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Vincisgrassi alla maceratese
Lasagne aus den Marken
Festliche Ofenpasta aus den Marken mit dünnen frischen Eierteigplatten, kräftigem Ragù aus Geflügel, Kalb, Schwein und Geflügelinnereien, Béchamel und Parmigiano Reggiano.
Von Italien auf dem TellerVeröffentlicht am 14. September 2026
Prägende ZubereitungsverfahrenBacken, Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
AnlasskontextFeierlicher Anlass
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das lange geschmorte Ragù verbindet Geflügel, Kalb, Schwein und Geflügelinnereien zu einer tiefen, kräftigen Füllung.
Frischer Eierteig bleibt zwischen den Saucenschichten weich und nimmt deren Aroma auf.
Béchamel und Parmesan binden die Schichten und sorgen für eine cremige Mitte sowie eine goldbraune Oberfläche.
Vincisgrassi alla maceratese sind eine charakteristische Ofenpasta aus dem Raum Macerata. Dünne Eierteigplatten werden mit langsam geschmortem Ragù, cremiger Béchamel und Parmesan geschichtet, anschließend goldbraun gratiniert und vor dem Anschneiden kurz ruhen gelassen.
Die Vincisgrassi sind weich und saftig geschichtet, mit kräftigem, fleischigem Ragù, cremiger Béchamel und einer würzigen Parmesankruste. Die Geflügelinnereien geben dem Ragù eine herzhafte, leicht leberbetonte Tiefe.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Eierteig kneten und ruhen lassen
Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier, Eigelb, Vino cotto, Olivenöl und Salz hineingeben. Mit einer Gabel nach und nach Mehl einarbeiten, dann alles 10 bis 12 Minuten zu einem glatten, festen Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde kühl ruhen lassen.
60 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und lässt sich zu einer kompakten Kugel formen.
Während der Teig ruht, kann das Ragù angesetzt werden.
2
Ragù anbraten
Guanciale und 15 ml Olivenöl in einem schweren Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Zwiebel, Möhre und Sellerie 8 bis 10 Minuten weich dünsten. Das Fleisch portionsweise hinzufügen und bei höherer Hitze kräftig anbraten, bis es rundum gebräunt ist.
20 Minuten
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und das Fleisch rundum gebräunt.
Das Fleisch portionsweise anbraten, damit es bräunt und nicht im eigenen Saft kocht.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsfläche sowie Messer anschließend gründlich reinigen.
3
Ragù schmoren
Mit dem Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen. Tomatenmark kurz mitrösten, dann passierte Tomaten, heiße Brühe, Milch, Lorbeerblatt, Thymian und die gespickte Zwiebel einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ragù zugedeckt bei sehr niedriger Hitze etwa 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden leise schmoren lassen. Falls es zu stark eindickt, etwas heißes Wasser ergänzen.
2 Stunden
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich, die Sauce sämig und deutlich eingekocht.
Während das Ragù schmort, Béchamel und später die Pasta vorbereiten.
Bei Bedarf nur wenig heißes Wasser ergänzen, damit das Ragù nicht verwässert.
4
Geflügelinnereien fertig garen
Hähnchenmägen und Hähnchenleber mit dem restlichen Olivenöl in einer kleinen Pfanne 3 bis 4 Minuten anbraten. Mit einer kleinen Schöpfkelle Flüssigkeit aus dem Ragù ablöschen und alles 15 Minuten vor Ende der Schmorzeit in den Topf geben. Die Zwiebel, das Lorbeerblatt und die Thymianzweige entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln oder einem Messer in kleinere Stücke teilen und wieder unter das Ragù mischen.
15 Minuten
Daran erkennst du es: Innereien und Fleisch sind vollständig gegart und lassen sich zerteilen.
Die Innereien erst gegen Ende zugeben, damit ihr Aroma deutlich bleibt und die Leber nicht trocken wird.
Wichtig: Geflügelinnereien vollständig durchgaren und nicht halbgar probieren.
5
Béchamel zubereiten
Die Milch mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen lassen. Butter in einem Topf schmelzen, Mehl einrühren und 1 bis 2 Minuten anschwitzen. Die warme Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. 6 bis 8 Minuten köcheln lassen, bis eine glatte, cremige Sauce entsteht.
8 Minuten
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist glatt, cremig und überzieht den Löffel dünn.
Die Milch portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.
6
Teig ausrollen und vorkochen
Den Teig in 8 Portionen teilen und jede Portion mit einer Nudelmaschine oder einem Nudelholz sehr dünn ausrollen. Die Teigplatten auf etwa 24 × 30 cm zuschneiden. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Platten portionsweise 60 bis 90 Sekunden vorkochen, in kaltem Wasser abschrecken und auf sauberen Tüchern ausbreiten.
Daran erkennst du es: Die Teigplatten sind biegsam, aber noch formstabil.
Die Platten nach dem Abschrecken mit Abstand auf den Tüchern auslegen, damit sie nicht verkleben.
Wichtig: Beim Arbeiten mit kochendem Wasser vorsichtig vorgehen.
7
Vincisgrassi schichten
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit Butter ausstreichen und den Boden mit etwas Béchamel bedecken. Eine Teigplatte darauflegen, mit Ragù, etwas Béchamel und etwas Parmesan bestreichen. Auf diese Weise alle 8 Teigplatten einschichten. Die oberste Schicht mit Ragù, wenig Béchamel und dem restlichen Parmesan abschließen.
10 Minuten180 °C
Daran erkennst du es: Die Form ist vollständig geschichtet und die oberste Schicht mit Parmesan bedeckt.
