Nudelgerichte Suppen Fleisch Gemüse Hülsenfrüchte Weizen Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln

Pasta e fasoi

Venetische Pasta-Suppe

Herzhafte venetische Pasta-Suppe mit getrockneten Bohnen, kurzer Pasta und Cotenna. Ein Teil der Bohnen wird püriert und bindet den aromatischen Sud cremig, während ganze Bohnen und Pasta für Struktur sorgen.

Zum Rezept
Pasta e fasoi aus Venetien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 100 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 12 Std. 25 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte, Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das teilweise Pürieren der Bohnen bindet den Sud ohne zusätzliche Stärke oder Sahne.
  • Die Pasta gart direkt in der Bohnensuppe und nimmt dabei das herzhafte Aroma auf.
  • Cotenna bringt Tiefe und eine natürliche Bindung in den Sud.
  • Ganze Bohnen und kurze Pasta verbinden cremige, stückige und löffelfeste Elemente.

Pasta e fasoi gehört zu den herzhaften Pasta-Suppen Venetiens. Die dichte, löffelfeste Konsistenz entsteht, wenn ein Teil der weich gekochten Bohnen püriert und mit ganzen Bohnen verbunden wird. Kurze getrocknete Nudeln garen direkt im aromatischen Bohnensud. Fagioli di Lamon passen besonders gut zu dieser regional verankerten Zubereitung; trockene Borlotti-Bohnen sind eine klar gekennzeichnete Alternative.

Die Suppe ist sämig und löffelfest, mit weich gegarten Bohnen, kurzen Pasta und zarten Streifen Cotenna. Sie schmeckt herzhaft, erdig und aromatisch nach Bohnen, Gemüse, Rosmarin und Pfeffer.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Bohnen einweichen

    Die getrockneten Bohnen in reichlich kaltem Wasser 8 bis 12 Stunden einweichen. Anschließend abgießen und gründlich abspülen.

    8 Stunden
    • Die Bohnen vollständig mit Wasser bedecken, da sie während des Einweichens deutlich an Volumen gewinnen.
  2. Cotenna vorbereiten

    Die Schweineschwarte in einem kleinen Topf mit Wasser 5 Minuten sprudelnd kochen. Abgießen, unter kaltem Wasser abspülen, mit Küchenpapier trocknen und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schwarte ist durchgehend erhitzt und lässt sich sauber schneiden.

    • Das Blanchieren mildert den anfänglichen Schweinegeschmack und bereitet die Schwarte für den langen Garvorgang vor.

    Wichtig: Nach dem Kontakt mit roher Schwarte Hände, Arbeitsfläche und Küchenutensilien gründlich reinigen.

  3. Gemüse anschwitzen

    Zwiebel, Möhre und Sellerie fein würfeln. Das Olivenöl in einem großen schweren Topf erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 6 Minuten weich dünsten. Die ungeschält angedrückte Knoblauchzehe 1 Minute mitdünsten.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und duftet aromatisch, ohne stark gebräunt zu sein.

    • Das Gemüse nur sanft dünsten, damit die Suppe später ausgewogen und nicht bitter schmeckt.

Kochen und fertigstellen

  1. Bohnen weich kochen

    Bohnen, Cotenna, Lorbeerblatt, Rosmarinzweig und 1,8 l Wasser in den Topf geben. Aufkochen lassen, den entstehenden Schaum abschöpfen und die Bohnen zugedeckt bei kleiner Hitze 75 bis 90 Minuten garen. Falls nötig, währenddessen etwas heißes Wasser nachgießen.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Während des Garens nur bei Bedarf heißes Wasser ergänzen, damit der Sud aromatisch und nicht zu dünn bleibt.
  2. Suppe binden

    Lorbeerblatt und Rosmarinzweig entfernen. Etwa ein Drittel der Bohnen mit 250 ml Kochsud herausnehmen und beiseitestellen. Den restlichen Topfinhalt mit dem Stabmixer teilweise pürieren, sodass eine sämige Suppe mit etwas Struktur entsteht.

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist sämig, enthält aber noch sichtbare Stücke.

    • Nicht vollständig glatt pürieren; die rustikale Struktur gehört zum Charakter des Gerichts.

    Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit den Stabmixer vollständig eintauchen und Spritzer vermeiden.

  3. Pasta im Sud garen

    Die Suppe wieder aufkochen, das Salz einrühren und die trockene Pasta zugeben. Bei kleiner bis mittlerer Hitze nach Packungsangabe garen, meist 9 bis 12 Minuten. Häufig umrühren und bei Bedarf portionsweise bis zu 300 ml heißes Wasser ergänzen, damit die Pasta gleichmäßig im Sud gart und die Suppe löffelfest bleibt.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist gar, aber noch leicht bissfest, und der Sud haftet sämig an den Nudeln.

    • Häufig umrühren, weil die Pasta in der gebundenen Suppe leichter am Topfboden ansetzt als in reichlich Wasser.
  4. Fertigstellen und ruhen lassen

    Die beiseitegestellten Bohnen und die Schweineschwarte unterheben. Den schwarzen Pfeffer einrühren und alles noch 2 Minuten sanft erhitzen. Den Topf vom Herd nehmen und die Pasta e fasoi 10 Minuten ruhen lassen; sie dickt dabei weiter ein.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist löffelfest, aber noch gut schöpfbar.

