Kategorie: Zutaten & Lebensmittel

Netvet (Netzfett)

Netvet, auch Netzfett genannt, ist eine netzartig durchwachsene Fetthaut, die innere Organe von Schlachttieren umgibt. In der Küche wird sie vor allem zum Umhüllen von Hackfleischmassen, Pasteten, Würsten oder mageren Fleischstücken verwendet.

Bedeutung und Verwendung

Das Gewebe wird meist als dünne, biegsame Membran verwendet. Beim Garen schmilzt ein großer Teil des eingelagerten Fettes, während die Membran die umhüllte Masse zunächst zusammenhält. Dadurch eignet sich Netzfett zum Formen und Barden von Zubereitungen wie Crépinette, Füllungen oder bestimmten Rouladen. Vor der Verarbeitung wird es häufig vorsichtig entfaltet und in Wasser eingeweicht, damit es geschmeidiger wird. Die genaue Bezeichnung kann je nach Sprache und Region variieren; im internationalen Fachgebrauch erscheinen unter anderem caul fat, crépine oder omentum.

Varianten und Abgrenzung

  • Netzfett ist eine Membran mit eingelagertem Fett und nicht dasselbe wie festes Rückenspeck- oder Bauchspeckfett.
  • Die Begriffe Netvet und Netzfett bezeichnen im kulinarischen Zusammenhang dieselbe Zutat.
  • Nicht jede fetthaltige Haut oder jedes Bindegewebe aus dem Schlachttier ist automatisch Netzfett.