Ragù, Béchamel und Parmesan möglichst gleichmäßig auf die Schichten verteilen.
8
Backen und ruhen lassen
Die Vincisgrassi 35 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche kräftig goldbraun ist und die Sauce an den Rändern blubbert. Vor dem Anschneiden 15 Minuten ruhen lassen, damit sich die Schichten setzen.
40 Minuten180 °C
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig goldbraun, die Sauce blubbert an den Rändern und die Schichten stehen stabil.
Während der Ruhezeit stabilisieren sich die Schichten und lassen sich sauberer portionieren.
Wichtig: Die Form ist direkt nach dem Backen sehr heiß; vor dem Anschneiden vorsichtig handhaben.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Zeit sparen durch parallele Vorbereitung: Teigruhe, Ragù, Béchamel und das Vorkochen der Pasta überlappen sich. Während das Ragù schmort, können Béchamel und Teigplatten vorbereitet werden.
Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Die 15-minütige Ruhezeit ist wichtig, damit die Saucen sich verteilen und die geschichtete Pasta beim Portionieren nicht auseinanderläuft.
Zutatenwissen
Vino cotto
Vino cotto ist eingekochter, aromatischer Traubenmost. Er ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Weinhandlungen und manchmal online erhältlich. Trockener Marsala ist als klar benannte Alternative vorgesehen; der Teig wird dadurch weniger fruchtig und etwas herber.
Geflügelinnereien
Hähnchenmägen und Hähnchenleber sind meist an der Geflügeltheke oder auf Vorbestellung beim Metzger erhältlich. Falls keine Hähnchenmägen verfügbar sind, können sie durch weitere 80 g Hähnchenleber ersetzt werden; das Ragù wird dadurch weicher und leberbetonter.
Sinnvolle Alternativen
Trockener Marsala
Der Teig schmeckt weniger fruchtig und etwas herber.
Vino cotto im Eierteig im gleichen Volumen durch trockenen Marsala ersetzen.
Hähnchenleber
Das Ragù wird weicher und deutlich leberbetonter.
Die Hähnchenmägen durch weitere 80 g grob gehackte Hähnchenleber ersetzen und diese wie im Rezept 15 Minuten vor Ende der Schmorzeit in das Ragù geben.
Typische Fehler und ihre Lösung
Das Fleisch kocht eher, als dass es bräunt.
Das Fleisch portionsweise bei höherer Hitze anbraten.
Das bereits angebratene Fleisch herausnehmen, den Ansatz weiter reduzieren und das Fleisch anschließend wieder zugeben.
Die Schichten werden beim Anschneiden instabil.
Das Ragù zugedeckt, aber bei sehr niedriger Hitze ausreichend lange schmoren und nur bei Bedarf wenig heißes Wasser zugeben.
Das Ragù vor dem Schichten ohne Deckel weiter einkochen lassen.
Die vorgekochten Teigplatten kleben zusammen.
Die Platten einzeln auf sauberen Tüchern ausbreiten.
Die Platten vorsichtig in kaltem Wasser voneinander lösen und erneut getrennt auslegen.
Die Schichten rutschen beim Portionieren auseinander.
Vor dem Anschneiden 15 Minuten ruhen lassen.
Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Pfannenheber portionieren und länger abkühlen lassen.
Varianten
Variante mit Marsala
Eine ausdrücklich im Rezept vorgesehene Alternative für den Eierteig, wenn kein Vino cotto erhältlich ist.
Variante ohne Hähnchenmägen
Die im Rezept vorgesehene Ersatzvariante für schwer erhältliche Hähnchenmägen.
Servieren und kombinieren
Als goldbraunes Stück servieren: Die Vincisgrassi nach der Ruhezeit in Stücke schneiden und direkt aus der Auflaufform servieren.
Mit einem frischen Salat ergänzen: Ein schlicht angemachter grüner Salat bringt Frische und einen leichten Kontrast zur reichhaltigen, cremigen Ofenpasta.
Planen und Reste genießen
Einfrieren
Das Einfrieren ist in der Rezeptgrundlage nicht beschrieben; Auswirkungen auf Teigstruktur und Béchamelqualität sind daher nicht abgesichert.
Allergene und Nährwerte
Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist im Eierteig und in der Béchamel enthalten.
Eier: enthält · Eier und Eigelb sind Bestandteile des frischen Eierteigs.
Milch: enthält · Vollmilch, Butter und Parmigiano Reggiano sind im Rezept enthalten.
Lebensmittelsicherheit
Rohes Geflügel und Geflügelinnereien: Rohes Geflügel und Geflügelinnereien getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten, Arbeitsflächen und Geräte anschließend gründlich reinigen und alle Geflügelbestandteile vollständig durchgaren.
Heiße Flüssigkeiten und Auflaufform: Beim Vorkochen der Teigplatten und beim Herausnehmen der heißen Auflaufform vorsichtig arbeiten; Dampf, kochendes Wasser und Formgriffe können Verbrennungen verursachen.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich Vino cotto ersetzen?
Ja. Im Rezept sind 30 ml trockener Marsala als Alternative vorgesehen. Der Teig wird dadurch weniger fruchtig und etwas herber.
Was kann ich statt Hähnchenmägen verwenden?
Die 80 g Hähnchenmägen können durch weitere 80 g Hähnchenleber ersetzt werden. Das Ragù wird dadurch weicher und deutlich leberbetonter.
Warum müssen die Vincisgrassi vor dem Anschneiden ruhen?
Die 15-minütige Ruhezeit lässt die Saucen und Teigschichten stabilisieren, sodass sich die Pasta sauberer portionieren lässt.
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