Nudelgerichte Hülsenfrüchte Weizen Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Vegan Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Laina e ceci

Handgezogene Pasta aus Latium

Breite, handgeschnittene Laina aus eifreiem Semolateig wird direkt in einem sämigen Tomaten-Kichererbsen-Sugo gegart. Die rustikale Pasta ist als eigenständige Spezialität der bassa Ciociaria im Latium verankert.

Zum Rezept
Laina e ceci – rustikale Pasta aus Latium
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 45 Min.
Gesamtzeit ca. 14 Std. 20 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Hülsenfrüchte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der feste Teig aus Semola rimacinata bleibt beim direkten Garen formstabil und entwickelt einen angenehm bissfesten Kern.
  • Kichererbsen und ihr Kochwasser geben dem Tomatensugo Körper, sodass eine sämige, aber nicht schwere Sauce entsteht.
  • Die unregelmäßige, breite Pasta vergrößert die Oberfläche und hält den aromatischen Sugo besonders gut fest.
  • Rosmarin, Knoblauch und Zwiebel bauen aus wenigen Zutaten ein tiefes, herzhaftes Aroma auf.

Laina e ceci verbindet unregelmäßige, handgerollte Pastastreifen mit weichen Kichererbsen, passierten Tomaten, Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin. Der einfache Teig kommt ohne Ei aus; die frische Laina gart direkt im kräftigen Sugo und nimmt dabei besonders viel Aroma auf.

Die Laina ist breit, unregelmäßig und leicht rau an der Oberfläche. Sie wird weich, bleibt im Kern aber bissfest; der Sugo ist sämig, tomatig und würzig, mit weichen ganzen Kichererbsen und einem deutlichen Rosmarinton.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kichererbsen vorbereiten

  1. Einweichen

    Die getrockneten Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser 12 Stunden einweichen, am besten über Nacht.

    12 Stunden
    • Die Kichererbsen vollständig mit Wasser bedecken und die Schüssel abdecken.
  2. Garen und Kochwasser auffangen

    Die Kichererbsen abgießen, abspülen und mit 1,5 l frischem Wasser in einen Topf geben. Aufkochen, die Hitze reduzieren und zugedeckt 75 bis 90 Minuten sanft garen, bis die Kichererbsen weich sind. Das Salz erst in den letzten 10 Minuten zugeben. 400 ml Kochwasser abnehmen und beiseitestellen. Während die Kichererbsen garen, kann der Pastateig vorbereitet werden.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kichererbsen sind weich und lassen sich leicht zerdrücken, behalten aber ihre Form.

    • Das Kochwasser nicht vollständig abgießen, bevor die benötigte Menge abgenommen wurde.

Laina herstellen

  1. Teig kneten und ruhen lassen

    Semola und Salz mischen. Das Wasser nach und nach zugießen und alles zu einem festen Teig verkneten. Den Teig 8 bis 10 Minuten bearbeiten, bis er glatt und elastisch ist. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Diese Arbeit kann parallel zum Garen der Kichererbsen erfolgen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch, ohne trockene Stellen.

    • Das Wasser langsam einarbeiten, weil Semola je nach Mahlgrad unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnimmt.
  2. Ausrollen und schneiden

    Den Teig auf einer leicht mit Semola bestäubten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz etwa 1 bis 2 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mit etwas Semola bestäuben und 15 Minuten antrocknen lassen. Locker aufrollen und mit einem Messer in breite, unregelmäßige Streifen von etwa 1,5 bis 2 cm Breite schneiden. Die Streifen auseinanderziehen und bis zur Verwendung leicht mit Semola bestäuben.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigplatte fühlt sich außen trocken genug zum Aufrollen an, bleibt aber biegsam.

    • Die Streifen nicht zu dicht stapeln, damit sie nicht zusammenkleben.

Sugo kochen und Pasta fertigstellen

  1. Sugo ansetzen

    Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch 1 Minute mitdünsten, dann die passierten Tomaten einrühren und 5 Minuten köcheln lassen. Das beiseitegestellte Kichererbsen-Kochwasser, den Rosmarinzweig und die gekochten Kichererbsen zugeben. Mit Salz würzen und 10 Minuten sanft köcheln lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, der Knoblauch duftet und der Sugo ist leicht eingedickt.

    • Die Zwiebel nicht stark bräunen, damit der Sugo ausgewogen und nicht bitter wird.
  2. Laina direkt im Sugo garen

    Den Sugo kräftig aufkochen lassen und die frische Laina direkt hineingeben. Unter vorsichtigem Rühren 4 bis 6 Minuten garen, bis die Pasta weich, aber noch bissfest ist. Falls der Sugo zu stark eindickt, esslöffelweise weiteres Kichererbsen-Kochwasser aus dem Topf ergänzen.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pastastreifen sind weich, zeigen im Kern aber noch leichten Biss.

