Suppen Hülsenfrüchte Kräuter und Gewürze Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Vegan Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Maccu di fave aus Sizilien

Sizilianische Bohnensuppe

Eine dicke sizilianische Bohnensuppe aus geschälten, getrockneten Favabohnen, wildem Fenchel, Zwiebel und Olivenöl. Die Bohnen werden langsam weich gekocht und teilweise zerdrückt, bis eine cremige, rustikale Konsistenz entsteht.

Zum Rezept
Maccu di fave aus Sizilien
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 14 Stunden
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Köcheln lässt die Favabohnen von selbst weich werden und entwickelt eine natürliche Cremigkeit.
  • Das teilweise Stampfen verbindet cremige Suppe mit einigen ganzen Bohnen und bewahrt dadurch eine rustikale Textur.
  • Wilder Fenchel, Zwiebel und natives Olivenöl extra geben der schlichten Bohnenbasis ein deutlich mediterranes Aroma.

Maccu di fave ist eine einfache sizilianische Suppe, deren Charakter von langsam zerfallenden Favabohnen und dem aromatischen Finocchietto selvatico bestimmt wird. Dieses Rezept bleibt bewusst ohne Pasta und wird heiß oder lauwarm mit Olivenöl und frischen Fenchelspitzen serviert.

Dick und löffelbar, cremig mit einzelnen weichen Bohnen; dazu kommen süßlich gedünstete Zwiebel, anisartige Fenchelaromen, frisches Olivenöl und eine zurückhaltende Pfefferschärfe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bohnen einweichen

    Die Favabohnen verlesen, kalt abspülen und in reichlich kaltem Wasser 12 Stunden einweichen. Danach abgießen und erneut abspülen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig durchweicht, bevor sie gekocht werden.

    • Das Einweichwasser anschließend wegschütten und nicht zum Kochen verwenden.
  2. Zwiebel und Fenchel vorbereiten

    Die Zwiebel fein würfeln. Vom wilden Fenchel die zarten Spitzen beiseitelegen und den übrigen Fenchel grob hacken.

    10 Minuten
    • Die Fenchelspitzen erst kurz vor dem Servieren verwenden, damit sie frisch bleiben.
  3. Zwiebel dünsten

    30 ml Olivenöl in einem schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel darin 5 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Favabohnen und den gehackten wilden Fenchel zugeben.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und bleibt hell.

    • Regelmäßig rühren und die Hitze reduzieren, falls die Zwiebel Farbe annimmt.
  4. Bohnen weich kochen

    1,2 l Wasser angießen und alles aufkochen. Die Hitze reduzieren und die Bohnen bei halb aufgelegtem Deckel 75–90 Minuten leise köcheln lassen. Alle 10–15 Minuten umrühren. Falls die Bohnen trocken zu werden drohen, etwas heißes Wasser nachgießen.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Favabohnen sind sehr weich und beginnen teilweise von selbst zu zerfallen.

    • Die Flüssigkeit soll die Bohnen während des Kochens ausreichend umgeben, aber am Ende eine dicke Suppe ergeben.
  5. Stampfen und abschmecken

    Sobald die Bohnen weich sind und teilweise zerfallen, das Salz zugeben. Mit dem Kartoffelstampfer etwa zwei Drittel der Bohnen im Topf zerdrücken, sodass eine dicke, cremige Suppe mit einigen ganzen Bohnen entsteht. Pfeffer einrühren und die Konsistenz mit wenig heißem Wasser anpassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist dick und cremig, enthält aber noch einige ganze Bohnen.

    • Nicht die gesamte Suppe pürieren; die teilweise erhaltenen Bohnen geben dem Maccu seine rustikale Textur.
  6. Ruhen lassen und servieren

    Den Maccu di fave 5 Minuten ruhen lassen. Auf vier tiefe Teller verteilen und mit dem restlichen Olivenöl sowie den beiseitegelegten Fenchelspitzen vollenden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist dick, heiß oder lauwarm servierbar und mit frischem Öl vollendet.

