Kategorie: Zubereitungsarten & Küchentechniken

Flambieren

Beim Flambieren wird eine fertig zubereitete oder vorgegarte Speise mit hochprozentigem Alkohol benetzt und angezündet. Die Flamme erlischt nach kurzer Zeit, während Alkohol- und Aromastoffe das Gericht prägen.

Bedeutung und Verwendung

Flambiert werden unter anderem Fleisch, Geflügel, Obst und Desserts. Die Technik erzeugt eine sichtbare Flamme und kann ein charakteristisches Aroma hinterlassen, ersetzt aber weder das Garen noch das Karamellisieren von Zucker. Verwendet werden geeignete Spirituosen wie Cognac, Rum oder bestimmte Liköre. Wegen der offenen Flamme gehört Flambieren nicht unter eine laufende Dunstabzugshaube oder direkt auf ein stark erhitztes Kochfeld. Der verbleibende Alkoholgehalt kann je nach Menge, Temperatur und Dauer des Abbrennens unterschiedlich sein.

Herkunft

Der Begriff geht auf das französische Verb flamber zurück, das sinngemäß mit abflammen oder in Flammen setzen wiedergegeben wird. Die Technik ist besonders mit der französischen Küche verbunden.

Varianten und Abgrenzung

  • Flambieren ist nicht dasselbe wie das bloße Ablöschen mit Alkohol, da der Alkohol beim Flambieren entzündet wird.
  • Crème brûlée wird üblicherweise nicht flambiert; dabei wird vor allem die Zuckerschicht karamellisiert.
  • Die sichtbare Flamme bedeutet nicht, dass der gesamte Alkohol vollständig entfernt wird.