Nudelgerichte Eier Fleisch Gemüse Milchprodukte Weizen Backen Frittieren Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Feierlicher Anlass

Lasagna di Carnevale napoletana aus Kampanien

Lasagne aus Kampanien

Üppige neapolitanische Lasagne aus Kampanien mit Tomatensugo, Ricotta, Fiordilatte, hart gekochtem Ei, Salame napoletano und winzigen Polpettine – ganz ohne Béchamel.

Zum Rezept
Lasagna di Carnevale napoletana aus Kampanien
Vorbereitung 90 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 45 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 4 Std. 35 Min.
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Frittieren, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der lange, sanft eingekochte Tomatensugo verbindet die kräftigen Einlagen und hält die Lasagne saftig.
  • Ricotta, Fiordilatte und Pecorino sorgen gemeinsam für cremige, milchige und würzige Schichten.
  • Die kleinen Polpettine, das Ei und die Salame napoletano geben jeder Portion unterschiedliche herzhafte Texturen und Aromen.
  • Das Vorgaren der Lasagneblätter und die abschließende Ruhezeit sorgen für eine stabile, gut schneidbare Schichtung.

Lasagna di Carnevale napoletana ist eine festliche Ofenpasta aus Kampanien. Zwischen vorgegarten Hartweizen-Lasagneblättern liegen sämiger Tomatensugo, cremige Ricotta, kleine gebratene Polpettine, Fiordilatte, hart gekochtes Ei, Salame napoletano und Pecorino. Die reichhaltige Lasagne wird in mehreren Schichten aufgebaut und ruht nach dem Backen, damit sie sich sauber portionieren lässt.

Die Lasagne ist oben goldbraun und darunter weich, saftig und cremig. Der Sugo schmeckt fruchtig und würzig, während gebratene Polpettine, Salame und Pecorino herzhafte Tiefe geben; Fiordilatte zieht leicht, und die Eierwürfel setzen milde, feste Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Sugo und Polpettine vorbereiten

  1. Tomatensugo kochen

    Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze weich dünsten, ohne sie dunkel werden zu lassen. Passierte Tomaten, Basilikum und Salz zugeben. Den Sugo bei sehr kleiner Hitze offen köcheln lassen, bis er sämig ist. Das Basilikum anschließend entfernen.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo ist sichtbar eingedickt und sämig.

    • Den Sugo während der weiteren Vorbereitung gelegentlich kontrollieren und bei Bedarf die Hitze sehr niedrig halten.
  2. Masse anrühren und formen

    Das Brot in 60 ml Wasser etwa 10 Minuten einweichen. Gut ausdrücken und mit Schweinehack, Kalbshack, Ei, Pecorino, Knoblauch, Petersilie, Salz und etwas Pfeffer gründlich verkneten. Aus der Masse etwa 25 bis 30 sehr kleine Polpettine von der Größe einer Haselnuss formen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden und die Polpettine sind möglichst gleich groß.

    • Sehr kleine, gleichmäßige Polpettine garen schneller und verteilen sich später besser in den Schichten.

    Wichtig: Rohes Hackfleisch und Ei getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.

  3. Polpettine frittieren

    Das Olivenöl zum Frittieren auf etwa 170 bis 175 °C erhitzen. Die Polpettine portionsweise 3 bis 4 Minuten rundum goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    20 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Polpettine sind rundum goldbraun und fest.

    • Das Öl nicht mit zu vielen Polpettine auf einmal abkühlen lassen.
    • Die gebratenen Polpettine auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und kein Wasser in das heiße Fett gelangen lassen.

Eier und Füllung vorbereiten

  1. Eier hart kochen

    Die drei Eier in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und 9 bis 10 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken, vollständig abkühlen lassen, schälen und in kleine Würfel schneiden.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist fest und das Eigelb vollständig gestockt.

