Fleisch Milchprodukte Weizen Backen Braten in wenig Fett Sanftes Köcheln

Lasagne di pane carasau al ragù

Sardische Ofenlasagne

Eine sardische Lasagnevariante mit hauchdünnem Pane carasau, sämigem Ragù, Mozzarella und Pecorino sardo. Das knusprige Brot übernimmt die Schichten und wird im Ofen an den Rändern kross, während es sich in der Mitte mit Tomatensauce vollsaugt.

Zum Rezept
Lasagne di pane carasau al ragù
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 6 Portionen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Pane carasau bildet leichte, dünne Schichten und sorgt für einen charakteristischen Wechsel aus krossen Rändern und weicher Mitte.
  • Das sämig eingekochte Ragù liefert ausreichend Feuchtigkeit und verbindet die Brotschichten miteinander.
  • Mozzarella bringt Schmelz, während Pecorino sardo eine würzige, kräftige Käsenote ergänzt.
  • Die kurze Ruhezeit nach dem Backen lässt die Schichten stabiler werden und erleichtert das Anschneiden.

Lasagne di pane carasau al ragù verbindet die vertraute Idee einer Ofenlasagne mit einer sardischen Besonderheit: Pane carasau ersetzt die klassischen Lasagneblätter. Zwischen den Brotschichten liegen ein kräftiges Ragù aus Rind- und Schweinehackfleisch, Mozzarella und fein geriebener Pecorino sardo. Die letzte Brotschicht wird kurz befeuchtet, damit sie im Ofen saftig bleibt und zugleich knusprige Ränder entwickelt.

Heiß serviert ist die Lasagne an den Rändern knusprig und in der Mitte saftig. Das Ragù schmeckt tomatig und herzhaft, der Mozzarella schmilzt weich, und der Pecorino sardo setzt salzige, würzige Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gemüse anschwitzen

    Zwiebel, Karotte und Sellerie sehr fein würfeln. Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne es dunkel werden zu lassen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und bleibt hell.

  2. Hackfleisch anbraten

    Rinderhackfleisch und Schweinehackfleisch dazugeben. Mit dem Kochlöffel zerteilen und etwa 8 Minuten braten, bis das Fleisch krümelig und leicht gebräunt ist.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Hackfleisch ist krümelig, leicht gebräunt und nicht mehr roh.

    Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren und rohe Fleischreste nicht mit gegarten Zutaten in Kontakt bringen.

  3. Ragù köcheln lassen

    Passierte Tomaten, Wasser, Salz und Pfeffer einrühren. Das Ragù offen etwa 25 Minuten sanft köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Die Basilikumblätter in den letzten 5 Minuten einlegen und vor dem Schichten wieder herausnehmen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Ragù ist sämig, aber noch gut verteilbar.

    • Während das Ragù köchelt, können Mozzarella und Pecorino für die Schichten vorbereitet werden.
  4. Ofen, Form und Käse vorbereiten

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Die Form von 20 × 26 cm mit dem Olivenöl ausstreichen. Mozzarella in kleine Würfel schneiden und den Pecorino sardo reiben.

    190 °C
  5. Lasagne schichten

    Etwa ein Fünftel des Ragù auf dem Boden der Form verstreichen. Das Pane carasau grob in vier gleich große Portionen teilen. Nacheinander vier Schichten aus Pane carasau, Ragù, Mozzarella und Pecorino sardo aufbauen. Die letzte Portion Pane carasau vor dem Auflegen 5 bis 10 Sekunden im bereitgestellten warmen Wasser befeuchten und gut abtropfen lassen. Mit dem restlichen Ragù und dem restlichen Käse abschließen.

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt und die letzte Brotschicht ist nur leicht befeuchtet.

    • Die letzte Brotschicht nicht länger als nötig im Wasser lassen, damit sie nicht durchweicht.
  6. Backen

    Die Lasagne auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

    20 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Der Käse zeigt goldbraune Stellen und die Ränder werden knusprig.

  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Lasagne vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Schichten setzen. Anschließend heiß aus der Form in Stücke schneiden und servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten halten beim Anschneiden besser zusammen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auf die Konsistenz des Ragù achten: Das Ragù soll sämig, aber noch gut verteilbar sein. Ist es zu flüssig, werden die Brotschichten weich und instabil; ist es zu trocken, nimmt das Pane carasau nicht ausreichend Feuchtigkeit auf.
  • Letzte Brotschicht nur kurz befeuchten: Die letzte Portion Pane carasau 5 bis 10 Sekunden im warmen Wasser befeuchten und anschließend gut abtropfen lassen. So bleibt die Oberfläche formbar, ohne durchzuweichen.
  • Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit hilft, die Schichten zu setzen und sauberere Stücke zu schneiden.

