Spaghetti trocken einlegen
Die Spaghetti werden ungekocht und ungeteilt in die Pfanne gelegt. Das ist entscheidend für die direkte Garung und die charakteristischen Röststellen.
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Passwort vergessen?Pasta aus Apulien
Spaghetti all’assassina sind eine Spezialität aus Bari in Apulien, bei der trockene Spaghetti direkt in einer würzigen Tomatenbasis garen. Portionsweise zugegebene Brühe lässt die Pasta weich werden, während einzelne Stellen in der heißen Pfanne dunkelgolden rösten und leicht knusprig werden.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Spaghetti all’assassina Bei diesem Gericht garen die trockenen Spaghetti nicht in einem separaten Topf, sondern direkt in einer heißen Tomatenbasis. Die Brühe wird nach und nach angegossen, sodass die Pasta Flüssigkeit aufnimmt und zugleich Kontakt zur heißen Pfanne behält. So entstehen pikante, tomatige und stellenweise kräftig geröstete Spaghetti mit einer markant festen Textur.
Kräftig tomatig, pikant und aromatisch nach Knoblauch und Olivenöl. Die Spaghetti sind al dente, mit einer glänzenden Sauce überzogen und an einzelnen Stellen dunkelgolden geröstet und leicht knusprig.
Schritt für Schritt
700 ml Wasser, 300 g passierte Tomaten, das Tomatenmark und das Salz in den Topf geben. Unter Rühren aufkochen und anschließend bei niedriger Hitze heiß halten, während die übrigen Vorbereitungen erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist heiß und bleibt dampfend, ohne stark einzukochen.
Die Knoblauchzehen schälen und leicht andrücken. Das Olivenöl in der breiten Pfanne erhitzen. Knoblauch und zerbröselte Chilischoten hineingeben und bei kräftiger Hitze 1–2 Minuten aromatisieren, bis der Knoblauch goldgelb ist. Den Knoblauch herausnehmen, sobald er deutlich Farbe angenommen hat.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch ist goldgelb und duftet aromatisch, aber nicht dunkelbraun oder bitter.
Wichtig: Heißes Öl kann spritzen, besonders wenn die Pfanne sehr stark erhitzt ist.
Die übrigen 100 g passierten Tomaten in die Pfanne geben. Bei kräftiger Hitze 3–4 Minuten einkochen lassen, bis die Sauce sichtbar dicker wird und den Pfannenboden gleichmäßig bedeckt.
Daran erkennst du es: Die Tomatenbasis ist eingedickt und bedeckt den Pfannenboden, ohne trocken zu werden.
Wichtig: Beim Zugeben der Tomaten kann die heiße Öl-Tomaten-Mischung spritzen.
Die trockenen Spaghetti ungeteilt in die Pfanne legen und möglichst flach verteilen. Mit der Zange vorsichtig andrücken, sobald sie an den unteren Enden weich werden. Die Pasta zunächst 1–2 Minuten liegen lassen, damit erste Stellen anrösten. Dann die Spaghetti wenden, ohne sie unnötig zu zerbrechen.
Daran erkennst du es: Die unteren Spaghettistellen werden weich und zeigen erste goldbraune Röstspuren.
Etwa 150 ml der heißen Tomatenbrühe angießen. Die Flüssigkeit kräftig aufschäumen lassen und anschließend fast vollständig einziehen lassen. Die Spaghetti dabei nur vorsichtig bewegen, damit sie Kontakt zum Pfannenboden behalten.
Daran erkennst du es: Die erste Brühe ist nahezu aufgenommen, und die Spaghetti bleiben feucht, aber nicht schwimmend in Flüssigkeit liegen.
Wichtig: Beim Angießen kann die heiße Tomatenbasis kräftig aufschäumen und spritzen.
Diesen Vorgang mit jeweils 100–150 ml Brühe wiederholen. Erst nachgießen, wenn die vorige Menge nahezu aufgenommen ist. Die Spaghetti nach und nach wenden und die stärker gebräunten Stellen nach oben holen. Je nach Nudelsorte dauert dieser Abschnitt etwa 10–13 Minuten.
Daran erkennst du es: Die Spaghetti werden zunehmend biegsam und nähern sich al dente; die Brühe ist jeweils fast eingezogen.
Sobald die Spaghetti al dente sind, die Hitze noch einmal für 30–60 Sekunden erhöhen. Einige Stellen dürfen dunkelgolden, röstig und leicht knusprig werden, sollen aber nicht schwarz oder bitter sein. Falls die Pasta noch zu fest ist, mit einem kleinen Schuss heißer Brühe fertig garen.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist al dente; einzelne Stellen sind dunkelgolden und leicht knusprig, aber nicht schwarz oder bitter.
