Kategorie: Zubereitungsarten & Küchentechniken

Bedampfen beim Backen

Bedampfen beim Backen bedeutet, während des Backvorgangs Wasserdampf in den Garraum zu geben. Besonders bei Brot, Brötchen, Blätterteig und Brandteig kann dies den Ofentrieb unterstützen und zu einer elastischen, später knusprigen Oberfläche beitragen.

Bedeutung und Verwendung

Der Wasserdampf hält die Oberfläche des Teigs in der ersten Backphase länger feucht und dehnbar. Dadurch kann sich das Gebäck stärker ausdehnen, bevor die Kruste fest wird. Beim Brotbacken unterstützt Bedampfen häufig eine glänzende und knusprige Kruste; bei Blätterteig und Brandteig kann es den Auftrieb begünstigen. Die Dampfgabe erfolgt entweder mit einer Backofenfunktion oder durch geeignete hitzebeständige Gefäße und Wasser. Bei bereits sehr feuchten Teigen oder feuchten Belägen kann zusätzlicher Dampf die Trocknung behindern und ist deshalb nicht allgemein sinnvoll.

Varianten und Abgrenzung

  • Beschwaden, Bedampfen und Backen mit Dampf werden im Backbereich häufig für dieselbe Technik verwendet.
  • Bedampfen ist nicht dasselbe wie Dämpfen: Beim Dämpfen wird das Gargut vollständig in einer feuchten Garatmosphäre gegart, beim Bedampfen bleibt der Backvorgang mit trockener Hitze maßgeblich.
  • Die Technik wird meist zu Beginn des Backens eingesetzt; Zeitpunkt und Intensität hängen von Teigart und Ofen ab.