Fladenbrote Gemüse Milchprodukte Weizen Backen Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Pizza al mattone

Runde Pizza aus dem Piemont

Dünne, runde Pizza aus dem piemontesischen Turiner Umfeld mit direkt auf Stein oder Backstahl gebackenem Boden, Tomate, Fior-di-latte-Mozzarella und Oregano.

Zum Rezept
Pizza al mattone aus dem Piemont
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 22 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 6 Stunden
Gesamtzeit ca. 7 Std. 10 Min.
Menge 2 runde Pizzen à 28 bis 30 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigführung von insgesamt etwa sechs Stunden entwickelt Aroma und eine elastische, gut ausziehbare Teigstruktur.
  • Ein vollständig vorgeheizter Stein oder Backstahl gibt dem dünnen Boden schnell intensive Unterhitze.
  • Die sparsame Tomaten-Mozzarella-Kombination hält den Belag leicht genug, damit der Boden knusprig backt.

Pizza al mattone steht für eine dünne runde Pizza, die direkt auf einem heißen Stein oder Backstahl gebacken wird. Der Boden wird im gut vorgeheizten Haushaltsbackofen rasch fest und knusprig, während Tomate und Fior-di-latte-Mozzarella saftig bleiben.

Sehr dünner, fester und knuspriger Boden mit luftigem Rand, saftigem Tomatenbelag, weich schmelzender Fior-di-latte-Mozzarella und zurückhaltender Oregano-Würze.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig, Belag und Backen

  1. Teig ansetzen

    300 ml des lauwarmen Wassers in die große Schüssel geben, die frische Hefe darin auflösen und das Weizenmehl nach und nach einarbeiten. Den Teig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig eingearbeitet und der Teig ruht abgedeckt.

    • Das Wasser nur lauwarm verwenden, damit die Hefe nicht unnötig belastet wird.
  2. Salz einarbeiten und kneten

    Das Salz für den Teig im restlichen Wasser auflösen, zum Teig geben und alles 8 bis 10 Minuten kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer zusammenhängenden Kugel formen.

    • Das Salz erst im restlichen Wasser lösen, damit es sich gleichmäßig verteilt.
  3. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei etwa 22 bis 24 °C ungefähr 2 Stunden ruhen lassen. Er soll sichtbar aufgehen, muss sein Volumen aber nicht zwingend verdoppeln.

    2 Stunden 23 °C

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen, ohne zwingend sein Volumen zu verdoppeln.

    • Die Schüssel zugfrei und abgedeckt stehen lassen.
  4. Teiglinge formen

    Den Teig auf eine leicht bemehlte Fläche geben und mit der Teigkarte in zwei gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer straffen Kugel formen, mit Abstand in eine geölte Form oder auf ein bemehltes Brett legen und abdecken. Weitere 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

    4 Stunden

    Daran erkennst du es: Beide Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und bleiben dennoch formstabil.

    • Die Teiglinge mit Abstand platzieren, damit sie nicht zusammenkleben.
  5. Stein oder Stahl vorheizen

    Einen Backstein oder Backstahl im unteren Drittel des Ofens einsetzen. Den Backofen mindestens 45 Minuten auf der höchstmöglichen Temperatur vorheizen, idealerweise auf 250 bis 275 °C Ober-/Unterhitze. Falls kein Stein oder Stahl vorhanden ist, ein schweres Backblech umgedreht mit vorheizen.

    45 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Stein, Stahl oder umgedrehtes schweres Blech ist vollständig vorgeheizt.

    • Das Vorheizen während der zweiten Gehzeit beginnen, damit die Gesamtzeit nicht unnötig verlängert wird.

    Wichtig: Stein, Stahl und Ofeninnenraum werden sehr heiß; beim Einschieben hitzefeste Handschuhe verwenden.

  6. Tomatensauce und Mozzarella vorbereiten

    Die Tomaten mit dem Salz für die Tomatensauce, dem Oregano und der Hälfte des Olivenöls verrühren. Die Fior-di-latte-Mozzarella gut abtropfen lassen und in kleine Stücke zupfen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Tomatensauce und gezupfte, gut abgetropfte Mozzarella stehen bereit.

    • Gut abgetropfte Mozzarella verhindert, dass der dünne Boden unnötig durchweicht.
  7. Erste Pizza ausziehen und belegen

    Eine Teigkugel vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen. Von der Mitte nach außen drücken und den Rand möglichst luftig lassen. Den Teig auf 28 bis 30 cm ausziehen, auf den bemehlten Pizzaschieber legen und mit der Hälfte der Tomatensauce bestreichen. Rundherum etwa 1 cm Rand frei lassen.

    Daran erkennst du es: Die Pizza ist rund ausgezogen, liegt locker auf dem Schieber und hat einen freien Rand.

    • Nicht mit dem Nudelholz arbeiten, damit der Rand luftig bleibt.
  8. Erste Pizza backen

    Die Hälfte der Mozzarella auf der Sauce verteilen und die Pizza mit etwas restlichem Olivenöl beträufeln. Zügig auf den heißen Stein oder Stahl schieben und 8 bis 11 Minuten backen.

    Daran erkennst du es: Der Boden ist fest und gebräunt, der Rand knusprig und der Käse geschmolzen.

    • Die belegte Pizza zügig einschießen, damit der Teig nicht am Schieber festklebt.