Wichtig: Die Pfanne und das Öl sind sehr heiß; beim Nachgießen von Brühe vorsichtig arbeiten.
Die Spaghetti direkt aus der heißen Pfanne servieren. Die gebräunten Stellen sollen sich mit der tomatigen, pikanten Sauce und den weicheren Partien abwechseln.
Daran erkennst du es: Die Pasta wird unmittelbar nach dem Fertigstellen serviert und zeigt sowohl saftige als auch geröstete Stellen.
Gut zu wissen
Die Spaghetti werden ungekocht und ungeteilt in die Pfanne gelegt. Das ist entscheidend für die direkte Garung und die charakteristischen Röststellen.
Die 400 g passierten Tomaten werden für zwei unterschiedliche Phasen verwendet: 300 g kommen in die Brühe, 100 g bilden die erste Tomatenbasis in der Pfanne.
Eine Chilischote ergibt eine mildere, zwei Schoten eine deutlich pikant-kraftvolle Variante. Die Schoten werden zerbröselt und geben ihre Schärfe direkt an das Öl ab.
Die Pasta kann etwas schneller weich werden oder stärker brechen; die Röststellen können je nach Produkt anders ausfallen.
Nach Packungsbeschaffenheit garen und die Brühe besonders aufmerksam portionsweise zugeben. Nicht nach einer festen Kochzeit gehen, sondern die Konsistenz prüfen.
Die Schärfe wirkt frischer und kann je nach Sorte deutlich variieren.
Die frische Chilischote fein schneiden und zusammen mit dem Knoblauch im Olivenöl aromatisieren.
Die Sauce kann etwas stückiger und weniger glatt werden.
Dosentomaten vor der Verwendung fein pürieren und die Flüssigkeitsaufnahme während des Garens beobachten.
Erst nachgießen, wenn nur noch wenig Flüssigkeit sichtbar ist und die Pasta wieder Kontakt zum Pfannenboden hat.
Die nächste Brühemenge kleiner wählen und die Pasta bei kräftiger Hitze vorsichtig weitergaren, bis überschüssige Flüssigkeit eingezogen ist.
Den Knoblauch herausnehmen, sobald er goldgelb und deutlich aromatisch ist.
Verbrannten Knoblauch vollständig entfernen. Bei stark bitterem Öl die Pfanne auswischen und mit frischem Öl neu beginnen.
Nur vorsichtig wenden und die Pasta zwischen den Brühegaben kurz liegen lassen.
Die Pasta in einer dünneren Schicht verteilen und einzelne Abschnitte bei hoher Hitze kurz anrösten.
Eine schwere Pfanne von etwa 30–32 cm oder eine größere Pfanne verwenden.
Die Pasta vorsichtig auflockern, sobald sie weich wird, und die weniger gegarten Abschnitte gezielt in die Tomatenbasis bringen.
Die letzten 30–60 Sekunden aufmerksam beobachten und die Pfanne bei schneller Bräunung sofort von der Hitze nehmen.
Schwarze Stellen entfernen und die übrige Pasta mit einem kleinen Schuss heißer Brühe lösen.
Eine weniger scharfe Variante mit nur einer getrockneten Chilischote und unverändertem Tomaten-Knoblauch-Fundament.
Die Pasta wird am Ende etwas länger in der heißen Pfanne gehalten, sodass mehr dunkelgoldene Stellen entstehen.
Frische rote Chili ersetzt die getrockneten Schoten und bringt eine hellere, fruchtigere Schärfe.
Reste zügig abkühlen lassen, innerhalb von zwei Stunden in einen flachen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Essen vollständig durcherhitzen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen. Die knusprigen Stellen werden bei der Lagerung weicher.
Einfrieren wird wegen der voraussichtlich deutlich weicheren Pasta und des Verlusts der charakteristischen Röststellen nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Die trockenen Spaghetti garen direkt in der heißen Tomatenbasis. Dadurch nehmen sie die würzige Flüssigkeit intensiv auf und entwickeln zugleich die charakteristischen gerösteten Stellen.
Nein. Sie werden ungeteilt in die breite Pfanne gelegt. Sobald die unteren Enden weich werden, lassen sie sich vorsichtig andrücken und wenden.
Zuerst kommen etwa 150 ml in die Pfanne, danach jeweils 100–150 ml. Erst nachgießen, wenn die vorherige Menge nahezu aufgenommen ist.
Die Spaghetti möglichst flach verteilen, nicht ständig rühren und einzelne Bereiche kurz auf dem heißen Pfannenboden liegen lassen. Die Röstung aufmerksam beobachten, damit nichts schwarz oder bitter wird.
Aus unserer Küche
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