    • Vorsichtig rühren, damit die frischen Streifen nicht zerreißen. Bei Bedarf nur wenig Kochwasser auf einmal ergänzen.
  3. Anrichten

    Den Rosmarinzweig entfernen, die Laina e ceci sofort in tiefen Tellern anrichten und heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist direkt nach dem Garen am sämigsten und heiß servierbereit.

    • Die Pasta unmittelbar nach dem Garen servieren, weil der Sugo beim Stehen weiter eindickt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeiten parallel einplanen: Während die Kichererbsen garen, kann der Pastateig geknetet, ruhen gelassen und anschließend ausgerollt werden. So wird die lange Garzeit der Kichererbsen effizient genutzt.
  • Sugo-Konsistenz beobachten: Die frische Laina nimmt beim direkten Garen Flüssigkeit auf. Wird der Sugo zu dick, esslöffelweise weiteres Kichererbsen-Kochwasser ergänzen.
  • Direkt servieren: Laina e ceci unmittelbar nach dem Garen anrichten, damit die Pasta ihre beste Konsistenz behält und der Sugo nicht übermäßig eindickt.

Zutatenwissen

Semola rimacinata

Der fein gemahlene Hartweizengrieß ist in italienischen Feinkostläden, größeren Supermärkten und gut sortierten Mehlregalen erhältlich. Feiner Hartweizengrieß ist ein möglicher Ersatz; der Teig wird dann etwas rustikaler und kann wenige Milliliter zusätzliches Wasser benötigen.

Kochwasser aufbewahren

Das Kochwasser der Kichererbsen bindet den Sugo und hilft dabei, die frische Laina direkt darin zu garen. Deshalb vor dem Abgießen genau 400 ml abnehmen.

Sinnvolle Alternativen

Feiner Hartweizengrieß

Der Teig wird etwas rustikaler und kann geringfügig mehr Wasser benötigen.

Semola rimacinata durch feinen Hartweizengrieß ersetzen. Das Wasser beim Teig nach und nach einarbeiten und bei Bedarf wenige Milliliter zusätzlich verwenden, bis ein fester, elastischer Teig entsteht.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig ist klebrig und lässt sich nicht sauber ausrollen.

Das Wasser nach und nach einarbeiten und den Teig gründlich kneten, bis er fest und elastisch ist.

Etwas Semola einarbeiten und den Teig erneut ruhen lassen, bevor er ausgerollt wird.

Die Kichererbsen bleiben im fertigen Gericht hart.

Die Kichererbsen weich garen und das Salz erst in den letzten 10 Minuten hinzufügen.

Die Kichererbsen mit etwas Wasser weitergaren, bevor der Sugo fertiggestellt wird.

Die frischen Pastastreifen kleben beim Schneiden oder Garen zusammen.

Die Teigplatte und die geschnittenen Streifen leicht mit Semola bestäuben und auseinanderziehen.

Die Streifen vorsichtig trennen und portionsweise in den kräftig kochenden Sugo geben.

Der Sugo wird beim Garen der Laina zu fest.

Das zurückbehaltene Kichererbsen-Kochwasser griffbereit halten und bei Bedarf esslöffelweise zugeben.

Etwas Kochwasser unter vorsichtigem Rühren einarbeiten, bis die gewünschte sämige Konsistenz erreicht ist.

Servieren und kombinieren

  • Im tiefen Teller servieren: Laina e ceci sofort in tiefen Tellern anrichten, damit der sämige Sugo und die ganzen Kichererbsen gut zur Pasta verteilt bleiben.
  • Direkt heiß servieren: Die Pasta unmittelbar nach dem Garen servieren, weil die frische Laina den Sugo beim Stehen weiter bindet.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die getrockneten Kichererbsen können bis zu 12 Stunden vor dem Kochen in kaltem Wasser eingeweicht werden. Den Pastateig und die Laina möglichst am Tag der Zubereitung herstellen.

Einfrieren

Für die fertig gegarte Pasta mit Sugo ist keine belastbare Einfrier- und Auftauanleitung im Ausgangsmaterial angegeben.

Allergene und Nährwerte

  • Weizen beziehungsweise glutenhaltiges Getreide: enthält · Semola rimacinata ist ein Weizenprodukt und wird für Teig und Ausrollen verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wird der Teig für Laina e ceci mit Ei zubereitet?

Nein. Der Teig besteht aus Semola rimacinata, Wasser und einer dosierten Menge Salz und wird ohne Ei zubereitet.

Warum müssen die getrockneten Kichererbsen eingeweicht werden?

Das Einweichen über 12 Stunden verkürzt die anschließende Garzeit und unterstützt ein gleichmäßiges Weichwerden der Kichererbsen.

Was kann ich tun, wenn der Sugo beim Garen der Laina zu dick wird?

Esslöffelweise weiteres Kichererbsen-Kochwasser aus dem Topf ergänzen und vorsichtig rühren, bis der Sugo wieder sämig und beweglich ist.

Aus unserer Küche

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