Semola rimacinata
Fein gemahlener Hartweizengrieß sorgt für einen elastischen, bissfesten Teig. Er ist meist in italienischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Supermärkten erhältlich.
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Passwort vergessen?Emilia-Romagna · frische Pasta
Frische, hohle Gramigna aus Eierteig wird mit einem langsam geschmorten Ragù aus Salsiccia, klassischem Gemüse und wenig Tomate vermengt und mit Parmigiano Reggiano serviert.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gramigna alla salsiccia ist eine eigenständige emilianische Pasta-Spezialität. Die kurzen, hohlen Nudeln werden hier aus einem Eierteig selbst hergestellt, durch eine Gramigna-Matrize gedrückt und anschließend mit würzigem Salsiccia-Ragù vermengt.
Die Gramigna ist frisch, elastisch und bissfest. Das Ragù schmeckt würzig, fleischig und leicht tomatig, während Parmigiano Reggiano für salzige Tiefe und eine cremige Bindung sorgt.
Schritt für Schritt
Mehl und Semola auf der Arbeitsfläche mischen und eine Mulde formen. Die Eier hineingeben und mit einer Gabel nach und nach das Mehl einarbeiten. Den Teig 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Abgedeckt 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Während der Teig ruht, Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein würfeln. Die Salsiccia aus dem Darm lösen und grob zerzupfen.
Olivenöl und Butter in einer breiten Kasserolle bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Gemüse 5 Minuten sanft anschwitzen. Die Salsiccia zugeben und 6–8 Minuten kräftig anbraten, bis sie zerfällt und leicht gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Salsiccia ist zerfallen und leicht gebräunt.
Wichtig: Rohe Salsiccia getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsgeräte danach reinigen.
Mit dem Weißwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Passierte Tomaten, Wasser, Salz und Pfeffer zugeben. Aufkochen, dann zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 35 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch umrühren.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist eingekocht und verbindet sich zu einer sämigen Sauce.
Den Nudelteig in vier Stücke teilen. Jedes Stück leicht flach drücken und portionsweise durch eine Nudelmaschine oder einen Nudelaufsatz mit Gramigna-Matrize drücken. Nach ein bis zwei Kringeln jeweils 4–5 cm lange Stücke abschneiden. Die frische Pasta auf einem mit der restlichen Semola bestäubten Blech verteilen und 15–20 Minuten antrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gramigna ist geformt und außen leicht angetrocknet, aber noch frisch und biegsam.
3 l Wasser mit 25 g Salz zum Kochen bringen. Die Gramigna portionsweise hineingeben und 3–4 Minuten garen, bis sie bissfest ist. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist bissfest und im Kern nicht mehr mehlig.
Wichtig: Kochendes Wasser vorsichtig handhaben.
Die Pasta direkt in die Kasserolle zum Ragù geben. Mit einem Schuss Kochwasser 1–2 Minuten bei mittlerer Hitze durchschwenken, bis die Sauce an der Gramigna haftet. Den Herd ausschalten und den Parmigiano Reggiano unterheben.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet an der Pasta und wirkt sämig.
Die Gramigna alla salsiccia sofort auf vier Teller verteilen und mit dem restlichen geriebenen Parmigiano Reggiano servieren.
Gut zu wissen
Fein gemahlener Hartweizengrieß sorgt für einen elastischen, bissfesten Teig. Er ist meist in italienischen Lebensmittelgeschäften oder gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Italienische Metzgereien und gut sortierte Supermärkte führen frische oder vakuumierte Salsiccia häufig im Sortiment.
Frisch geriebener Parmigiano Reggiano wird sowohl unter die Pasta gehoben als auch zum Servieren verwendet.
Die Pasta wird etwas rustikaler an der Oberfläche.
Semola rimacinata im Teig und zum Bestäuben durch feinen Hartweizengrieß ersetzen.
Das Ragù schmeckt meist etwas milder und weniger typisch italienisch.
Die Bratwurst aus der Hülle lösen und wie die Salsiccia grob zerzupfen und anbraten.
Das Ragù zugedeckt, aber langsam einkochen lassen und das Kochwasser beim Durchschwenken nur schluckweise ergänzen.
Die Pasta mit dem Ragù noch etwas länger bei mittlerer Hitze durchschwenken, bis die Sauce sämiger wird.
Nach 3 Minuten erstmals probieren und die Pasta bissfest abgießen.
Die Pasta sofort abgießen und nur kurz im Ragù schwenken, damit sie nicht weiter durchgart.
Die Eier nach und nach einarbeiten und den Teig gründlich kneten; anschließend die Ruhezeit einhalten.
Den Teig erneut kräftig kneten und ihm vor dem Formen nochmals kurze Ruhe geben.
Das Blech mit der restlichen Semola bestäuben und die Pasta mit Abstand verteilen.
Die Stücke vorsichtig lösen und mit etwas Semola voneinander trennen.
Häufig gefragt
Ja. Die beschriebene Fassung stellt den Eierteig selbst her, frische Gramigna aus dem Kühlregal ist aber eine praktische Alternative.
Dabei handelt es sich um fein gemahlenen Hartweizengrieß. Er sorgt für einen elastischen, bissfesten Teig und kann bei Bedarf durch feinen Hartweizengrieß ersetzt werden.
Grobe frische Schweinsbratwurst eignet sich als Ersatz. Das Ragù schmeckt damit meist etwas milder.
Die 30-minütige Ruhezeit entspannt den Teig und macht ihn geschmeidiger, sodass er sich leichter durch die Gramigna-Matrize drücken lässt.
Aus unserer Küche
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