Feines Maismehl verwenden
Fein gemahlenes gelbes Maismehl ist für diese Creme geeigneter als grober Polenta-Grieß, weil es eine gleichmäßigere, weniger körnige Textur ergibt.
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Passwort vergessen?Süße frittierte Creme aus Venetien
Fest gekochte venezianische Milchcreme mit Maismehl, Orange und Vanille wird gekühlt, in Rauten geschnitten, paniert und goldbraun frittiert. Warm bis lauwarm serviert, verbindet sie eine knusprige Hülle mit einem weichen, aromatischen Kern.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Crema fritta alla veneziana ist eine venezianische Süßspeise aus fest gekochter Milchcreme. Die Creme wird gekühlt, in Rauten geschnitten, paniert und goldbraun frittiert. In Venetien passt sie besonders gut in die Karnevalszeit, schmeckt aber auch als warmes Dessert.
Außen knusprig und goldbraun, innen weich, dicht und cremig. Orange und Vanille wirken warm und aromatisch, während die kandierte Orangenschale für kleine fruchtige Akzente sorgt.
Schritt für Schritt
Die Form mit Frischhaltefolie auslegen. Die Folie an den Seiten etwas überstehen lassen, damit sich die erkaltete Creme später leichter herausheben lässt.
Milch, Zitronenschale, Orangenschale und die längs aufgeschnittene Vanilleschote in den Topf geben. Langsam erhitzen, kurz vor dem Kochen vom Herd nehmen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Milch ist heiß und aromatisch, kocht aber noch nicht.
Während die Milch zieht, Eier, Maismehl, Zucker und Salz in der großen Schüssel glatt verrühren. Zitronen- und Orangenschale sowie die Vanilleschote aus der Milch nehmen.
Daran erkennst du es: Die Eier-Maismehl-Mischung ist glatt und ohne trockene Mehlnester.
Etwa ein Drittel der warmen Milch unter ständigem Rühren in die Eier-Maismehl-Mischung geben. Die Mischung anschließend zurück in den Topf zur übrigen Milch gießen.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist gleichmäßig verbunden und ohne sichtbare Klümpchen.
Die Creme bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen. Sobald sie sehr dick ist, noch etwa 1 Minute weiterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und zuerst die kandierte Orangenschale, dann die Butter einrühren.
Daran erkennst du es: Die Creme ist sehr dick und hält deutliche Rührspuren.
Die heiße Creme in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Sie sollte etwa 2 cm hoch stehen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, mit Folie direkt an der Oberfläche abdecken und mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Creme ist vollständig fest und lässt sich aus der Form heben.
Die feste Creme aus der Form heben und in etwa 25 Rauten schneiden. Eiweiße in einer flachen Schale leicht verschlagen. Die Rauten zuerst durch das Eiweiß ziehen und anschließend rundum in den Semmelbröseln wenden.
Daran erkennst du es: Jede Raute ist rundum gleichmäßig mit Semmelbröseln bedeckt.
Das Öl in einem hohen Topf auf 165 bis 170 °C erhitzen. Die Rauten portionsweise, jeweils nur zwei bis drei Stück, etwa 2 bis 3 Minuten goldbraun frittieren und dabei vorsichtig wenden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Panade ist rundum goldbraun und knusprig.
Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und die Rauten langsam einlegen.
Die Crema fritta alla veneziana kurz abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und warm bis lauwarm servieren.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind warm bis lauwarm und die Oberfläche ist mit Puderzucker bestäubt.
Gut zu wissen
Fein gemahlenes gelbes Maismehl ist für diese Creme geeigneter als grober Polenta-Grieß, weil es eine gleichmäßigere, weniger körnige Textur ergibt.
Kandierte Orangenschale wird fein gewürfelt und erst nach dem Eindicken in die heiße Creme gerührt, damit die Stückchen sichtbar und aromatisch bleiben.
Für die Milchcreme wird die Schale der unbehandelten Zitrusfrüchte verwendet. Sie gibt Aroma, ohne zusätzliche Flüssigkeit in die Creme zu bringen.
Die Creme schmeckt etwas frischer und weniger ausgeprägt nach Orange.
Die kandierte Zitronenschale fein würfeln und im gleichen Schritt wie die kandierte Orangenschale in die heiße, eingedickte Creme rühren.
Die Creme mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, kühlen und beim Kochen bis zu einer sehr dicken Konsistenz rühren.
Die Creme weiter kühlen. Falls sie danach noch zu weich ist, lässt sie sich nicht zuverlässig in Rauten panieren.
Etwa ein Drittel der warmen Milch langsam unter ständigem Rühren einarbeiten und erst danach alles in den Topf geben.
Die Öltemperatur im Bereich von 165 bis 170 °C halten und nur zwei bis drei Rauten pro Durchgang frittieren.
Die Öltemperatur vor dem nächsten Durchgang wieder kontrollieren und gegebenenfalls senken.
Die Kühlzeit einhalten und die Rauten mit Messer und Küchenzange vorsichtig behandeln.
Die kandierte Orangenschale wird durch kandierte Zitronenschale ersetzt. Dadurch wird das Aroma frischer und weniger orangig.
Die Creme kann bis zu einem Tag im Voraus gekocht und in der Form gekühlt werden. Schneiden, Panieren und Frittieren erst kurz vor dem Servieren durchführen.
Die gekühlte Creme bis zum Schneiden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Bereits frittierte Stücke möglichst frisch servieren.
Vor dem Frittieren und Servieren durchgehend gekühlt halten.
Beim Einfrieren und Auftauen kann die cremige Struktur leiden; für die beste Textur frisch zubereiten.
Häufig gefragt
Die lange Kühlzeit macht die gekochte Creme schnittfest. Erst dann lassen sich Rauten formen, panieren und vorsichtig frittieren.
Am besten eignet sich feines gelbes Maismehl. Grober Polenta-Grieß macht die Creme körniger.
Verwende ein neutrales Öl zum Frittieren und erhitze es auf 165 bis 170 °C.
Die Rauten werden kurz abgekühlt, mit Puderzucker bestäubt und warm bis lauwarm serviert.
Aus unserer Küche
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