    • Die Eier nach dem Kochen vollständig abkühlen lassen, damit sie sich sauber würfeln lassen.
  2. Füllung vorbereiten

    Die Ricotta mit einer Gabel cremig rühren. Den Fiordilatte in kleine Würfel schneiden und gut abtropfen lassen. Das Salame napoletano in dünne Streifen oder kleine Würfel schneiden.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ricotta ist cremig, der Fiordilatte gut abgetropft und die Salami gleichmäßig geschnitten.

    • Gut abgetropfter Fiordilatte verhindert, dass die Lasagne zu wässrig wird.

Lasagneblätter vorgaren und schichten

  1. Lasagneblätter vorgaren

    In einem breiten Topf reichlich Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die Lasagneblätter portionsweise 2 bis 3 Minuten vorgaren, bis sie biegsam sind. Herausheben und nebeneinander auf saubere Küchentücher legen, damit sie nicht zusammenkleben.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam, aber noch nicht vollständig weich.

    • Die Blätter nicht übereinanderlegen, solange sie noch feucht sind.

    Wichtig: Beim Herausheben aus dem kochenden Wasser vorsichtig arbeiten.

  2. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit dem Olivenöl ausstreichen und den Boden mit einer dünnen Schicht Sugo bedecken.

    10 Minuten 180 °C
    • Der Sugo am Boden verhindert, dass die erste Pastalage anhaftet.
  3. Lasagne schichten

    Eine Lage Lasagneblätter auflegen. Mit etwas Sugo bestreichen und portionsweise Ricotta, Polpettine, Fiordilatte, Ei, Salame napoletano und Pecorino darauf verteilen. Mit den übrigen Zutaten ebenso weiterschichten. Die Mengen so einteilen, dass etwa fünf Pastalagen entstehen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt und die Schichten reichen bis knapp unter den Formrand.

    • Etwas Sugo und Pecorino für den Abschluss zurückhalten.
    • Die Füllung nicht nur in der Mitte, sondern bis zu den Rändern verteilen.

Backen und ruhen lassen

  1. Lasagne backen

    Mit einer letzten Lage Lasagneblätter abschließen. Darauf Sugo und den restlichen Pecorino verteilen. Die Form auf der mittleren Schiene 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Lasagne ist am Rand sichtbar heiß und blubbernd.

    • Bei starkem Bräunen die Form gegen Ende locker abdecken.
  2. Lasagne ruhen lassen

    Die Lasagne aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten ruhen lassen. So lassen sich die Schichten sauberer portionieren.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Lasagne ist noch warm, aber die Schichten stehen beim Anschneiden stabiler.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen, wenn saubere Stücke gewünscht sind.

    Wichtig: Die Form ist direkt nach dem Backen sehr heiß; beim Herausnehmen und Portionieren hitzefeste Handschuhe verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Sugo ausreichend reduzieren: Der Sugo sollte nach dem Köcheln sämig sein. Ein zu flüssiger Sugo kann die Schichten instabil machen.
  • Fiordilatte gut abtropfen lassen: Gut abgetropfter Fiordilatte gibt weniger zusätzliche Flüssigkeit an die Lasagne ab.
  • Zutaten für den Abschluss zurückhalten: Vor dem Schichten etwas Sugo und Pecorino für die oberste Schicht beiseitestellen.
  • Vor dem Schneiden ruhen lassen: Die 20-minütige Ruhezeit hilft, die reichhaltigen Schichten sauberer zu portionieren.

Zutatenwissen

Fiordilatte einkaufen

Fiordilatte ist meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder an der Frischetheke erhältlich. Er sollte vor dem Schichten gut abtropfen.

Salame napoletano einkaufen

Salame napoletano gibt es häufig in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder an der Frischetheke.

Hartweizen-Lasagneblätter

Die Lasagneblätter werden portionsweise kurz vorgegart, damit sie sich biegsam schichten lassen und im Ofen vollständig gar werden.