    • Die Konsistenz direkt nach dem Kochen etwas flüssiger lassen, da die Pasta während der Ruhezeit weiter bindet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz steuern: Für eine besonders löffelfeste Suppe wenig zusätzliches Wasser verwenden. Für eine suppigere Variante während des Pastagarens portionsweise heißes Wasser ergänzen.
  • Pasta direkt im Sud: Die Pasta wird nicht separat gekocht, sondern nimmt beim Garen im Bohnensud Geschmack und Stärke auf. Deshalb regelmäßig umrühren und die Flüssigkeitsmenge beobachten.
  • Kräuter entfernen: Lorbeerblatt und Rosmarinzweig vor dem Pürieren herausnehmen, damit die Suppe aromatisch bleibt und keine harten Bestandteile enthält.

Zutatenwissen

Fagioli di Lamon

Fagioli di Lamon sind die vorgesehene regionale Bohnenwahl. Trockene Borlotti-Bohnen sind eine klar gekennzeichnete Alternative und ergeben meist eine etwas kräftigere, weniger fein-cremige Suppe.

Cotenna

Schweineschwarte wird zunächst blanchiert und anschließend lange mit den Bohnen gegart. Sie verleiht dem Sud Tiefe und unterstützt die sämige Konsistenz.

Sinnvolle Alternativen

trockene Borlotti-Bohnen

Die Suppe wird meist etwas kräftiger und weniger fein-cremig.

Die Borlotti-Bohnen wie die Fagioli di Lamon 8 bis 12 Stunden einweichen, abgießen und nach demselben Verfahren garen.

Pancetta

Der Sud wird salziger und rauchiger, bindet aber weniger sämig.

Die Pancetta in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Bohnen in den Topf geben. Das feste Salz erst nach dem Abschmecken ergänzen, da Pancetta bereits salzig sein kann.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pasta saugt die gesamte Flüssigkeit auf und die Suppe wird trocken.

Während des Pastagarens die Konsistenz beobachten und bei Bedarf portionsweise heißes Wasser zugeben.

Mit heißem Wasser verdünnen und die Suppe noch einige Minuten sanft erhitzen, bis Pasta und Sud wieder verbunden sind.

Die Bohnen bleiben im fertigen Gericht fest.

Die Bohnen vollständig 8 bis 12 Stunden einweichen und erst weiterarbeiten, wenn sie sich leicht zerdrücken lassen.

Mit zusätzlichem heißem Wasser weiter sanft garen, bevor die Pasta zugegeben wird.

Die Suppe wird nach der Ruhezeit breiig oder kaum schöpfbar.

Die Suppe vor der Ruhezeit etwas flüssiger lassen und die Pasta während des Garens häufig umrühren.

Mit heißem Wasser vorsichtig verdünnen und kurz erwärmen, ohne die Pasta zu zerkochen.

Varianten

Borlotti-Variante

Eine unkomplizierte Alternative mit trockenen Borlotti-Bohnen, wenn Fagioli di Lamon nicht erhältlich sind.

Pancetta statt Cotenna

Eine salzigere und rauchigere Variante mit Pancetta anstelle der Schweineschwarte.

Servieren und kombinieren

  • Warm und löffelfest servieren: Die Pasta e fasoi nach der zehnminütigen Ruhezeit warm servieren, solange die Suppe noch gut schöpfbar und die Pasta angenehm bissfest ist.
  • Konsistenz individuell anpassen: Für eine suppigere Schüssel etwas mehr heißes Wasser einrühren; für eine besonders dichte, löffelfeste Konsistenz die Ruhezeit vollständig einhalten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Bohnen können bis zu 12 Stunden vor dem Kochen eingeweicht werden. Danach abgießen, abspülen und direkt weiterverarbeiten.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, in einen gut verschließbaren Behälter umfüllen und im Kühlschrank lagern. Die Pasta nimmt weiter Flüssigkeit auf; beim späteren Erwärmen etwas Wasser ergänzen.

Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Das Einfrieren ist wegen der Pasta und der dadurch veränderten Konsistenz nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Topf: Die gewünschte Menge mit einem kleinen Schuss Wasser in einem Topf bei mittlerer bis kleiner Hitze langsam erwärmen und häufig umrühren.
  • Mikrowelle: Eine Portion abgedeckt in kurzen Intervallen erwärmen, zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser ergänzen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Ditalini rigati werden üblicherweise aus Weizen hergestellt. Bei Verwendung einer ausdrücklich glutenfreien Pasta kann sich die Allergenlage ändern.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Fagioli di Lamon ersetzen?

Ja. Trockene Borlotti-Bohnen sind die im Rezept vorgesehene Alternative. Die Suppe wird damit meist etwas kräftiger und weniger fein-cremig.

Warum wird ein Teil der Bohnen püriert?

Das Pürieren bindet den Bohnensud sämig, während die zurückbehaltenen ganzen Bohnen für Struktur sorgen.

Wird die Pasta separat gekocht?

Nein. Die kurze getrocknete Pasta gart direkt in der Bohnensuppe und nimmt dabei Geschmack auf.

Wie wird Pasta e fasoi suppiger?

Während des Pastagarens portionsweise bis zu 300 ml heißes Wasser ergänzen und die gewünschte Konsistenz beobachten.

Aus unserer Küche

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