Nudelgerichte Hülsenfrüchte Kräuter und Gewürze Braten in wenig Fett Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Vegan

Siziliens cremiger Maccu aus Favabohnen

Sizilianische Hülsenfrucht-Pasta

Sizilianische Pasta mit einem cremigen Macco aus getrockneten Favabohnen, Wildfenchel, Zwiebel und Olivenöl. Die Pasta gart direkt in der dichten Bohnenmasse und nimmt dabei deren würziges Aroma auf.

Zum Rezept
Siziliens cremiger Maccu aus Favabohnen
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 95 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Stunden
Gesamtzeit ca. 14 Stunden
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das direkte Garen der Pasta im Bohnen-Macco bindet die Stärke und erzeugt eine besonders cremige Konsistenz.
  • Ein Teil der Favabohnen wird püriert, während einige ganze Bohnen für Struktur und Biss erhalten bleiben.
  • Wildfenchel, Olivenöl und schwarzer Pfeffer setzen aromatische Akzente, ohne die einfache Grundlage aus Bohnen und Pasta zu überdecken.

Pasta con il macco di fave ist ein eigenständiges sizilianisches Pastagericht mit einer dichten, cremigen Sauce aus weich gekochten Favabohnen. Ein Teil der Bohnen wird püriert, während einige ganz bleiben. Die kurze Pasta gart direkt im Macco; Wildfenchel, Olivenöl und schwarzer Pfeffer geben dem Gericht sein klares, herzhaftes Aroma.

Der Macco ist dickflüssig, samtig und sättigend, mit einzelnen weichen Bohnen und bissfester Pasta. Wildfenchel bringt eine feine anisartige Würze ein, während Olivenöl und schwarzer Pfeffer den warmen, erdigen Geschmack abrunden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Bohnen garen

  1. Bohnen einweichen

    Die Favabohnen in der großen Schüssel mit 2 l kaltem Wasser bedecken und 12–24 Stunden einweichen. Anschließend abgießen und unter kaltem Wasser gründlich abspülen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig mit Wasser bedeckt und nach dem Einweichen abgespült.

    • Die längere Einweichzeit macht die Bohnen gleichmäßiger weich und verkürzt die anschließende Garzeit.
  2. Zwiebel weich dünsten

    Die Zwiebel fein würfeln. 40 ml Olivenöl in einem schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und die Zwiebel 6–8 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.

    • Eine moderate Hitze hält die Zwiebel mild und verhindert, dass sie vor dem langen Bohnenkochen anbrennt.
  3. Bohnen weich kochen

    Die abgespülten Favabohnen, 1,5 l Wasser, das Lorbeerblatt und die Hälfte des Wildfenchels hinzufügen. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Bohnen bei leicht geöffnetem Deckel 60–75 Minuten garen. Falls die Flüssigkeit zu stark reduziert, etwas von dem kochenden Wasser nachgießen.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind sehr weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Die Flüssigkeit sollte die Bohnen während des Garens ausreichend umgeben, aber am Ende nicht wässrig sein.

    Wichtig: Beim Nachgießen nur kochendes Wasser verwenden, damit der Garprozess möglichst gleichmäßig weiterläuft.

Macco vollenden und Pasta garen

  1. Macco pürieren

    Das Lorbeerblatt entfernen. Etwa zwei Drittel der gekochten Bohnen direkt im Topf grob pürieren, sodass eine cremige Masse mit einigen ganzen Bohnen entsteht. Die Konsistenz soll dickflüssig, aber noch gut rührbar sein. Bei Bedarf etwas kochendes Wasser einarbeiten und 8 g Salz unterrühren.

    Daran erkennst du es: Der Macco ist cremig, enthält aber noch einige ganze Bohnen und lässt sich gut rühren.

    • Nicht alle Bohnen vollständig pürieren; die ganzen Bohnen geben dem Gericht Struktur.

    Wichtig: Den Stabmixer nur im stabil stehenden Topf und mit genügend Abstand zur heißen Oberfläche verwenden.

  2. Pasta direkt im Macco garen

    Die getrocknete Pasta in den heißen Macco geben und unter häufigem Rühren nach Packungsangabe al dente garen, meist 8–11 Minuten. Wenn die Masse zu dick wird, nach und nach bis zu 300 ml kochendes Wasser ergänzen. Besonders am Topfboden regelmäßig rühren, damit die Pasta nicht ansetzt.

    11 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist al dente und der Macco bleibt dickflüssig, aber rührbar.

    • Während die Pasta gart, den Topfboden besonders regelmäßig abschaben, weil der Macco schnell andicken kann.
  3. Abschmecken und servieren

    Den restlichen Wildfenchel, den schwarzen Pfeffer und die übrigen 4 g Salz einrühren. Die Pasta vom Herd nehmen und das restliche Olivenöl unterziehen. Sofort heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist heiß, al dente und von einer cremigen Bohnenmasse umhüllt.

