Salsiccia di Bra
Die fein gewürzte Rinderwurst wird aus der Hülle gelöst und vor dem Belegen in einer trockenen Pfanne vorgegart. Erhältlich ist sie am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Frischetheke.
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Passwort vergessen?Pizza aus dem Piemont
Eine runde Pizza mit langsam gereiftem Teig, passierten Tomaten, vorgegarter Salsiccia di Bra, Fior di latte, Toma piemontese und Raschera.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Pizza verbindet würzige Salsiccia di Bra mit cremigem Fior di latte, aromatischer Toma und leicht pikantem Raschera. Der über Nacht gereifte Teig wird im sehr heißen Ofen auf Stein, Stahl oder einem stabilen Backblech kräftig gebräunt. Das Rezept ist eine eigenständige piemontesisch geprägte Variante und keine geschützte Einheitsrezeptur.
Der Rand wird kräftig gebräunt und bleibt innen elastisch. Dazu kommen eine fruchtige Tomatennote, saftige würzige Wurststückchen, cremiger Fior di latte sowie der erdig-buttrige und leicht pikante Charakter von Toma und Raschera.
Schritt für Schritt
300 ml kaltes Wasser mit der frischen Hefe verrühren. Das Weizenmehl einarbeiten, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Den Teig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig befeuchtet und der Teig wirkt noch locker und unentwickelt.
Das Salz im restlichen Wasser auflösen und nach und nach unterkneten. Zum Schluss das Olivenöl einarbeiten. Den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend von der Schüssel.
Den Teig abgedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen. Anschließend in zwei gleich große Stücke teilen, zu Kugeln formen und in leicht geölten, verschlossenen Behältern 18 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind nach der Kühlschrankreife sichtbar aufgegangen und entspannt.
Die Teiglinge 4 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Während sie temperieren, die Salsiccia di Bra aus der Hülle lösen, zerzupfen und in einer trockenen Pfanne 4–5 Minuten braten, bis die Stückchen durchgegart sind. Abkühlen lassen. Toma und Raschera grob reiben, die passierten Tomaten mit 4 g Salz verrühren und den Fior di latte abtropfen lassen und zupfen.
Daran erkennst du es: Die Wurststückchen sind vollständig durchgegart; die Teiglinge sind vor dem Formen weich und entspannt.
Wichtig: Die Salsiccia vor dem Belegen vollständig durchgaren und erst abgekühlt auf den Teig geben.
Einen Pizzastein, Backstahl oder ein umgedrehtes, stabiles Backblech auf der untersten Schiene in den Ofen geben. Den Ober-/Unterhitzeofen auf die höchste mögliche Temperatur vorheizen, idealerweise 250–280 °C, und mindestens 45 Minuten aufheizen lassen.
Daran erkennst du es: Die Backunterlage ist vollständig durchgeheizt, bevor die erste Pizza aufgelegt wird.
Wichtig: Beim Einschieben und Herausnehmen der Pizza hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Einen Teigling auf leicht bemehlter Fläche mit den Fingerspitzen von innen nach außen auf etwa 30 cm Durchmesser drücken. Einen schmalen Rand stehen lassen. Die Hälfte der Tomatensauce verstreichen und jeweils die Hälfte von Fior di latte, Salsiccia di Bra, Toma und Raschera darauf verteilen. Mit der zweiten Pizza ebenso verfahren.
Daran erkennst du es: Der Rand bleibt schmal und unbedeckt; der Belag ist gleichmäßig verteilt.
Die Pizza auf den heißen Stein, Stahl oder das Blech ziehen und 9–12 Minuten backen, bis der Rand kräftig gebräunt, der Käse geschmolzen und die Wurst durchgegart ist. Die zweite Pizza direkt danach backen. Die Pizzen vor dem Anschneiden jeweils 1–2 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig gebräunt, der Käse vollständig geschmolzen und die Wurst durchgegart.
Wichtig: Die Salsiccia muss auch nach dem Backen vollständig durchgegart sein.
Gut zu wissen
Die fein gewürzte Rinderwurst wird aus der Hülle gelöst und vor dem Belegen in einer trockenen Pfanne vorgegart. Erhältlich ist sie am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Frischetheke.
Toma piemontese wird grob gerieben und ergänzt den Fior di latte mit einem milderen, erdigeren Käsearoma. An der Käsetheke oder im italienischen Feinkosthandel danach fragen.
Raschera bringt eine aromatische, leicht pikante Note in den Belag. Der Käse wird grob gerieben und zusammen mit Toma verteilt.
Den Fior di latte vor dem Belegen gut abtropfen lassen und zupfen. Weniger freie Flüssigkeit hilft, einen trockeneren und besser gebackenen Pizzaboden zu erhalten.
Der Belag wird etwas gröber und weniger charakteristisch als mit Salsiccia di Bra.
Mildes Rinderbrät anstelle der Salsiccia di Bra verwenden, vor dem Belegen in der trockenen Pfanne vollständig durchgaren und abkühlen lassen.
Der Belag schmeckt meist butteriger und weniger erdig.
Milden Bergkäse grob reiben und anstelle der Toma piemontese verwenden.
Der Belag wird runder und weniger pikant.
Einen milden halbfesten Alpkäse grob reiben und anstelle des Raschera verwenden.
Die Backunterlage mindestens 45 Minuten auf der untersten Schiene vorheizen.
Die Pizza auf der heißen Unterlage einige Minuten länger backen, bis der Rand gebräunt und der Boden fest ist.
Den Käse abtropfen lassen und alle Belagzutaten gleichmäßig und sparsam verteilen.
Die Pizza kurz weiterbacken, bis überschüssige Feuchtigkeit verdampft ist.
Die Teiglinge vier Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.
Den Teigling noch etwas abgedeckt ruhen lassen und anschließend vorsichtig erneut formen.
Die Wurst in der Pfanne vorgaren und beim Backen auf vollständig durchgegarte Stückchen achten.
Die Pizza weiterbacken, bis die Wurst vollständig durchgegart ist.
Der Teig kann entsprechend der beschriebenen 24-stündigen Teigführung am Vortag angesetzt werden. Die Belagzutaten kurz vor dem Backen vorbereiten.
Der feuchte Käse- und Tomatenbelag kann nach dem Einfrieren an Textur verlieren.
Häufig gefragt
Die beschriebene lange Raumtemperatur- und Kühlschrankreife ist Bestandteil des Rezepts. Eine kürzere Reifezeit verändert Aroma und Teigstruktur.
Ja. Die Salsiccia wird aus der Hülle gelöst, in einer trockenen Pfanne 4–5 Minuten gegart und anschließend abgekühlt auf der Pizza verteilt.
Toma lässt sich durch milden Bergkäse und Raschera durch einen milden halbfesten Alpkäse ersetzen. Der Belag wird dadurch butteriger beziehungsweise runder und weniger pikant.
Ein Backstahl oder ein umgedrehtes, stabiles Backblech eignet sich ebenfalls. Entscheidend ist, dass die Unterlage auf der untersten Schiene mindestens 45 Minuten vorgeheizt wird.
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