Toma Piemontese
Toma Piemontese DOP wird hier sowohl in dünnen Streifen zum Schmelzen als auch in separaten Portionen für knusprige Käsechips verwendet. Als Ersatz sind milder Fontina oder junger Bergkäse genannt.
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Passwort vergessen?Pizza in pala aus dem Piemont
Längliche Pizza in pala mit lockerem, 72 Stunden kalt geführtem Teig, geschmolzener Toma Piemontese, gerösteten Peperoni di Carmagnola, Basilikum und knusprigen Toma-Chips.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Pizza-in-pala-Variante verbindet einen luftigen, lang geführten Teig mit zwei charakteristischen Zutaten aus dem Piemont: schmelzender Toma Piemontese und süßen Peperoni di Carmagnola. Der Teig wird auf Stein oder Stahl gebacken und anschließend mit gerösteten Paprikastreifen, Basilikum und knusprigen Käsechips vollendet.
Außen gebräunter, knuspriger Rand mit luftiger Krume; dazu cremig geschmolzener, buttriger Käse, süßlich geröstete Peperonistreifen, frisches Basilikum und splittrig-knusprige Toma-Chips.
Schritt für Schritt
100 ml vom kalten Wasser in eine große Schüssel geben, die frische Hefe darin auflösen und das Mehl einrühren. Nach und nach das restliche Wasser zugießen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Den Teig 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Kein trockenes Mehl mehr sichtbar.
Salz und Olivenöl einarbeiten und den Teig 5–7 Minuten von Hand kneten, bis er glatt und elastisch ist. Er darf noch leicht kleben.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch, bleibt aber leicht klebrig.
Die Schüssel abdecken und den Teig 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Danach dreimal im Abstand von jeweils 30 Minuten dehnen und falten: Eine Teigseite hochziehen und zur Mitte legen, die Schüssel drehen und wiederholen.
Daran erkennst du es: Der Teig gewinnt nach jedem Falten an Spannung.
Die Schüssel abgedeckt 48 Stunden bei etwa 4 °C im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend den Teig in drei Portionen von jeweils etwa 290 g teilen, zu straffen Kugeln formen und in einer verschlossenen Box weitere 24 Stunden kalt stellen. Die Teiglinge 3 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind nach der Raumtemperaturphase sichtbar gelockert und dehnbar.
Die Peperoni ganz auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und unter dem Grill des auf 250 °C vorgeheizten Backofens 30–40 Minuten rösten. Dabei mehrmals wenden, bis die Haut dunkel wird und das Fruchtfleisch weich ist. Die Peperoni in eine Schüssel legen, abdecken und 5 Minuten ruhen lassen. Danach Haut, Stiele und Kerne entfernen, das Fruchtfleisch in Streifen schneiden und mit 10 ml Olivenöl und dem Salz vermengen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist dunkel, das Fruchtfleisch weich und lässt sich nach dem Ruhen leicht häuten.
Wichtig: Blech und Peperoni sind sehr heiß; hitzebeständige Handschuhe verwenden.
360 g Toma Piemontese in dünne Streifen schneiden. Die übrigen 180 g in drei Portionen teilen.
Daran erkennst du es: Die Streifen sind dünn genug, um auf der vorgebackenen Pizza gleichmäßig zu schmelzen.
Für die Käsechips jede Portion in einer beschichteten Pfanne ohne zusätzliches Fett zu einer dünnen Schicht schmelzen. Sobald der Käse an den Rändern goldbraun wird, vorsichtig lösen und auf einem Teller auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldbraun und die Chips lassen sich vorsichtig lösen.
Wichtig: Die Pfanne und der geschmolzene Käse sind heiß; vorsichtig arbeiten.
Backstein oder Backstahl auf einem Rost im unteren Drittel des Backofens mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn du ein Backblech verwendest, dieses umgedreht mit aufheizen.
Daran erkennst du es: Backstein, Backstahl oder umgedrehtes Blech ist vollständig aufgeheizt.
Wichtig: Heißen Stein, Stahl oder Blech nur mit geeigneten Ofenhandschuhen handhaben.
