Stracchino
Der weiche italienische Kuhmilchkäse ist in italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Käsetheken und größeren Supermärkten erhältlich. Crescenza ist eine sinnvolle Alternative und kann etwas milder und feuchter sein.
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Passwort vergessen?Gefülltes Fladenbrot aus Ligurien
Eine ligurische, hefefreie Käse-Focaccia mit hauchdünnem Teig und cremig schmelzendem Stracchino. Sie wird sehr heiß gebacken, in Stücke geschnitten und am besten warm serviert.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Focaccia di Recco col formaggio ist eine eigenständige Spezialität aus Ligurien. Zwei hauchdünn ausgezogene Schichten eines weichen, hefefreien Teigs umschließen cremigen Stracchino; im sehr heißen Ofen wird die Oberfläche knusprig und der Käse schmilzt zu einer weichen Füllung.
Außen ist die Focaccia dünn, knusprig und an dunkleren Stellen kräftig gebräunt. Darunter liegt eine warme, weiche und cremig geschmolzene Käsefüllung; der Geschmack ist mild, leicht salzig und vom Olivenöl abgerundet.
Schritt für Schritt
Manitoba-Mehl, Weizenmehl Type 00, Wasser, 30 ml Olivenöl und Salz in die Rührschüssel geben. Alles zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Von Hand dauert das etwa 8–10 Minuten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und weich.
Den Teig abdecken und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Danach 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit er sich leichter ausziehen lässt.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gekühlt geruht und wieder etwas geschmeidiger.
Den Backofen auf die höchstmögliche Temperatur vorheizen, ideal auf 280–300 °C Ober-/Unterhitze. Bei einem Backofen mit maximal 250 °C ebenfalls vollständig vorheizen. Das stabile Backblech von etwa 30 × 40 cm mit 10 ml Olivenöl ausstreichen.
Wichtig: Beim Arbeiten mit dem sehr heißen Backofen und Blech vorsichtig vorgehen.
Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen. Ein Stück auf der Arbeitsfläche zunächst mit den Händen flach drücken und anschließend vorsichtig mit den Handrücken und Fingerspitzen ausziehen, bis es sehr dünn ist. Die Teigfläche soll möglichst groß genug für das Blech sein, darf aber nicht reißen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sehr dünn und noch zusammenhängend.
Die erste Teigschicht auf das geölte Blech legen und bis in die Ecken ziehen. Den Stracchino in kleinen, etwa walnussgroßen Stücken gleichmäßig darauf verteilen. Rundum einen schmalen Rand frei lassen.
Daran erkennst du es: Der Käse ist gleichmäßig verteilt und der Rand bleibt frei.
Das zweite Teigstück ebenso hauchdünn ausziehen und über die Käsefüllung legen. Die überstehenden Ränder beider Teigschichten zusammendrücken und überschüssigen Teig abschneiden.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist vollständig eingeschlossen und der Rand dicht verschlossen.
Die obere Teigschicht an mehreren Stellen mit den Fingerspitzen leicht einritzen oder kleine Öffnungen hineinzupfen, damit der Dampf entweichen kann. Die Oberfläche mit den restlichen 5 ml Olivenöl beträufeln.
Daran erkennst du es: Mehrere kleine Öffnungen sind vorhanden und die Oberfläche ist leicht geölt.
Die Focaccia sofort backen. Bei 280–300 °C benötigt sie etwa 4–8 Minuten. Bei 250 °C dauert das Backen meist etwa 8–12 Minuten. Sie ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun mit dunkleren Stellen ist und der Käse sichtbar cremig geschmolzen ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun mit dunkleren Stellen und der Käse cremig geschmolzen.
Wichtig: Das Blech und die Focaccia sind sehr heiß; hitzebeständige Ofenhandschuhe verwenden.
Die Focaccia kurz abkühlen lassen, in Stücke schneiden und heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Focaccia lässt sich schneiden und wird noch heiß serviert.
Wichtig: Vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen, da der geschmolzene Käse sehr heiß sein kann.
Gut zu wissen
Der weiche italienische Kuhmilchkäse ist in italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Käsetheken und größeren Supermärkten erhältlich. Crescenza ist eine sinnvolle Alternative und kann etwas milder und feuchter sein.
Manitoba-Mehl ist ein backstarkes Weizenmehl. Es ist meist im italienischen Lebensmittelhandel, in gut sortierten Supermärkten oder im Fachhandel für Backzutaten erhältlich.
Die Füllung bleibt cremig, kann aber etwas milder und feuchter ausfallen.
Stracchino im gleichen Mengenverhältnis durch Crescenza ersetzen und ebenso in kleinen Stücken auf dem Teig verteilen.
Der Teig kann etwas weniger elastisch werden.
Manitoba-Mehl im gleichen Mengenverhältnis durch ein backstarkes Weizenmehl ersetzen und den Teig weiterhin sehr vorsichtig ausziehen.
Den Teig vorsichtig mit Handrücken und Fingerspitzen bis zu einer sehr dünnen, möglichst großen Fläche ausziehen.
Wenn die obere Schicht noch nicht aufgelegt ist, weiter vorsichtig ausziehen. Nach dem Backen lässt sich die Teigdicke nicht mehr korrigieren.
Einen schmalen Rand frei lassen und beide Teigschichten rundum sorgfältig zusammendrücken.
Ausgetretenen Käse nach dem Backen vorsichtig vom heißen Blech lösen und die Focaccia trotzdem heiß servieren.
Die kurze Backzeit kontrollieren und die Focaccia am beschriebenen Bräunungs- und Schmelzpunkt herausnehmen.
Bei starker Bräunung die Focaccia aus dem Ofen nehmen, sobald der Käse sichtbar cremig geschmolzen ist.
Der Teig kann bis zu 2 Stunden im Kühlschrank ruhen. Anschließend 30 Minuten bei Raumtemperatur temperieren, ausziehen, füllen und direkt backen.
Das Einfrieren ist im Ausgangsrezept nicht beschrieben; die beste Qualität wird heiß und frisch aus dem Ofen erreicht.
Häufig gefragt
Nein. Der beschriebene Teig ist hefefrei und wird nach dem Kneten im Kühlschrank ruhen gelassen.
Ja. Bei 250 °C dauert das Backen meist etwa 8–12 Minuten statt etwa 4–8 Minuten bei 280–300 °C.
Crescenza ist eine sinnvolle Alternative. Sie schmilzt ähnlich cremig, kann aber etwas milder und feuchter sein.
Beide Teigstücke sollen hauchdünn ausgezogen werden. Sie müssen groß genug für das Blech sein, dürfen dabei aber nicht reißen.
Aus unserer Küche
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