Zutatenwissen

Pane carasau finden

Das sardische, hauchdünne Fladenbrot ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und teilweise an Käse- oder Brottheken erhältlich.

Pecorino sardo finden

Pecorino sardo ist an italienischen Käsetheken und in Feinkostläden erhältlich. Pecorino romano kann als Alternative verwendet werden, schmeckt jedoch meist salziger und kräftiger.

Sinnvolle Alternativen

Sehr dünne Lasagneblätter

Die Lasagne wird weicher und weniger knusprig; die charakteristische Variante mit Pane carasau geht verloren.

Pane carasau durch sehr dünne Lasagneblätter ersetzen und die Schichten wie im Rezept aufbauen. Die Befeuchtung der letzten Brotschicht entfällt.

Pecorino romano

Der Geschmack wird meist salziger und kräftiger.

Pecorino sardo in gleicher Funktion fein reiben und für die Käseschichten sowie den Abschluss verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Lasagne wird zu weich und läuft beim Anschneiden auseinander.

Das Ragù offen köcheln lassen, bis es sämig, aber noch gut verteilbar ist.

Das Ragù vor dem Schichten noch etwas weiter einkochen lassen.

Die mittleren Schichten bleiben hart oder wirken trocken.

Das Ragù gleichmäßig verstreichen und die letzte Brotschicht kurz im warmen Wasser befeuchten.

Die Lasagne nach dem Backen einige Minuten länger ruhen lassen; vollständig harte Schichten lassen sich nur begrenzt ausgleichen.

Auf der Oberfläche sammelt sich Flüssigkeit und der Käse bräunt schlecht.

Mozzarella vor dem Würfeln gut abtropfen lassen.

Die Lasagne weiterbacken, bis überschüssige Flüssigkeit weitgehend verdampft ist, ohne die Oberfläche zu stark zu bräunen.

Varianten

Variante mit sehr dünnen Lasagneblättern

Pane carasau kann durch sehr dünne Lasagneblätter ersetzt werden. Das Ergebnis ist weicher und weniger knusprig als die charakteristische sardische Version.

Servieren und kombinieren

  • Heiß aus der Form servieren: Die Lasagne nach zehn Minuten Ruhezeit in Stücke schneiden und heiß aus der Form servieren, damit die knusprigen Ränder und die saftigen Schichten gut zur Geltung kommen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Ragù kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet, abgedeckt gekühlt und vor dem Schichten wieder erwärmt werden. Die Lasagne möglichst erst kurz vor dem Backen schichten, damit das Pane carasau nicht vorzeitig durchweicht.

Aufbewahren

Übrig gebliebene Lasagne nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Beim Einfrieren kann Pane carasau seine charakteristische Knusprigkeit verlieren.

Aufwärmen

  • Backofen: Portionen in eine ofenfeste Form geben und bei 180 °C erwärmen, bis sie vollständig heiß sind.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Pane carasau ist ein dünnes Brot und wird hier als weizenhaltiger Brotbestandteil geführt.
  • Milch: enthält · Mozzarella und Pecorino sardo sind Milchprodukte.

Lebensmittelsicherheit

  • Hackfleisch vollständig garen: Rinder- und Schweinehackfleisch vollständig durchgaren; es darf im Inneren nicht mehr roh sein.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Pane carasau ersetzen?

Ja. Als Ersatz eignen sich sehr dünne Lasagneblätter. Das Ergebnis wird weicher und weniger knusprig und ist nicht mehr die charakteristische Variante mit Pane carasau.

Kann ich Pecorino sardo durch Pecorino romano ersetzen?

Ja. Pecorino romano ist eine sinnvolle Alternative, schmeckt jedoch meist salziger und kräftiger.

Warum wird nur die letzte Brotschicht befeuchtet?

Die kurze Befeuchtung macht die letzte Schicht formbarer und verhindert, dass sie im Ofen zu trocken bleibt. Sie sollte trotzdem nur 5 bis 10 Sekunden im warmen Wasser liegen und gut abtropfen.

Aus unserer Küche

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