Kategorie: Küchenwissen & Fachbegriffe

Mürbeteig

Mürbeteig ist ein fettreicher, wenig elastischer Teig aus Mehl und Fett, häufig ergänzt durch Zucker, Salz, Ei oder Flüssigkeit. Er wird nur kurz zusammengefügt und ergibt nach dem Backen eine mürbe, knusprige Struktur.

Bedeutung und Verwendung

Für Mürbeteig werden die Zutaten so verarbeitet, dass sich möglichst wenig stabiles Klebergerüst entwickelt. Kaltes Fett wird häufig mit dem Mehl verrieben oder kurz eingearbeitet; anschließend wird der Teig nur so lange zusammengefügt, bis er zusammenhält. Langes Kneten kann ihn elastischer und nach dem Backen härter machen. Mürbeteig wird unter anderem für Plätzchen, Tartes, Kuchenböden und Tartelettes verwendet. Vor dem Ausrollen wird er oft gekühlt, damit das Fett wieder fester wird und der Teig seine Form besser behält. Das Mischungsverhältnis und die Zugabe von Ei oder Flüssigkeit beeinflussen seine Festigkeit und Verarbeitbarkeit.

Varianten und Abgrenzung

  • Mürbeteig wird im Schweizer Sprachgebrauch auch als Mürbteig bezeichnet.
  • Im Unterschied zu Hefeteig wird Mürbeteig nicht auf ein stabiles, dehnbares Klebergerüst hin geknetet.
  • Sandteig ist eine nahe verwandte Bezeichnung; die Begriffe können je nach Rezepttradition unterschiedlich verwendet werden.