Backmalz oder Gerstenmalz
Das Malz wird im Wasser des Hauptteigs aufgelöst und unterstützt die malzige Note der Kruste. Im Ausgangsrezept ist Zucker als Alternative in gleicher Menge angegeben.
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Passwort vergessen?Brötchen aus der Lombardei
Knuspriges, luftiges Weizenbrötchen aus dem Mailänder Raum mit sternförmiger Prägung, dünner Kruste und einer über viele Stunden geführten Biga.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Michetta milanese ist ein kleines lombardisches Brötchen mit charakteristischer Rosettenprägung. Der feste Vorteig ruht 20 Stunden, bevor der Teig gefaltet, geformt und mit Dampf gebacken wird. So entsteht eine dünne, knusprige Kruste und ein besonders luftiger Innenraum.
Außen dünn, trocken und knusprig, innen sehr luftig und leicht. Das Aroma ist mild-weizig mit einer dezenten malzigen Note.
Schritt für Schritt
Für die Biga die Trockenhefe im zimmerwarmen Wasser verrühren. Das Mehl zugeben und alles 2–3 Minuten zu einem festen, ungleichmäßigen Teig verkneten. Die Schüssel luftdicht abdecken und die Biga 20 Stunden bei 18–20 °C ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Biga ist durchgereift und aromatisch; sie muss nicht glatt sein.
Das Backmalz im Wasser für den Hauptteig auflösen. Die gesamte Biga und die 40 g Mehl zugeben. Mit dem Knethaken 6 Minuten auf niedriger Stufe kneten. Das Salz einarbeiten und weitere 7 Minuten auf mittlerer Stufe kneten, bis der Teig glatt, elastisch und gut verbunden ist. Von Hand dauert das kräftige Kneten etwa 15–20 Minuten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und gut verbunden.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich danach leichter ziehen und falten.
Den Teig leicht rechteckig ziehen. Die obere und untere Seite zur Mitte falten, danach die linke und rechte Seite zur Mitte legen. Abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Diesen Faltvorgang noch zweimal wiederholen. Während der Ruhezeiten kann der Teig in der abgedeckten Schüssel entspannen.
Daran erkennst du es: Der Teig wird nach den Faltvorgängen spürbar straffer und hält seine Form besser.
Den Teig erneut rundwirken und 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigkugel ist entspannt und lässt sich anschließend portionieren.
Den Teig in 8 gleich große Stücke von jeweils etwa 80–85 g teilen. Jedes Stück zu einer straffen Kugel formen, leicht bemehlen und 30 Minuten abgedeckt entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kugeln sind gleichmäßig geformt und entspannt genug zum Prägen.
Jede Kugel mit einem Apfelschneider oder Michetta-Stempel sternförmig prägen. Nur so weit drücken, dass die typische Struktur entsteht, ohne den Teig vollständig zu durchtrennen. Die geprägte Seite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Daran erkennst du es: Die Prägung ist deutlich sichtbar, der Teigling bleibt jedoch zusammenhängend.
Die Teiglinge abdecken und 60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und wirken leicht und elastisch.
Spätestens 30 Minuten vor Ende der Gehzeit den Backofen mit Ober- und Unterhitze auf 240 °C vorheizen. Ein Backblech oder einen Backstahl auf der mittleren Schiene und eine leere ofenfeste Schale auf dem Boden des Ofens mit aufheizen. So kann der Ofen während der letzten Gehphase vorheizen, ohne die Gesamtzeit unnötig zu verlängern.
Daran erkennst du es: Ofen, aufgeheiztes Blech oder Backstahl und Schale sind vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Nur hitzefeste Gefäße verwenden.
Die Teiglinge vorsichtig umdrehen, sodass die Prägung nach oben zeigt. Mit etwas Wasser besprühen. Das Blech in den Ofen schieben, das kochende Wasser in die heiße Schale geben und die Ofentür sofort schließen. 15 Minuten bei 240 °C backen. Anschließend die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 5 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Brötchen sind aufgegangen, leicht gebräunt und haben eine knusprige Kruste.
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers in die heiße Schale entsteht schlagartig heißer Dampf. Hände und Gesicht vom Dampf fernhalten und vorsichtig arbeiten.
Die Michette aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter mindestens 10 Minuten ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist stabil und die Brötchen lassen sich anschneiden oder füllen.
Gut zu wissen
Das Malz wird im Wasser des Hauptteigs aufgelöst und unterstützt die malzige Note der Kruste. Im Ausgangsrezept ist Zucker als Alternative in gleicher Menge angegeben.
Die Kruste schmeckt etwas weniger malzig.
Das Backmalz oder Gerstenmalz durch 4 g Zucker ersetzen und den Zucker im Wasser für den Hauptteig auflösen.
Die Biga bei möglichst gleichmäßiger Raumtemperatur reifen lassen und luftdicht abdecken.
Die Biga zeitnah weiterverarbeiten und die Teigentwicklung im Hauptteig besonders aufmerksam beobachten.
Nur so weit prägen, dass die Struktur sichtbar ist, ohne den Teig vollständig zu durchtrennen.
Die Oberfläche vorsichtig zusammendrücken, erneut kurz entspannen lassen und weniger tief prägen.
Schale und Ofen vollständig vorheizen, das kochende Wasser zügig eingießen und die Tür sofort schließen.
Die Brötchen fertig backen; die fehlende anfängliche Dampfphase lässt sich später nicht vollständig ausgleichen.
Die angegebenen Ruhe- und Gehzeiten als Orientierung einhalten und die Teigentwicklung zusätzlich beobachten.
Bei noch nicht gebackenen Teiglingen die Stückgare verlängern, bis sie sichtbar aufgegangen und elastisch sind.
Die ausgekühlten Brötchen als Sandwichbrötchen verwenden und erst nach dem Backen herzhaft füllen.
Die Biga kann bis zu 20 Stunden vor der Weiterverarbeitung angesetzt und abgedeckt bei 18–20 °C ruhen gelassen werden.
Das Einfrieren ist im Ausgangsrezept nicht beschrieben.
Häufig gefragt
Eine Biga ist ein fester italienischer Vorteig aus Mehl, Wasser und Hefe. In diesem Rezept reift sie 20 Stunden, bevor sie in den Hauptteig kommt.
Ja. Im Ausgangsrezept sind 4 g Zucker als Alternative angegeben. Dadurch schmeckt die Kruste etwas weniger malzig.
Dafür eignen sich ein Apfelschneider oder ein Michetta-Stempel. Das Werkzeug nur so tief eindrücken, dass die sternförmige Struktur entsteht und der Teigling zusammenhängend bleibt.
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