Kaktusfeigen schälen
Reife Früchte vorsichtig schälen und erst danach genau 5 kg Fruchtfleisch abwiegen. Beim Schälen Handschuhe tragen.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?Sardinisches Fruchtkonzentrat
Alkoholfreies sardisches Fruchtkonzentrat aus reifen Kaktusfeigen, getrockneter Orangenschale und wilden Fenchelblüten. Der gesiebte Fruchtsaft wird langsam auf etwa ein Fünftel reduziert und ergibt ungefähr 1 kg dickflüssige Sapa.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sapa di fico d’India wird aus reifen, geschälten Kaktusfeigen hergestellt. Nach dem ersten Kochen wird die Fruchtmasse gesiebt; der aufgefangene Saft köchelt anschließend mit getrockneter Orangenschale und wilden Fenchelblüten langsam ein. So entsteht ein dichtes, alkoholfreies Konzentrat, das sich mit kaltem Wasser verdünnen oder für sardisches Gebäck verwenden lässt.
Dunkel fruchtig, konzentriert und dickflüssig, mit süßer Kaktusfeigennote sowie einer feinen, zitrisch-würzigen Spur von Orangenschale und wilden Fenchelblüten.
Schritt für Schritt
Falls die Kaktusfeigen noch nicht vorbereitet sind, ziehe Handschuhe an, schneide die Enden ab und ritze die Schale längs ein. Löse die Schale vorsichtig vom Fruchtfleisch und wiege anschließend 5 kg geschälte Früchte ab.
Daran erkennst du es: Die abgewogenen Früchte sind vollständig geschält und frei von Schalenresten.
Wichtig: Beim Umgang mit ungeschälten Kaktusfeigen Handschuhe tragen.
Gib das Fruchtfleisch in einen großen Topf und erhitze es bei mittlerer bis niedriger Hitze auf etwa 90–95 °C. Koche die Früchte ungefähr 30–40 Minuten, bis sie vollständig zerfallen und sich die Kerne deutlich von der Flüssigkeit lösen.
Daran erkennst du es: Das Fruchtfleisch ist vollständig zerfallen; die Kerne lösen sich deutlich von der Flüssigkeit.
Gieße die heiße Fruchtmasse zuerst durch ein grobes Sieb und anschließend durch ein Passiertuch oder ein sehr feinmaschiges Sieb in eine große Schüssel. Drücke die Fruchtmasse vorsichtig aus, damit möglichst viel Saft gewonnen wird, ohne Kerne zurückzulassen.
Daran erkennst du es: Der aufgefangene Saft ist weitgehend frei von Kernen und groben Fruchtfasern.
Wichtig: Beim Abseihen der heißen Fruchtmasse vorsichtig arbeiten.
Wiege den aufgefangenen Saft. Gib ihn zurück in den sauberen Topf und füge die getrocknete Orangenschale sowie die wilden Fenchelblüten hinzu. Koche den Saft ohne Deckel bei sanfter Hitze von etwa 90–95 °C ungefähr 6 Stunden ein. Rühre gelegentlich um und prüfe gegen Ende häufiger, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist deutlich konzentriert und läuft dickflüssig vom Löffel.
Die Sapa ist fertig, wenn der Saft auf ungefähr ein Fünftel seiner ursprünglichen Menge reduziert ist und dick vom Löffel läuft. Bei 5 kg geschälten Kaktusfeigen ergibt das ungefähr 1 kg Konzentrat. Entferne Orangenschale und Fenchelblüten.
Daran erkennst du es: Etwa ein Fünftel der ursprünglichen Saftmenge ist übrig und die Sapa läuft dick vom Löffel.
Lass die Sapa etwa 30 Minuten abkühlen und fülle sie in ein sauberes Glas. Zum Trinken kannst du sie mit kaltem Wasser nach Geschmack verdünnen.
Daran erkennst du es: Die Sapa ist handwarm oder vollständig abgekühlt und lässt sich sauber abfüllen.
Gut zu wissen
Reife Früchte vorsichtig schälen und erst danach genau 5 kg Fruchtfleisch abwiegen. Beim Schälen Handschuhe tragen.
Wilde Fenchelblüten sind regional schwerer erhältlich und können bei mediterranen Feinkosthändlern oder spezialisierten Kräuteranbietern gesucht werden.
Die Orangenschale muss vor dem Einkochen vollständig luftgetrocknet sein.
Das Aroma wird würziger und weniger blumig als mit wilden Fenchelblüten.
Die wilden Fenchelblüten durch 1 Teelöffel Fenchelsamen ersetzen und diese gemeinsam mit der getrockneten Orangenschale in den Saft geben.
Zweistufig durch grobes Sieb und Passiertuch oder sehr feinmaschiges Sieb abseihen.
Die noch warme Flüssigkeit vorsichtig erneut durch ein sehr feinmaschiges Sieb geben.
Ohne Deckel bei sanfter Hitze einkochen, gelegentlich umrühren und gegen Ende häufiger kontrollieren.
Auf ungefähr ein Fünftel der ursprünglichen Saftmenge reduzieren und die dicke Löffelprobe beachten.
Bei zu dünner Konsistenz weiter sanft einkochen; bei zu starker Eindickung vorsichtig mit Wasser verdünnen, wobei die ursprüngliche Konzentration verändert wird.
Handschuhe tragen, Enden abschneiden, Schale längs einritzen und vorsichtig abziehen.
Eine zugänglichere Variante mit Fenchelsamen anstelle der wilden Fenchelblüten.
Die fertige Sapa wird mit kaltem Wasser zu einem fruchtigen alkoholfreien Getränk verdünnt.
Das Einfrieren ist im Ausgangstext nicht dokumentiert.
Häufig gefragt
Die abgekühlte Sapa wird mit kaltem Wasser nach Geschmack verdünnt.
Das grobe Sieb trennt die größeren Bestandteile ab; das anschließende feine Sieben entfernt möglichst viele Kerne und grobe Fasern.
Sie ist fertig, wenn ungefähr ein Fünftel der ursprünglichen Saftmenge übrig ist und die Flüssigkeit dick vom Löffel läuft.
Als nicht identische Alternative eignen sich 1 Teelöffel Fenchelsamen. Das Aroma wird dadurch würziger und weniger blumig.
Aus unserer Küche
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