Sinnvolle Alternativen

gut abgetropfter Mozzarella

Die Lasagne kann etwas saftiger werden.

Fiordilatte im gleichen Gewicht durch gut abgetropften Mozzarella ersetzen und diesen vor dem Würfeln möglichst gründlich abtropfen lassen.

milde luftgetrocknete italienische Salami

Die Lasagne wird etwas würziger, abhängig von der verwendeten Salami.

Salame napoletano im gleichen Gewicht durch eine milde luftgetrocknete italienische Salami ersetzen und ebenfalls in Streifen oder kleine Würfel schneiden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Lasagne wird wässrig und lässt sich schlecht portionieren.

Den Sugo offen sämig einkochen lassen und den Fiordilatte gut abtropfen lassen.

Die Lasagne nach dem Backen länger ruhen lassen, damit sich die Schichten stabilisieren.

Die Polpettine verteilen sich ungleichmäßig und einzelne Stücke bleiben innen weich.

Sehr kleine Polpettine von möglichst einheitlicher Haselnussgröße formen.

Sehr große Stücke vor dem Schichten halbieren oder länger ausbacken.

Die vorgegarten Lasagneblätter reißen oder kleben zusammen.

Portionsweise nur 2 bis 3 Minuten vorgaren und nebeneinander auf Küchentücher legen.

Die Blätter vorsichtig mit etwas Wasser voneinander lösen und beschädigte Stücke überlappend verwenden.

Die Schichten laufen beim Portionieren auseinander.

Die fertige Lasagne 20 Minuten ruhen lassen.

Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender servieren und die nächste Portion länger ruhen lassen.

Varianten

Variante mit Mozzarella

Fiordilatte wird durch gut abgetropften Mozzarella ersetzt, wenn Fiordilatte nicht erhältlich ist.

Variante mit italienischer Salami

Salame napoletano wird durch eine milde luftgetrocknete italienische Salami ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • In kräftigen Stücken servieren: Die Lasagne nach der Ruhezeit in Stücke schneiden und warm servieren, damit die Schichten sichtbar bleiben.
  • Für ein großes Sonntagsessen: Die reichhaltige Lasagne eignet sich als Mittelpunkt eines ausgedehnten Familienessens.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Im Ausgangstext sind keine belastbaren Angaben zur Qualität und Handhabung beim Einfrieren enthalten.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weißbrot und Lasagneblätter aus Hartweizengrieß sind im Rezept enthalten.
  • Milch: enthält · Ricotta, Fiordilatte und Pecorino sind Milchprodukte.
  • Ei: enthält · Ei wird sowohl für die Polpettine als auch hart gekocht für die Schichten verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Rohes Hackfleisch: Rohes Schweine- und Kalbshackfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Hände, Messer sowie Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.
  • Heißes Frittieröl: Das heiße Öl während des Frittierens nicht unbeaufsichtigt lassen und niemals Wasser in das Öl geben.
  • Heiße Auflaufform: Die Form ist nach dem Backen sehr heiß; beim Herausnehmen und Portionieren hitzefeste Handschuhe verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Enthält diese neapolitanische Lasagne Béchamel?

Nein. Diese Variante kommt ohne Béchamel aus. Die Cremigkeit entsteht durch Ricotta, Fiordilatte und den Sugo.

Wie groß sollen die Polpettine sein?

Sie werden sehr klein, etwa haselnussgroß, geformt. So lassen sie sich gleichmäßig frittieren und gut in den Schichten verteilen.

Kann Fiordilatte ersetzt werden?

Ja. Gut abgetropfter Mozzarella eignet sich als Ersatz. Die Lasagne kann dadurch etwas saftiger werden.

Warum muss die Lasagne nach dem Backen ruhen?

Die 20-minütige Ruhezeit hilft, die reichhaltigen Schichten zu stabilisieren und die Lasagne sauberer zu portionieren.

Aus unserer Küche

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