    • Für eine lauwarme Serviertemperatur den Maccu nach der Ruhezeit kurz abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichwasser verwerfen: Die eingeweichten Favabohnen vor dem Kochen abgießen und erneut abspülen. Zum Kochen wird frisches Wasser verwendet.
  • Nicht vollständig pürieren: Nur etwa zwei Drittel der Bohnen stampfen. Einige ganze Bohnen sollen in der dicken Suppe erhalten bleiben.

Zutatenwissen

Finocchietto selvatico

Frische Stängel und Spitzen des wilden Fenchels findest du am ehesten auf Wochenmärkten mit mediterranem Angebot oder in italienischen Feinkostläden. Getrockneter wilder Fenchel ist im italienischen Spezialitätenhandel erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Fenchelgrün und Fenchelsamen

Das Aroma wird milder und weniger wild als mit frischem Finocchietto selvatico.

Das Fenchelgrün wie den wilden Fenchel verwenden und zusätzlich eine kleine Prise Fenchelsamen zur Bohnenbasis geben. Die zarten Fenchelspitzen zum Servieren durch frisches Fenchelgrün ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Zwiebel wird dunkel oder bitter.

Bei mittlerer Hitze dünsten und darauf achten, dass die Zwiebel weich, aber hell bleibt.

Falls sie nur leicht Farbe angenommen hat, mit den Bohnen fortfahren; bei deutlich bitterem Geschmack besser neu beginnen.

Die Bohnen werden nicht weich oder setzen am Topfboden an.

Regelmäßig umrühren und bei Bedarf heißes Wasser nachgießen.

Heißes Wasser nachgießen und bei niedriger Hitze weiterköcheln, bis die Bohnen weich sind.

Der Maccu bleibt dünn statt dick und cremig.

Zusätzliches heißes Wasser nur in kleinen Mengen und nach Bedarf verwenden.

Die Suppe ohne Deckel bei niedriger Hitze weiterköcheln lassen und anschließend nur den vorgesehenen Anteil der Bohnen stampfen.

Die Suppe hat keine rustikale Textur mehr.

Etwa ein Drittel der weichen Bohnen ganz lassen.

Falls noch ganze Bohnen vorhanden sind, einige vorsichtig wieder unterheben; andernfalls die cremige Konsistenz als Variante akzeptieren.

Servieren und kombinieren

  • Heiß servieren: Den Maccu di fave nach der kurzen Ruhezeit heiß in tiefen Tellern anrichten und mit dem restlichen Olivenöl sowie den Fenchelspitzen vollenden.
  • Lauwarm servieren: Die Suppe nach dem Ruhen etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren. Das Olivenöl und die frischen Fenchelspitzen erst unmittelbar vor dem Anrichten hinzufügen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Favabohnen können 12 Stunden vor dem Kochen eingeweicht werden. Danach abgießen und bis zur weiteren Verwendung erneut abspülen.

Einfrieren

Die cremige Konsistenz kann sich nach dem Einfrieren verändern.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann man Pasta zum Maccu di fave geben?

Dieses Rezept bleibt bewusst ohne Pasta und konzentriert sich auf Favabohnen, wilden Fenchel, Zwiebel und Olivenöl.

Wo findet man Finocchietto selvatico?

Frische Stängel und Spitzen gibt es am ehesten auf Wochenmärkten mit mediterranem Angebot oder in italienischen Feinkostläden. Getrockneter wilder Fenchel ist im italienischen Spezialitätenhandel erhältlich.

Wird Maccu di fave heiß oder lauwarm serviert?

Beides ist möglich. Nach einer Ruhezeit von 5 Minuten kann die Suppe heiß serviert oder etwas abgekühlt lauwarm angerichtet werden.

Wie cremig soll die Suppe werden?

Etwa zwei Drittel der weichen Bohnen werden zerdrückt. So entsteht eine dicke, cremige Suppe, während einige ganze Bohnen für eine rustikale Textur erhalten bleiben.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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