Eintöpfe und ragoutartige Gerichte Gemüse Wurzeln und Knollen Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Schmoren Vegan Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Als Hauptgericht vorgesehen

Ciambotta cilentana

Gemüsegericht aus Kampanien

Rustikales Gemüsegericht aus dem Cilento in Kampanien mit Kartoffeln, Auberginen, Paprika und Tomaten. Das Gemüse wird zunächst getrennt gegart und anschließend in einer sämigen Tomatengrundlage gemeinsam geschmort.

Zum Rezept
Ciambotta cilentana: Gemüse aus Kampanien
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das getrennte Garen sorgt für gebräunte Kartoffeln und Auberginen, ohne dass sie in der Tomatengrundlage zerfallen.
  • Die Tomaten, Zwiebeln, Paprika und der Knoblauch bilden eine sämige, aromatische Basis.
  • Die abschließende Ruhezeit verbindet die Aromen und macht das Gericht warm oder lauwarm besonders ausgewogen.

Die Ciambotta cilentana verbindet Kartoffeln, Auberginen, Paprika und reife Tomaten zu einem eigenständigen, herzhaften Gemüsegericht. Durch das getrennte Braten bleibt die Struktur der einzelnen Gemüse erhalten, bevor sie sich beim gemeinsamen Schmoren aromatisch verbinden.

Weiche, goldbraune Kartoffeln und zarte Auberginen treffen auf süßlich-weiche Paprika und eine sämige Tomatengrundlage. Basilikum gibt dem herzhaften Gemüsegericht einen frischen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten

    Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Auberginen ebenfalls würfeln, mit 4 g Salz mischen und 10 Minuten ruhen lassen. Danach trocken tupfen. Paprika entkernen und in breite Streifen schneiden. Tomaten grob würfeln, Zwiebel und Knoblauch fein hacken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Auberginen sind nach dem Ruhen trocken getupft und bereit zum Braten.

    • Die Auberginen vor dem Braten gründlich trocken tupfen, damit das Öl weniger spritzt.

    Wichtig: Beim späteren Arbeiten mit heißem Öl vorsichtig vorgehen.

  2. Kartoffeln vorgaren

    Kartoffelwürfel in leicht gesalzenem Wasser 7 Minuten vorgaren. Abgießen und im Sieb gut ausdampfen lassen.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Würfel sind außen leicht vorgegart, bleiben aber formstabil.

    • Die Kartoffeln nach dem Abgießen nicht stapeln, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.

    Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Wasserdampf achten.

  3. Kartoffeln und Auberginen braten

    Das neutrale Öl in einer großen, tiefen Pfanne erhitzen. Kartoffeln portionsweise 8 bis 10 Minuten goldbraun braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Anschließend die Auberginen 6 bis 8 Minuten braten, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Ebenfalls abtropfen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind goldbraun; die Auberginen sind weich und leicht gebräunt.

    • Nicht zu viele Stücke gleichzeitig in die Pfanne geben, damit das Gemüse brät statt zu dünsten.

    Wichtig: Heißes Öl kann spritzen; Gemüse vorsichtig in die Pfanne geben.

  4. Zwiebel und Paprika garen

    Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten glasig dünsten. Knoblauch und Paprika hinzufügen und 8 Minuten braten, bis die Paprika weich werden.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und die Paprika sind weich, aber noch als Streifen erkennbar.

    • Den Knoblauch erst nach dem Weichwerden der Zwiebel zugeben, damit er nicht verbrennt.
  5. Tomatengrundlage einkochen

    Tomaten und die restlichen 8 g Salz einrühren. Alles 10 Minuten offen köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen und eine sämige Grundlage bilden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind zerfallen und die Flüssigkeit ist sämig eingekocht.

    • Offen köcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann.
  6. Ciambotta vollenden

    Kartoffeln und Auberginen unterheben. Die Ciambotta bei niedriger Hitze weitere 7 bis 10 Minuten schmoren lassen, bis die Aromen verbunden sind und die Flüssigkeit weitgehend eingekocht ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gemüse sind miteinander verbunden, bleiben aber als Stücke erkennbar; die Flüssigkeit ist weitgehend eingekocht.