    Wichtig: Beim Öffnen des heißen Ofens und beim Herausnehmen vor heißem Dampf und der heißen Backfläche schützen.

  9. Zweite Pizza backen und servieren

    Bei Bedarf die erste Pizza in den letzten 1 bis 2 Minuten höher einschieben, damit der Käse stärker bräunt. Die fertige Pizza kurz ruhen lassen, in Stücke schneiden und die zweite Pizza auf dieselbe Weise ausziehen, belegen und backen.

    Daran erkennst du es: Beide Pizzen sind knusprig gebacken und der Belag ist heiß und geschmolzen.

    • Die zweite Pizza erst kurz vor dem Backen ausziehen und belegen, damit sie nicht auf dem Schieber festweicht.

    Wichtig: Pizza vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen und beim Umgang mit dem heißen Stein oder Stahl vorsichtig sein.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gehzeiten einplanen: Die insgesamt etwa sechs Stunden Gehzeit sind ein wesentlicher Bestandteil der Rezeptstruktur. Die zweite Gehzeit kann genutzt werden, um den Backofen in den letzten 45 Minuten vorzuheizen.
  • Boden dünn halten: Den Teig von der Mitte nach außen drücken und den Rand möglichst luftig lassen. So bleibt die Mitte dünn genug, um auf dem heißen Stein oder Stahl knusprig zu backen.
  • Zügig arbeiten: Nach dem Belegen die Pizza ohne lange Wartezeit einschießen. Feuchte Sauce kann den Teig auf dem Schieber sonst festkleben lassen.
  • Käse gezielt bräunen: Falls der Käse stärker bräunen soll, die Pizza in den letzten 1 bis 2 Minuten höher einschieben.

Zutatenwissen

Type 0 oder Type 00

Beide im Rezept genannten Weizenmehltypen sind für den dünnen Pizzateig vorgesehen. Die genaue Wasseraufnahme kann je nach Mehl variieren.

Mozzarella gut abtropfen lassen

Fior-di-latte-Mozzarella vor dem Belegen gut abtropfen lassen und zupfen, damit möglichst wenig zusätzliche Flüssigkeit auf den dünnen Boden gelangt.

Zwei Salzportionen

Das Salz für den Teig und das Salz für die Tomatensauce bleiben als getrennte Mengen erhalten und werden in unterschiedlichen Arbeitsschritten verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Boden bleibt blass oder weich.

Backstein oder Backstahl mindestens 45 Minuten im unteren Ofendrittel vorheizen.

Die Pizza länger backen und bei Bedarf in den letzten 1 bis 2 Minuten höher einschieben; der Boden wird dadurch eventuell weniger gleichmäßig knusprig.

Die Mitte der Pizza wird weich oder durchweicht.

Die Mozzarella gut abtropfen lassen und die Tomatensauce dünn auftragen.

Die Pizza weiterbacken, bis der Boden fest ist, ohne den Rand unnötig dunkel werden zu lassen.

Die belegte Pizza lässt sich nicht sauber einschießen.

Schieber und Arbeitsfläche leicht bemehlen und die Pizza zügig belegen und einschießen.

Den Rand vorsichtig anheben und etwas Mehl darunterarbeiten, ohne den dünnen Teig zu zerreißen.

Servieren und kombinieren

  • Heiß in Stücke schneiden: Die Pizza nach einer kurzen Ruhezeit in Stücke schneiden und unmittelbar heiß servieren, damit der Boden knusprig bleibt.
  • Pizzen nacheinander backen: Die beiden Pizzen nacheinander ausziehen, belegen und backen. Die zweite Pizza erst kurz vor dem Einschießen vorbereiten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig nach dem Kneten in zwei Kugeln teilen und wie beschrieben insgesamt etwa sechs Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Die zweite Gehzeit ist die vorgesehene Vorbereitung vor dem Backen.

Einfrieren

Für den dünnen, knusprigen Boden ist keine belastbare Einfrier- und Auftauanleitung in der Rezeptgrundlage angegeben.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide, insbesondere Weizen: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl im Teig und zum Ausziehen.
  • Milch: enthält · Fior-di-latte-Mozzarella ist ein Milchprodukt.

Lebensmittelsicherheit

  • Heiße Backfläche: Backstein, Backstahl und Ofeninnenraum werden sehr heiß. Beim Einschieben und Herausnehmen hitzefeste Handschuhe verwenden und die heiße Backfläche nicht mit bloßen Händen berühren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Type 0 und Type 00 verwenden?

Ja. Das Rezept nennt ausdrücklich Weizenmehl Type 0 oder Type 00. Je nach Mehl kann die Wasseraufnahme leicht variieren.

Wie wird der Boden besonders knusprig?

Backstein oder Backstahl mindestens 45 Minuten im unteren Drittel des Ofens vorheizen, den Teig dünn ausziehen und die Pizza zügig einschießen.

Warum muss die Mozzarella gut abtropfen?

Weniger zusätzliche Flüssigkeit hält den dünnen Boden stabiler und unterstützt ein knuspriges Ergebnis.

Wie bereite ich die zweite Pizza zu?

Die zweite Teigkugel auf dieselbe Weise ausziehen, mit der restlichen Sauce und Mozzarella belegen und nach der ersten Pizza backen. Erst kurz vor dem Backen ausziehen und belegen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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