    • Das restliche Olivenöl erst nach dem Herdnehmen einarbeiten, damit sein frisches Aroma erhalten bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Pasta direkt im Macco: Die Pasta wird nicht separat gekocht, sondern nimmt direkt im Bohnen-Macco Flüssigkeit und Aroma auf. Deshalb regelmäßig rühren und bei Bedarf nach und nach kochendes Wasser ergänzen.
  • Cremig und zugleich rustikal: Durch das grobe Pürieren von etwa zwei Dritteln der Bohnen bleibt ein Teil ganz und sorgt für eine rustikale Struktur.
  • Aktive Zeit bündeln: Während die Bohnen garen, ist keine aufwendige weitere Zubereitung nötig. Die Zwiebel kann vor dem Bohnenkochen vorbereitet werden; die Pasta wird erst anschließend direkt im Macco gegart.

Zutatenwissen

Favabohnen finden

Getrocknete, geschälte Favabohnen sind in italienischen Feinkostläden, türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften und in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Wildfenchel finden

Getrockneter Wildfenchel wird gelegentlich in italienischen Feinkostläden und gut sortierten Gewürzgeschäften angeboten. Die italienische Bezeichnung lautet finocchietto selvatico.

Kurze Pasta verwenden

Eine kurze Pasta wie Ditalini eignet sich gut, weil sie sich gleichmäßig in der dicken Bohnenmasse verteilt und direkt darin garen kann.

Sinnvolle Alternativen

getrocknete, ungeschälte Favabohnen

Die Bohnen brauchen meist längeres Einweichen und Garen; der Macco wird etwas rustikaler.

Die ungeschälten Bohnen gründlich einweichen, nach dem Einweichen prüfen und sie so lange garen, bis sie sehr weich sind.

Fenchelsaat

Das Aroma wird etwas süßer und anisbetonter als mit Wildfenchel.

Die gleiche Menge Fenchelsaat verwenden und wie den Wildfenchel auf die Koch- und Abschmeckphase verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pasta nimmt die gesamte Flüssigkeit auf und der Macco wird schwer rührbar.

Nach und nach kochendes Wasser einarbeiten und besonders am Topfboden häufig rühren.

Schluckweise kochendes Wasser einrühren, bis die Pasta gar und der Macco wieder dickflüssig, aber rührbar ist.

Die Zwiebel wird dunkel oder bitter.

Bei mittlerer Hitze dünsten und die Zwiebel weich werden lassen, ohne sie zu bräunen.

Bei leichter Bräunung mit den Bohnen fortfahren; bei deutlich bitterem oder verbranntem Geschmack die Zwiebel ersetzen.

Die Bohnen bleiben nach der angegebenen Zeit fest.

12–24 Stunden einweichen und während des Garens auf ausreichende Flüssigkeit achten.

Mit zusätzlichem heißem Wasser weiter sanft köcheln, bis die Bohnen leicht zerfallen.

Die Pasta klebt am Topfboden an.

Häufig rühren und bei Bedarf frühzeitig kochendes Wasser ergänzen.

Den Topf vom Herd nehmen, die nicht angebrannte Masse vorsichtig lösen und mit etwas kochendem Wasser weiterarbeiten.

Varianten

Rustikaler Macco mit ungeschälten Favabohnen

Eine rustikalere Variante mit ungeschälten Favabohnen, die länger eingeweicht und gegart werden.

Macco mit Fenchelsaat

Wildfenchel wird durch Fenchelsaat ersetzt, wenn finocchietto selvatico nicht erhältlich ist.

Servieren und kombinieren

  • Heiß mit Olivenöl servieren: Den Macco sofort heiß in tiefen Tellern anrichten und mit dem eingearbeiteten Olivenöl sowie frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer servieren.
  • Konsistenz nach Wunsch: Für eine besonders cremige Version mehr Bohnen pürieren; für eine rustikalere Variante einige ganze Favabohnen und etwas mehr Biss erhalten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Favabohnen können 12–24 Stunden vor dem Kochen eingeweicht werden. Nach dem Einweichen abgießen, abspülen und direkt weiterverarbeiten oder bis zum Kochen abgedeckt kalt stellen.

Einfrieren

Die Pasta nimmt beim Lagern weiter Flüssigkeit auf; dadurch kann die cremige Konsistenz nach dem Einfrieren und Auftauen leiden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Die Pastasorte ist nicht abschließend spezifiziert. Klassische Ditalini werden häufig aus Weizen hergestellt, eine glutenfreie kurze Pasta ist jedoch ebenfalls möglich.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Favabohnen länger als 12 Stunden einweichen?

Ja. Die angegebene Einweichzeit beträgt 12–24 Stunden. Danach die Bohnen abgießen und gründlich abspülen.

Kann ich ungeschälte Favabohnen verwenden?

Ja. Sie brauchen meist längeres Einweichen und Garen, und der Macco wird etwas rustikaler.

Was kann ich statt Wildfenchel verwenden?

Fenchelsaat eignet sich in gleicher Menge. Das Aroma wird dadurch etwas süßer und anisbetonter.

Was mache ich, wenn der Macco beim Garen zu dick wird?

Nach und nach kochendes Wasser ergänzen und regelmäßig rühren, besonders am Topfboden. So bleibt die Pasta gar und der Macco dickflüssig, aber rührbar.

Aus unserer Küche

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