    • Vorsichtig unterheben, damit die vorgegarten Kartoffeln und Auberginen nicht zerfallen.
  7. Basilikum unterheben und ruhen lassen

    Basilikumblätter grob zerzupfen und unterheben. Die Ciambotta 10 Minuten ruhen lassen und warm oder lauwarm servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gericht ist warm oder lauwarm und die Aromen haben sich verbunden.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen; sie rundet die Verbindung von Tomatengrundlage und gebratenem Gemüse ab.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Salz in zwei Portionen verwenden: Die insgesamt 12 g Salz werden nicht auf einmal verwendet: 4 g kommen zu den Auberginen, die restlichen 8 g zur Tomatengrundlage.
  • Gemüse portionsweise braten: Kartoffeln und Auberginen portionsweise braten, damit die Pfanne heiß bleibt und das Gemüse bräunt statt im eigenen Dampf weich zu werden.
  • Ruhezeit einhalten: Die zehnminütige Ruhezeit nach dem Unterheben des Basilikums lässt die Aromen zusammenfinden und eignet sich für das Servieren warm oder lauwarm.

Zutatenwissen

Auberginen vor dem Braten salzen

Die Auberginen werden mit 4 g Salz gemischt, zehn Minuten ruhen gelassen und anschließend trocken getupft. Das ist im Rezept als eigener Vorbereitungsschritt vorgesehen.

Festkochende Kartoffeln verwenden

Festkochende Kartoffeln behalten beim Vorgaren, Braten und anschließenden Schmoren besser ihre Würfelform.

Öle getrennt einsetzen

Das neutrale Öl ist für das portionsweise Braten von Kartoffeln und Auberginen vorgesehen. Das Olivenöl bildet die Fettgrundlage für Zwiebel und Paprika im Topf.

Sinnvolle Alternativen

zusätzliches Olivenöl

Das Gemüse erhält ein kräftigeres Olivenölaroma; bei hoher Hitze auf schonendes Erhitzen achten.

Das neutrale Öl im gleichen Flüssigkeitsvolumen durch Olivenöl ersetzen. Die Brattemperatur so wählen, dass das Öl nicht raucht.

stückige Dosentomaten

Die Grundlage wird gleichmäßiger und meist etwas weicher; die Kochzeit kann sich leicht verändern.

Stückige Dosentomaten abtropfen lassen, grob zerkleinern und wie die frischen Tomaten einrühren. Die Konsistenz beim offenen Köcheln prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Kartoffeln oder Auberginen werden blass und weich statt goldbraun.

Das Gemüse portionsweise braten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.

Das bereits gegarte Gemüse kurz beiseitestellen und die nächste Portion in der wieder erhitzten Pfanne braten.

Das Öl spritzt stark und die Auberginen braten ungleichmäßig.

Die Auberginen nach zehn Minuten gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen.

Die Hitze vorsichtig reduzieren, Spritzer abklingen lassen und die Auberginen in kleineren Portionen weiterbraten.

Die fertige Ciambotta bleibt wässrig.

Die Tomatengrundlage zehn Minuten offen köcheln lassen und erst danach das gebratene Gemüse unterheben.

Die Ciambotta einige Minuten länger bei niedriger bis mittlerer Hitze offen schmoren lassen, ohne das Gemüse zu zerdrücken.

Servieren und kombinieren

  • Warm oder lauwarm servieren: Die Ciambotta nach der zehnminütigen Ruhezeit als eigenständiges Gemüsegericht warm oder lauwarm servieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird das Gemüse zunächst einzeln gegart?

Kartoffeln und Auberginen können dadurch bräunen und ihre eigene Struktur behalten. Erst beim abschließenden Schmoren verbinden sie sich mit der Tomatengrundlage.

Wird die Ciambotta heiß serviert?

Sie kann warm oder lauwarm serviert werden. Nach dem Unterheben des Basilikums ruht sie zehn Minuten, damit sich die Aromen verbinden.

Aus unserer Küche

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