Guanciale als Aromabasis
Guanciale wird kalt angesetzt und langsam ausgelassen. So entsteht aromatisches Fett für den Sugo, während ein Teil der Streifen knusprig als Topping erhalten bleibt.
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Passwort vergessen?Ofenpasta aus Latium
Geschichtete Lasagne mit selbst gemachten Pastablättern, würzigem Amatriciana-Sugo aus Guanciale und Tomaten, zurückhaltender Béchamel und Pecorino Romano.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lasagne all’Amatriciana verbindet die geschichtete Form der Ofenpasta mit den prägenden Aromen der Amatriciana: knusprigem Guanciale, Tomate, Chili und Pecorino Romano. Die Variante nimmt Bezug auf Amatrice im Latium, bleibt aber eine eigenständige Lasagne und nicht die klassische Pastaform mit Bucatini. Zwischen den dünnen Pastaschichten sorgen der konzentrierte Sugo und die cremige Béchamel für saftige Lagen und eine goldene Oberfläche.
Goldbraune, cremige Oberfläche mit knusprigen Guanciale-Streifen. Darunter liegen zarte Pastaschichten, konzentrierter, leicht pikant-würziger Tomatensugo und eine milde, samtige Béchamel. Pecorino sorgt für ein kräftiges, salziges Finale.
Schritt für Schritt
Das Weizenmehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und Salz hineingeben, mit einer Gabel nach und nach Mehl einarbeiten und anschließend alles 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Den Teig abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr klebrig.
Das Guanciale in eine kalte große Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten auslassen, bis die Streifen goldbraun und knusprig sind. Etwa 60 g herausnehmen und beiseitestellen. Die getrocknete Chilischote in das verbliebene Fett geben, die geschälten Tomaten hinzufügen und mit dem Kochlöffel zerdrücken. Den Sugo 25–30 Minuten offen einkochen lassen. Nur bei Bedarf sparsam salzen und anschließend die Chilischote entfernen.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist sichtbar eingedickt und nicht mehr wässrig.
Die Butter im Topf schmelzen. Das Weizenmehl einrühren und 2 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce 6–8 Minuten köcheln lassen, bis sie cremig andickt, und mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig und überzieht den Kochlöffel dünn.
Den Teig in vier Stücke teilen und mit der Nudelmaschine oder einem Nudelholz dünn ausrollen. Die Platten passend zur Form zuschneiden. In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen, die Teigplatten portionsweise etwa 30 Sekunden blanchieren und anschließend nebeneinander auf saubere Küchentücher legen.
Daran erkennst du es: Die Platten sind biegsam, aber noch stabil und kleben nicht aneinander.
Wichtig: Beim Herausnehmen der blanchierten Pastaplatten vorsichtig mit heißem Wasser umgehen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden der Form verteilen. Darauf Pastablätter legen und mit Sugo, einigen Guanciale-Streifen, Béchamel und etwas Pecorino bedecken. Die Schichten wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Mit einer Lage Pastablätter abschließen und die restliche Béchamel darauf verstreichen.
Daran erkennst du es: Die Form ist gleichmäßig geschichtet und die oberste Pastalage vollständig mit Béchamel bedeckt.
Wichtig: Die Auflaufform nur mit trockenen Topfhandschuhen in den vorgeheizten Backofen stellen.
Die Lasagne 30–35 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Für eine kräftigere Oberfläche in den letzten 3–5 Minuten kurz die Grillfunktion zuschalten. Dabei aufmerksam beobachten, damit die Béchamel nicht zu dunkel wird.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun, die Sauce blubbert an den Rändern und die Lasagne ist vollständig durchgewärmt.
Wichtig: Beim Zuschalten der Grillfunktion die Lasagne nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die Lasagne aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend in Quadrate schneiden, mit dem beiseitegestellten knusprigen Guanciale und dem restlichen Pecorino bestreuen und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Schichten sind stabil genug, um saubere Quadrate zu schneiden.
Wichtig: Die Form bleibt nach dem Backen sehr heiß; beim Schneiden vorsichtig arbeiten.
Gut zu wissen
Guanciale wird kalt angesetzt und langsam ausgelassen. So entsteht aromatisches Fett für den Sugo, während ein Teil der Streifen knusprig als Topping erhalten bleibt.
Der kräftig-salzige Schafskäse prägt das Finish. Er wird zwischen den Schichten und zum Servieren verwendet.
Der selbst gemachte Teig wird dünn ausgerollt und kurz blanchiert. Saubere Küchentücher verhindern, dass die Platten beim Zwischenlagern zusammenkleben.
Die Lasagne bleibt würzig, schmeckt aber meist etwas milder und weniger tief als mit Guanciale.
Pancetta in Streifen schneiden und wie Guanciale in der kalten Pfanne auslassen. Erst nach dem Einkochen prüfen, ob zusätzliches Salz nötig ist.
Das Aroma wird milder und meist weniger salzig.
Parmesan fein reiben und in denselben Schichten sowie zum Servieren verwenden. Den Sugo und die Béchamel entsprechend vorsichtig abschmecken.
Den Sugo erst nach dem Einkochen abschmecken und das Salz nur bei Bedarf verwenden.
Mit ungesalzenen Tomaten oder etwas ungesalzener Béchamel ausgleichen, falls ausreichend davon vorhanden ist.
Die Milch portionsweise einarbeiten und kontinuierlich rühren.
Die Sauce durch ein feines Sieb streichen und anschließend vorsichtig weiter erhitzen.
Die Grillfunktion nur in den letzten 3–5 Minuten verwenden und die Form aufmerksam beobachten.
Die Form mit Backpapier oder Folie abdecken und die Lasagne ohne Grillfunktion fertig backen.
Die Lasagne 15 Minuten ruhen lassen.
Größere Stücke schneiden und die Lasagne vor dem Servieren etwas länger abkühlen lassen.
Die Lasagne kann bis zu 24 Stunden vor dem Backen geschichtet, abgedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Backen kurz temperieren lassen und bei Bedarf einige Minuten länger backen, bis sie vollständig durchgewärmt ist.
Reste nach dem Servieren abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Die gebackene Lasagne portionsweise vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend im Ofen vollständig durchwärmen.
Die Béchamel kann nach dem Auftauen etwas weicher werden; die Oberfläche wird beim erneuten Erhitzen wieder leicht goldbraun.
Häufig gefragt
Das Rezept ist auf selbst gemachte Pastaplatten ausgelegt. Fertige Lasagneblätter können die Zubereitung verkürzen, ihre benötigte Flüssigkeitsmenge und Vorbehandlung richtet sich jedoch nach der Packungsangabe.
Ja. Pancetta ist eine sinnvolle Alternative, schmeckt meist aber etwas milder und weniger tief würzig.
Die 15-minütige Ruhezeit lässt die cremigen Schichten etwas stabilisieren. Dadurch zerfallen die Quadrate beim Schneiden weniger.
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