Spargel aus Santena
Asparagi di Santena bezeichnet grünen Spargel aus dem piemontesischen Raum um Santena. Gewöhnlicher grüner Spargel funktioniert ebenfalls, verändert aber den regionalen Charakter des Gerichts.
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Passwort vergessen?Herzhafte Crespelle aus dem Piemont
Dünne piemontesische Crespelle werden mit grünem Spargel, Prosciutto cotto, Toma piemontese und Béchamel gefüllt, gefaltet und mit Parmigiano Reggiano goldbraun überbacken.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese herzhafte Variante aus dem Piemont verbindet dünne, in der Pfanne ausgebackene Crespelle mit Spargel aus dem Raum Santena, gekochtem Schinken und Toma piemontese. Eine milde Béchamel hält die Füllung saftig, bevor die gefalteten Crespelle im Ofen goldbraun überbacken werden. So kommt ein vollständiger piemontesischer erster Gang mit zartem Frühlingsgemüse auf den Tisch.
Zarte, leicht gebräunte Crespelle mit cremiger Béchamel, saftigem grünem Spargel und mild-würzigem Schinken. Die Toma schmilzt weich zwischen den Falten, während Parmigiano und Butter eine goldbraune, aromatische Oberfläche bilden.
Schritt für Schritt
Mehl und Eier in einer großen Schüssel verrühren. Nach und nach Milch und Wasser mit dem Schneebesen einarbeiten, bis ein glatter, dünnflüssiger Teig entsteht. Salz und Olivenöl unterrühren. Den Teig abdecken und 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dünnflüssig.
Den Spargel waschen, die holzigen Enden entfernen und die Stangen in etwa 2 cm große Stücke schneiden. In einem Topf reichlich Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Den Spargel 8 bis 10 Minuten garen, bis er weich, aber noch formstabil ist. Abgießen und kurz abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Spargelstücke sind weich, behalten aber ihre Form.
Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl einrühren und 1 bis 2 Minuten anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce 3 bis 4 Minuten leise köcheln lassen, bis sie cremig bindet. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist cremig gebunden und läuft langsam vom Schneebesen.
Eine beschichtete Pfanne mit etwa 20 cm Durchmesser erhitzen und mit etwas Olivenöl dünn ausstreichen. Pro Crespella eine kleine Kelle Teig hineingeben und durch Schwenken verteilen. Die Crespella etwa 45 bis 60 Sekunden backen, bis die Oberfläche fest ist und der Rand leicht gebräunt wirkt. Wenden und die zweite Seite 20 bis 30 Sekunden backen. Mit dem übrigen Teig ebenso verfahren, bis 12 dünne Crespelle entstanden sind.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest, der Rand leicht gebräunt und die zweite Seite goldgelb.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen. Jede Crespella mit einem Esslöffel Béchamel bestreichen, mit einer Scheibe Prosciutto cotto, Spargelstücken und einigen Toma-Würfeln belegen. Die Crespelle zu einem Fächer zusammenlegen und dicht nebeneinander in die Form setzen.
Die übrige Béchamel gleichmäßig über den Crespelle verteilen. Mit Parmigiano Reggiano bestreuen und die restliche Butter in kleinen Flöckchen daraufsetzen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Béchamel, Käse und Butterflöckchen bedeckt.
Die Form auf der mittleren Schiene 15 bis 20 Minuten backen, bis die Sauce blubbert und die Oberfläche goldbraun ist. Die Crespelle 5 Minuten ruhen lassen und anschließend heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce blubbert und die Oberfläche ist goldbraun.
Gut zu wissen
Asparagi di Santena bezeichnet grünen Spargel aus dem piemontesischen Raum um Santena. Gewöhnlicher grüner Spargel funktioniert ebenfalls, verändert aber den regionalen Charakter des Gerichts.
Toma piemontese schmilzt mild und weich. Falls sie nicht erhältlich ist, kann junger Bergkäse verwendet werden; dadurch wird die Käsenote meist kräftiger und nussiger.
Dünn geschnittener Prosciutto cotto lässt sich gleichmäßig auf den Crespelle verteilen und bleibt beim Überbacken saftig.
Der Geschmack kann etwas kräftiger ausfallen; der regionale Bezug zu Santena entfällt.
Den grünen Spargel in gleicher Weise vorbereiten und garen.
Die Füllung wird meist etwas kräftiger und nussiger.
In kleine Würfel schneiden und wie die Toma piemontese verwenden.
Die Crespelle werden vegetarisch und erhalten eine erdigere, saftigere Füllung.
Champignons in Scheiben schneiden, in wenig Öl braten, abkühlen lassen und anstelle des Prosciutto cotto auf den Crespelle verteilen.
Die Flüssigkeit nach und nach einarbeiten und dabei kontinuierlich rühren.
Den Teig durch ein feines Sieb passieren und anschließend ruhen lassen.
Die 15-minütige Ruhezeit einhalten und die erste Seite vollständig fest werden lassen.
Gerissene Crespelle für die inneren Lagen verwenden und vorsichtig mit Béchamel stabilisieren.
Die Milch nach und nach einrühren und die Sauce nur bis zur cremigen Bindung köcheln lassen.
Mit etwas zusätzlicher Milch unter Rühren vorsichtig verdünnen.
Den Spargel nach dem Abgießen kurz abtropfen lassen und die Béchamel cremig binden.
Die Crespelle etwas länger überbacken, bis überschüssige Flüssigkeit reduziert ist.
Prosciutto cotto wird durch gebratene Champignons ersetzt.
Toma piemontese wird durch jungen Bergkäse ersetzt.
Die Oberfläche wird etwas länger überbacken, bis Käse und Butter stärker gebräunt sind.
Den Crespelle-Teig und die Béchamel können am Vortag vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Spargel und Crespelle möglichst erst am Tag des Servierens füllen und überbacken.
Übrig gebliebene Crespelle nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Béchamel und die gefüllten Crespelle können nach dem Auftauen an Cremigkeit und Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Gewöhnlicher grüner Spargel ist eine sinnvolle Alternative, schmeckt meist etwas kräftiger und verändert den regionalen Charakter des Gerichts.
Junger Bergkäse eignet sich als Ersatz. Er schmilzt ähnlich, bringt aber meist eine etwas kräftigere und nussigere Note mit.
Die Mengen ergeben etwa 12 dünne Crespelle mit ungefähr 20 cm Durchmesser, also 2 Crespelle pro Portion bei 6 Portionen.
Sie wird zwischen den Crespelle verteilt und soll die Füllung saftig halten. Eine cremig gebundene, noch streichfähige Sauce lässt sich dafür am besten verwenden.
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