Nudelgerichte Suppen Fleisch Hülsenfrüchte Weizen Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln

Sagne e fagioli alla ciociara

Ciociarische Pastasuppe

Handgeschnittene Sagne werden mit Borlotti-Bohnen, Tomaten und Schweineschwarte direkt im kräftigen Bohnensud gegart. So entsteht eine sämige, sättigende Pastasuppe aus der Ciociaria.

Zum Rezept
Sagne e fagioli alla ciociara
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 105 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 35 Min.
Gesamtzeit ca. 15 Stunden
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte, Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Hülsenfrüchte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Bohnen und die Schweineschwarte geben dem Sud Körper, während die Tomaten für Frische und leichte Säure sorgen.
  • Das direkte Garen der Sagne im Bohnensud verbindet Pasta und Brühe und macht die Suppe durch die abgegebene Stärke sämig.
  • Knoblauch, Chili und natives Olivenöl setzen einen einfachen, kräftigen Aromenschwerpunkt.
  • Die getrennten Salzgaben ermöglichen, die Bohnen während des Garens zu würzen und die fertige Suppe anschließend gezielt abzuschmecken.

Sagne e fagioli alla ciociara verbindet rustikale, handgeschnittene Teigstreifen mit cremig werdenden Borlotti-Bohnen, Tomate und zart gekochter Schweineschwarte. Die frischen Sagne garen direkt im aromatischen Sud und geben dabei Stärke ab, sodass die Suppe ohne zusätzliche Bindemittel leicht sämig wird.

Eine dicke, löffelbare Suppe mit weichen Borlotti-Bohnen, zarten, leicht bissfesten Teigstreifen und mundgerechten Stücken Schweineschwarte. Tomate, Knoblauch und Chili geben Würze und Frische, während Olivenöl den Geschmack abrundet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bohnen einweichen

    Die Borlotti-Bohnen in reichlich kaltem Wasser 12 Stunden einweichen. Danach abgießen und abspülen. Die Schweineschwarte unter kaltem Wasser abspülen.

    12 Stunden
    • Die lange Einweichzeit ist für die getrockneten Bohnen eingeplant.
  2. Bohnen und Schwarte garen

    Bohnen und Schweineschwarte mit 1,8 l Wasser in den großen Topf geben. Langsam aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 90 Minuten garen. Nach etwa 75 Minuten 4 g des vorgesehenen Salzes hinzufügen. Die Bohnen sollen weich sein, bevor die Tomatenmischung und die Pasta dazukommen.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Während die Bohnen garen, kann der Teig vorbereitet werden.
  3. Teig herstellen und ruhen lassen

    Mehl und 2 g Salz mischen. Das Wasser nach und nach einarbeiten und den Teig etwa 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und fest ist. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und nicht mehr krümelig.

    • Die Teigruhe kann parallel zur Kochzeit der Bohnen stattfinden.
  4. Sagne schneiden

    Den Teig portionsweise 1 bis 2 mm dünn ausrollen. Die Platten kurz antrocknen lassen, locker aufrollen und mit einem Messer in unregelmäßige Streifen von etwa 2 bis 3 cm Breite schneiden. Die Sagne auseinanderziehen und mit etwas Mehl bestäuben.

    Daran erkennst du es: Die Streifen sind getrennt und kleben nicht aneinander.

    • Nicht zu viel Mehl verwenden, damit der Sud später nicht unnötig mehlig wird.
  5. Tomatenmischung zubereiten

    Knoblauch fein hacken, Chilischote in Ringe schneiden und Kirschtomaten grob zerkleinern. 40 ml Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Chili kurz anschwitzen, die Tomaten hinzufügen und etwa 10 Minuten einkochen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind weich und die Mischung leicht eingekocht.

    • Die Tomatenmischung kann während des Bohnenkochens zubereitet werden.
  6. Sud fertigstellen

    Die Tomatenmischung zu den gekochten Bohnen geben und mit 300 ml heißem Wasser zu einem kräftigen, nicht zu dünnen Sud auffüllen. Die Schweineschwarte herausnehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und wieder in den Topf geben. Den Sud erneut zum sanften Kochen bringen.

    Daran erkennst du es: Der Sud ist heiß, kräftig aromatisch und noch ausreichend flüssig für die Pasta.

    • Die Schweineschwarte erst nach dem Garen zerteilen, damit sie zart bleibt.
  7. Sagne direkt im Sud garen

    Die frischen Sagne direkt in den Bohnensud geben und unter vorsichtigem Rühren 5 bis 6 Minuten garen. Die Pasta soll weich, aber noch bissfest sein. Durch die abgegebene Stärke wird der Sud leicht sämig.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sagne sind weich, aber noch bissfest, und der Sud ist leicht sämig.

    • Vorsichtig rühren, damit die frischen Teigstreifen nicht reißen.
  8. Abschmecken und ruhen lassen

    Mit dem restlichen Salz abschmecken. Die Sagne e fagioli 5 Minuten ruhen lassen, auf tiefe Teller verteilen und mit den übrigen 20 ml Olivenöl beträufeln.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sud ist sämig und die Pasta hat die gewünschte Konsistenz.

