Amarone della Valpolicella
Der trockene, konzentrierte Rotwein aus angetrockneten Trauben prägt die Sauce. Er ist in Weinhandlungen und gut sortierten Supermärkten erhältlich.
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Passwort vergessen?Rinderschmorbraten aus Venetien
Ein ganzer Rinderschmorbraten wird über Nacht in Amarone della Valpolicella mariniert, kräftig angebraten und langsam in der aromatischen Weinmarinade geschmort. Nach dem Ruhen wird das Fleisch in Scheiben geschnitten und mit der fein pürierten Amarone-Sauce serviert.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Brasato all'Amarone ist ein festlicher Veroneser Rinderschmorbraten mit einer langen Amarone-Marinade. Das Fleisch wird durch langsames Schmoren zart, während Gemüse, Kräuter und der konzentrierte Rotwein eine dunkle, samtige Sauce ergeben.
Sehr zartes, saftiges Rindfleisch mit kräftigen Röstaromen und einer dunklen, samtig gebundenen Sauce. Amarone bringt konzentrierte Frucht, Wärme und Würze, während Sellerie, Rosmarin, Lorbeer und die Gewürze für Tiefe sorgen.
Schritt für Schritt
Die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Karotten und Staudensellerie putzen und grob stückeln. Den Knoblauch schälen und andrücken.
Das Fleisch trocken tupfen und in eine große Schüssel oder einen passenden Bräter legen. Gemüse, Knoblauch, Lorbeer, Rosmarin, Nelken und Zimtstange dazugeben, mit dem Amarone aufgießen, abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Einmal zwischendurch wenden.
Wichtig: Die Marinade im Kühlschrank durchführen.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und Wein sowie Gemüse mit Kräutern und Gewürzen getrennt auffangen.
Das Fleisch rundherum mit der abgemessenen Menge Salz und Pfeffer würzen und mit dem Mehl bestäuben. Überschüssiges Mehl abklopfen.
Olivenöl und 20 g Butter in einem schweren Bräter mit Deckel erhitzen. Das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten, bis es kräftig gebräunt ist, dann herausnehmen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum kräftig gebräunt.
Das abgetropfte Gemüse mit Kräutern und Gewürzen im Bräter bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten andünsten, bis die Zwiebeln anlaufen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln beginnen weich zu werden und leicht Farbe anzunehmen.
Mit dem aufgefangenen Marinadenwein ablöschen und 4 bis 5 Minuten kräftig einkochen lassen. Das Fleisch zurücklegen; es soll zu etwa zwei Dritteln in Flüssigkeit liegen. Bei Bedarf etwas Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist sichtbar reduziert und der Bratensatz hat sich gelöst.
Einmal aufkochen, dann die Hitze stark reduzieren, den Bräter schließen und das Fleisch 3 Stunden bei leichtem Simmern schmoren, bis es sehr zart ist. Zwei- bis dreimal wenden und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, damit nichts ansetzt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist sehr zart und lässt sich leicht mit einer Gabel prüfen.
Den Braten herausnehmen, locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Lorbeer, Rosmarinstiel, Nelken und Zimtstange aus der Sauce fischen. Das Gemüse mit dem Bratensaft fein pürieren oder passieren. Die Sauce bei Bedarf 5 bis 10 Minuten einkochen, bis sie sämig den Löffel überzieht. Den Bräter vom Herd nehmen, die restlichen 20 g Butter unterrühren und mit der restlichen abgemessenen Menge Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und überzieht den Löffel.
Den Brasato gegen die Faser in fingerdicke Scheiben schneiden, mit der heißen Sauce überziehen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben behalten ihre Form und lassen sich leicht schneiden.
Gut zu wissen
Der trockene, konzentrierte Rotwein aus angetrockneten Trauben prägt die Sauce. Er ist in Weinhandlungen und gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Bug, Nacken oder Hochrippe eignen sich als zusammenhängende Stücke für das lange Schmoren.
20 g Butter dienen zum Anbraten; die restlichen 20 g werden am Ende in die fertige Sauce eingerührt.
Die Sauce wird etwas leichter und weniger dicht als mit Amarone.
Den Amarone im gleichen Volumen durch Valpolicella Ripasso ersetzen und die Marinier- und Schmorzeiten beibehalten.
Die Sauce wird weniger buttrig und etwas fruchtiger.
Das Olivenöl anstelle der Butter zum Anbraten und zum Abrunden der Sauce verwenden.
Das Fleisch vor dem Würzen und Anbraten sorgfältig mit Küchenpapier trocknen.
Die austretende Flüssigkeit abgießen, den Bräter wieder erhitzen und das Fleisch portionsweise nachbräunen.
Nach dem einmaligen Aufkochen die Hitze stark reduzieren und nur leicht simmern lassen.
Bei sehr sanfter Hitze weiter schmoren, bis das Fleisch deutlich zarter ist, und die Flüssigkeitshöhe kontrollieren.
Wasser nur bei Bedarf und sparsam nachgießen.
Das Fleisch herausnehmen und die Sauce weitere 5 bis 10 Minuten ohne Deckel einkochen lassen.
Erst nach dem Reduzieren vorsichtig mit der bereits abgemessenen Salzmenge abschmecken.
Mit etwas ungesalzener Flüssigkeit verdünnen und die Sauce anschließend kurz wieder auf die gewünschte Konsistenz bringen.
Eine zugänglichere Variante mit Valpolicella Ripasso statt Amarone. Das Ergebnis bleibt ein dunkler Rinderschmorbraten, die Sauce wirkt jedoch leichter.
Die Marinade kann am Vorabend angesetzt werden. Fleisch und Marinade bis zur weiteren Zubereitung abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Braten und Sauce getrennt oder gemeinsam vollständig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Zum Servieren nur die benötigte Menge erwärmen.
Nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Rezeptgrundlage enthält keine geprüfte Gefrier- und Auftauanleitung; die Sauce kann durch das Einfrieren ihre ursprüngliche Konsistenz verändern.
Häufig gefragt
Geeignet sind Bug, Nacken oder Hochrippe als zusammenhängendes Stück Rindfleisch zum Schmoren.
Ja. Valpolicella Ripasso ist eine günstigere Alternative; die Sauce wird damit etwas leichter und weniger dicht.
Das Fleisch wird 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank mariniert und zwischendurch einmal gewendet.
Die Sauce ist fertig, wenn sie sämig ist und den Löffel überzieht. Bei Bedarf wird sie vor dem Einrühren der letzten Butterportion noch kurz eingekocht.
Aus unserer Küche
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