn einzeln 30–45 Sekunden blanchieren, herausheben und kurz in kaltem Wasser abkühlen. Auf sauberen Küchentüchern ausbreiten und trocken tupfen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigbahnen sind biegsam, aber nicht zerfallen, und trocken getupft.

    • Die blanchierten Bahnen nicht übereinanderlegen, solange sie noch feucht sind.

    Wichtig: Beim Herausheben der Teigbahnen vorsichtig mit heißem Wasser umgehen.

Schichten, backen und ruhen lassen

  1. Lasagne schichten

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit etwas Butter ausstreichen. Eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden verteilen. Darauf eine Lage grüne Sfoglia legen und mit Ragù, Béchamel und etwas Parmigiano Reggiano bedecken. Die Schichten wiederholen, bis Pasta und Saucen aufgebraucht sind. Mit einer Lage Pasta abschließen, die restliche Béchamel und das restliche Ragù darauf verteilen und mit dem übrigen Parmigiano bestreuen. Die restliche Butter in kleinen Flöckchen daraufsetzen.

    20 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Form ist gleichmäßig geschichtet und die Oberfläche vollständig mit Käse und Butter bedeckt.

    • Die Saucen bis an die Ränder verteilen, damit die oberen Pastaecken nicht austrocknen.
  2. Lasagne goldbraun backen

    Die Lasagne im unteren Drittel des Ofens 35–40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce an den Rändern blubbert. Wird die Oberfläche zu dunkel, die Form locker mit Backpapier oder Alufolie abdecken und für die letzten 5 Minuten wieder öffnen.

    40 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert an den Rändern.

    • Die Oberfläche während der letzten Minuten beobachten und bei zu starker Bräunung locker abdecken.

    Wichtig: Die heiße Form nur mit geeignetem Hitzeschutz aus dem Ofen nehmen.

  3. Ruhen lassen und servieren

    Die Lasagne 15 Minuten außerhalb des Ofens ruhen lassen. Anschließend in Stücke schneiden und heiß servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Lasagne lässt sich nach der Ruhezeit sauber in Stücke schneiden.

    • Die Ruhezeit hilft, dass die Schichten beim Portionieren besser zusammenhalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Spinat gründlich ausdrücken: Je trockener der gekochte Spinat ist, desto elastischer und besser ausrollbar wird die grüne Sfoglia.
  • Ragù nicht trocken einkochen: Das Ragù soll kräftig und sämig bleiben, damit die Lasagne saftig wird und sich die Pasta gut mit den Saucen verbindet.
  • Béchamel gießfähig halten: Die Béchamel nicht zu stark eindicken lassen, weil sie sich beim Schichten noch gut verteilen lassen muss.
  • Vor dem Schneiden ruhen lassen: Die 15-minütige Ruhezeit außerhalb des Ofens stabilisiert die Schichten und erleichtert saubere Stücke.

Zutatenwissen

Parmigiano Reggiano frisch reiben

Parmigiano Reggiano ist in gut sortierten Supermärkten, an Käsetheken und in italienischen Fachgeschäften erhältlich. Frisch vom Stück gerieben schmilzt er gleichmäßiger und bringt mehr würzige Tiefe als fertig geriebener Hartkäse.

Pancetta dolce auswählen

Pancetta dolce ist ungeräucherter italienischer Bauchspeck und meist in italienischen Feinkostläden oder an gut sortierten Fleischtheken erhältlich.

Spinat vorbereiten

Der Blattspinat muss nach dem Kochen vollständig abkühlen, sehr gut ausgedrückt und fein gehackt werden, damit die Sfoglia nicht zu feucht wird.

Sinnvolle Alternativen

ungeräucherter Bauchspeck

Das Ragù schmeckt etwas kräftiger und salziger.

Pancetta dolce im Ragù im gleichen Arbeitsschritt und in gleicher Menge durch ungeräucherten Bauchspeck ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Sfoglia ist klebrig und lässt sich schlecht ausrollen.

Den Spinat vollständig abkühlen lassen, sehr kräftig ausdrücken und fein hacken.

Etwas von dem zurückgehaltenen Mehl beim Kneten und Ausrollen verwenden, ohne den Teig unnötig hart zu machen.

Die Lasagne wirkt trocken oder die oberen Teigränder werden hart.

Bei sehr kleiner Hitze köcheln lassen und die Sauce gelegentlich umrühren; sie soll sämig, aber nicht trocken sein.

Vor dem Schichten prüfen, ob das Ragù noch streichfähig ist, und es bei Bedarf mit etwas vorhandener Béchamel verbinden.

Die Béchamel enthält Klümpchen oder wird zu fest.

Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen und die Sauce nur sanft köcheln lassen.

Die Sauce durch ein feines Sieb streichen, bevor sie geschichtet wird.

Die Käsekruste wird dunkel, bevor die Lasagne fertig gebacken ist.

Die Form im unteren Ofendrittel backen und die Oberfläche bei Bedarf locker abdecken.

Backpapier oder Alufolie locker auflegen und sie für die letzten 5 Minuten wieder entfernen.

Servieren und kombinieren

  • Heiß in sauberen Stücken servieren: Die Lasagne nach 15 Minuten Ruhezeit in Stücke schneiden und heiß servieren. So bleiben die Schichten erkennbar und die cremigen Saucen verbinden sich gut mit der grünen Sfoglia.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Im Ausgangstext ist keine belastbare Einfrier- oder Auftauanleitung angegeben.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist sowohl in der Sfoglia als auch in der Béchamel enthalten.
  • Eier: enthält
  • Milch: enthält · Butter, Vollmilch und Parmigiano Reggiano sind enthalten.
  • Sellerie: enthält

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich statt Pancetta dolce verwenden?

Ungeräucherter Bauchspeck kann in gleicher Menge verwendet werden. Das Ragù schmeckt dadurch etwas kräftiger und salziger.

Kann ich die Sfoglia ohne Nudelmaschine ausrollen?

Ja. Die Teigstücke können alternativ mit einem Nudelholz dünn ausgerollt und anschließend auf die Größe der Form zugeschnitten werden.

Warum sollte die Lasagne vor dem Schneiden ruhen?

Die 15-minütige Ruhezeit außerhalb des Ofens lässt die Schichten stabiler werden, sodass sich die Lasagne sauberer portionieren lässt.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach dem Absenden siehst du, ob dein Kommentar bereits sichtbar ist oder noch auf Freigabe wartet.