    • Die Suppe dickt während der Ruhezeit noch leicht nach.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichzeit einplanen: Die getrockneten Borlotti-Bohnen benötigen 12 Stunden Einweichzeit. Diese Zeit liegt vor der eigentlichen Kochphase.
  • Pasta direkt im Sud garen: Die Sagne werden nicht separat gekocht. Ihr Stärkeanteil bindet den Bohnensud und trägt zur sämigen Konsistenz bei.
  • Teigruhe parallel nutzen: Die 30-minütige Teigruhe kann während der Kochzeit der Bohnen stattfinden und verlängert den Ablauf dadurch nicht vollständig.
  • Salzmengen getrennt führen: Die 2 g Salz für den Teig und die 6 g Salz für Bohnen und Sud bleiben getrennte Zutatenmengen. Vom Salz für den Sud werden zunächst 4 g beim Bohnenkochen und der Rest am Ende verwendet.

Zutatenwissen

Borlotti-Bohnen einkaufen

Getrocknete Borlotti-Bohnen sind in größeren Supermärkten, italienischen Feinkostläden oder gut sortierten Bioläden erhältlich.

Schweineschwarte vorbestellen

Schweineschwarte ist häufig auf Vorbestellung beim Metzger erhältlich. Ohne sie bleibt die Suppe aromatisch, wird aber weniger bindig und kräftig.

Konsistenz der Sagne

Die Teigplatten werden 1 bis 2 mm dünn ausgerollt und in etwa 2 bis 3 cm breite, unregelmäßige Streifen geschnitten.

Sinnvolle Alternativen

Vorgekochte Borlotti-Bohnen aus dem Glas

Das Einweichen und lange Garen entfallen; der Sud wird meist etwas weniger kräftig.

Abgießen und abspülen. Die Bohnen erst bei der Fertigstellung des Suds zugeben und nur so lange erhitzen, bis sie durchgehend heiß sind.

Keine Ersatz-Zutat

Die Suppe bleibt aromatisch, wird aber weniger bindig und weniger kräftig.

Die Schweineschwarte vollständig weglassen. Die Bohnen-Tomaten-Mischung ansonsten wie beschrieben zubereiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bohnen sind beim Einrühren der Tomatenmischung noch hart.

Die Bohnen vollständig weich garen, bevor Tomatenmischung und Sagne dazukommen.

Den Bohnensud weiter sanft garen, bis die Bohnen weich sind, und erst danach die Pasta einlegen.

Die Sagne kleben nach dem Schneiden oder im Topf zusammen.

Die geschnittenen Sagne auseinanderziehen, nur leicht mit Mehl bestäuben und vorsichtig in den Sud geben.

Verklebte Streifen vor dem Einlegen vorsichtig voneinander lösen.

Der Sud wird nach dem Einlegen der Pasta zu fest.

Den Sud vor dem Einlegen nicht zu stark reduzieren und die Pasta vorsichtig rühren.

Schrittweise etwas heißes Wasser einrühren, bis die gewünschte Suppenkonsistenz erreicht ist.

Die Suppe bleibt wässrig und bindet kaum ab.

Das Wasser für den Sud zunächst abmessen und die Sagne vollständig 5 bis 6 Minuten im Bohnensud garen.

Die Suppe kurz weiter sanft köcheln lassen und anschließend 5 Minuten ruhen lassen.

Varianten

Vegetarische Variante ohne Schweineschwarte

Die Schweineschwarte wird weggelassen. Das Gericht bleibt eine Bohnen-Tomaten-Suppe mit frischen Sagne, verliert aber etwas Bindigkeit und kräftige Tiefe.

Schnelle Variante mit vorgekochten Bohnen

Vorgekochte Borlotti-Bohnen aus dem Glas verkürzen die Vorbereitungs- und Kochzeit.

Mildere Variante

Die Chilischote wird weggelassen, wenn die Suppe weniger Schärfe haben soll.

Servieren und kombinieren

  • Als dicke Suppe servieren: Die Sagne e fagioli in tiefe Teller schöpfen und mit den übrigen 20 ml nativem Olivenöl extra beträufeln.
  • Suppig oder sämig anrichten: Für eine suppigere Konsistenz etwas mehr heißen Sud zurückbehalten; für eine sämigere Version die Pasta vollständig im Sud garen und die Ruhezeit einhalten.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Nicht angegeben; die Auswirkung des Einfrierens auf die Textur der direkt im Sud gegarten Sagne ist nicht dokumentiert.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 00 für die Sagne.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich vorgekochte Borlotti-Bohnen verwenden?

Ja. Vorgekochte Borlotti-Bohnen aus dem Glas sind eine mögliche Abkürzung. Dann entfallen Einweichen und langes Garen; der Sud wird jedoch etwas weniger kräftig.

Kann ich die Schweineschwarte weglassen?

Ja. Die Suppe bleibt aromatisch, wird aber weniger bindig und kräftig.

Wie dünn soll ich die Sagne ausrollen?

Die Teigplatten werden etwa 1 bis 2 mm dünn ausgerollt und anschließend in unregelmäßige Streifen von etwa 2 bis 3 cm Breite geschnitten.

Warum werden die Sagne direkt im Bohnensud gegart?

Die Pasta gibt beim Garen Stärke an den Sud ab. Dadurch wird die Suppe leicht sämig und Pasta, Bohnen und Tomate verbinden sich geschmacklich.

Aus unserer Küche

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