Einen Teigling auf die mit Semola bestäubte Arbeitsfläche setzen und mit den Fingerspitzen vorsichtig zu einem etwa 30 × 20 cm großen Oval oder Rechteck drücken. Den Rand etwas dicker lassen. Den Teig auf den Schieber ziehen und auf den heißen Stein gleiten lassen. 5 Minuten vorbacken.
Daran erkennst du es: Der Teig ist vorgebacken und lässt sich zum Belegen sicher herausnehmen.
Wichtig: Beim Einschießen und Herausnehmen auf den heißen Stein achten.
Die vorgebackene Pizza herausnehmen, ein Drittel der Toma-Streifen darauf verteilen und weitere 4–7 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und der Rand gebräunt ist. Mit den beiden übrigen Teiglingen ebenso verfahren.
Daran erkennst du es: Die Toma ist geschmolzen und der Rand gebräunt.
Wichtig: Pizzaschieber und Backfläche bleiben während des gesamten Backens sehr heiß.
Jede Pizza mit einem Drittel der gerösteten Peperonistreifen, Basilikum und den zerbrochenen Toma-Chips belegen. Das restliche Olivenöl darauf verteilen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Peperoni, Basilikumblätter und Toma-Chips sind gleichmäßig verteilt.
Gut zu wissen
Toma Piemontese DOP wird hier sowohl in dünnen Streifen zum Schmelzen als auch in separaten Portionen für knusprige Käsechips verwendet. Als Ersatz sind milder Fontina oder junger Bergkäse genannt.
Die Peperoni werden ganz geröstet, damit die Haut dunkel wird und sich das Fruchtfleisch anschließend leicht häuten lässt. Rote oder gelbe Spitzpaprika sind als sinnvolle Alternative angegeben.
Beide Sorten schmelzen ähnlich, schmecken aber etwas kräftiger und weniger buttrig als Toma Piemontese.
Die Ersatzsorte wie die Toma aufteilen: 360 g in Streifen für den Belag und 180 g für die drei Käsechips.
Die Paprika schmeckt meist etwas süßer und hat eine dünnere Schale.
Die Spitzpaprika ganz rösten, anschließend häuten, entkernen, in Streifen schneiden und mit dem vorgesehenen Öl und Salz vermengen.
Die leichte Klebrigkeit nach dem Kneten akzeptieren und zum Formen Semola statt zusätzlichem Weizenmehl verwenden.
Den Teig kurz ruhen lassen und anschließend vorsichtig weiterdehnen, statt weiteres Mehl einzukneten.
Die Backfläche mindestens 45 Minuten bei 250 °C vorheizen.
Die nächste Pizza erst einschießen, wenn die Backfläche erneut vollständig aufgeheizt ist.
Die Peperoni rösten, bis das Fruchtfleisch weich ist und die Haut dunkel wird; anschließend Haut, Stiele und Kerne entfernen.
Die Streifen vor dem Belegen kurz abtropfen lassen und sparsam verteilen.
Die Chips erst unmittelbar vor dem Servieren zerbrechen und auflegen.
Weiche Chips nicht erneut auf der Pizza erhitzen, sondern durch frisch ausgekühlte Chips ersetzen, falls noch Käse vorhanden ist.
Eine mildere, leicht kräftigere Käsevariante mit ähnlichem Schmelzverhalten.
Eine leichter erhältliche Paprikavariante mit meist süßerem Geschmack und dünnerer Schale.
Den Teig 48 Stunden als Gesamtteig und anschließend weitere 24 Stunden als drei Teiglinge im Kühlschrank führen. Die Teiglinge erst 3 Stunden vor dem Backen herausnehmen.
Zur Gefrierlagerung des Teigs oder der fertig belegten Pizza liegen keine belastbaren Angaben vor.
Häufig gefragt
Die 72 Stunden kalte Teigführung ist ein zentraler Bestandteil des vorgegebenen Rezepts und prägt Aroma und Teigstruktur. Eine kürzere Führung wäre eine andere Rezeptvariante.
Ein umgedrehtes Backblech kann als Alternative verwendet und mit aufgeheizt werden.
Rote oder gelbe Spitzpaprika sind eine sinnvolle Alternative. Sie schmecken meist etwas süßer und haben eine dünnere Schale.
Milder Fontina oder junger Bergkäse schmelzen ähnlich. Sie schmecken jedoch etwas kräftiger und weniger buttrig.
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