Suppenhuhn
Das Suppenhuhn wird in Stücke geteilt und langsam geschmort. Entscheidend ist, dass sich das Fleisch am Ende leicht vom Knochen lösen lässt.
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Passwort vergessen?Frische Pasta aus Friaul-Julisch Venetien
Handgeformte, ungefüllte Fusi-Pasta aus der Venezia Giulia mit langsam geschmortem Gallinensugo, Tomate, Paprika und gereiftem Schafskäse.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Fusi istriani sind handgeformte, ungefüllte Pasta aus der Küche der Venezia Giulia in Friuli-Julisch Venetien. Dünne Teigquadrate werden um den Stiel eines Kochlöffels gerollt und erhalten so ihre glatte, leicht hohle Form. Dazu kommt ein kräftiger Sugo di gallina, in dem Suppenhuhn langsam mit Gemüse, Rotwein und Brühe geschmort wird.
Die Fusi sind bissfest und glatt, mit einer leicht hohlen Oberfläche. Das Sugo ist dunkel, aromatisch und sämig, mit zart gezupftem Hühnerfleisch. Rosmarin, Salbei, Rotwein und Paprika prägen den Duft; der gereifte Schafskäse sorgt für eine würzige, leicht salzige Abrundung.
Schritt für Schritt
Das Weizenmehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und 4 g Salz hineingeben, zunächst mit einer Gabel, dann mit den Händen zu einem festen Teig verkneten. Den Teig 8–10 Minuten weiterkneten, bis er glatt ist. Abdecken und 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und lässt sich zu einer geschlossenen Kugel formen.
Den Teig portionsweise etwa 1 mm dünn ausrollen und in Quadrate von ungefähr 4 × 4 cm schneiden. Jedes Quadrat diagonal um den Stiel eines Kochlöffels legen, die beiden gegenüberliegenden Ecken überlappen lassen und zusammendrücken. Die Fusi vorsichtig abstreifen und auf einem bemehlten Tuch trocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die geformten Fusi sind geschlossen, leicht hohl und kleben nicht am Tuch.
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Die Hühnerstücke rundherum 8–10 Minuten anbraten. Zwiebel und Knoblauch zufügen und 3 Minuten mitbraten. Rosmarin, Salbei und Paprikapulver einrühren.
Daran erkennst du es: Die Hühnerstücke sind rundherum gebräunt, die Zwiebel ist glasig und die Gewürze duften aromatisch.
Wichtig: Rohes Geflügel und benutzte Küchenutensilien getrennt von verzehrfertigen Zutaten halten.
Mit dem Rotwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Tomate und Hühnerbrühe hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und alles aufkochen. Den Topf abdecken und das Huhn bei niedriger Hitze 90–120 Minuten sanft schmoren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen; die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft und kocht nicht stark.
Wichtig: Das Geflügel vollständig durchgaren und erst weiterverarbeiten, wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen löst.
Die Hühnerstücke herausheben und etwas abkühlen lassen. Rosmarin und Salbei entfernen. Das Fleisch von Haut und Knochen lösen und in mundgerechte Stücke zupfen. Das Sugo ohne Deckel 8–10 Minuten einkochen lassen, dann das Fleisch wieder unterheben.
Daran erkennst du es: Das Sugo ist leicht eingedickt und haftet an den Fleischstücken.
Wichtig: Beim Abkühlen des Huhns sauber arbeiten und Haut sowie Knochen vollständig entfernen.
In einem großen Topf 3 l Wasser mit 30 g Salz zum Kochen bringen. Die Fusi portionsweise hineingeben und 4–6 Minuten garen, bis sie bissfest sind. Etwa 100 ml Kochwasser auffangen, die Pasta abgießen und sofort unter das Sugo mischen. Falls nötig, mit etwas Kochwasser geschmeidig rühren.
Daran erkennst du es: Die Fusi sind durchgegart, aber im Kern noch bissfest.
Wichtig: Heißes Kochwasser vorsichtig abgießen und Dampfverbrennungen vermeiden.
Die Fusi istriani auf vorgewärmte Teller verteilen und mit dem fein geriebenen gereiften Schafskäse bestreuen. Heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist heiß, mit Sugo überzogen und unmittelbar servierbereit.
Gut zu wissen
Das Suppenhuhn wird in Stücke geteilt und langsam geschmort. Entscheidend ist, dass sich das Fleisch am Ende leicht vom Knochen lösen lässt.
Der gereifte Schafskäse wird fein gerieben und erst beim Servieren über die heiße Pasta gegeben.
Das Salz im Pastateig, das Salz im Sugo und das Salz im Pastawasser sind getrennte Zutatenzeilen und werden nicht zusammengelegt.
Der Sugo wird weniger weinbetont und etwas milder.
Den Rotwein durch 150 ml zusätzliche Hühnerbrühe ersetzen und die Flüssigkeit im Topf etwas länger reduzieren.
Der würzige, salzige Charakter bleibt ähnlich, kann aber etwas kräftiger ausfallen.
Den gereiften Pecorino fein reiben und wie den Schafskäse beim Servieren über die Pasta geben.
Der Teig kann etwas weicher und feiner wirken; die Pasta bleibt weizenbasiert.
Type 00 im gleichen Ausgangsgewicht verwenden und die Teigkonsistenz beim Kneten prüfen.
Den Teig fest ausarbeiten und die 60-minütige Ruhezeit im Kühlschrank einhalten.
Etwas Mehl einarbeiten, den Teig erneut kurz kneten und nochmals kühlen.
Das Öl gut erhitzen und die Hühnerstücke rundherum portionsweise oder mit ausreichend Abstand anbraten.
Die bereits geschmorten Stücke nicht erneut stark braten; den fertigen Sugo stattdessen etwas länger offen reduzieren.
Das Sugo 8–10 Minuten ohne Deckel einkochen lassen.
Das Fleisch kurz herausnehmen und das Sugo weiter reduzieren, dann das Fleisch wieder unterheben.
Portionsweise kochen und nach 4 Minuten den Biss prüfen.
Die Pasta sofort abgießen und mit dem reduzierten Sugo vermischen; zusätzliches Kochwasser vermeiden.
Der Sugo wird stärker von der Tomate geprägt und wirkt etwas frischer.
Rosmarin und Salbei treten im Duft stärker hervor, ohne die Grundzubereitung zu verändern.
Der gereifte Schafskäse wird durch einen kräftigen Pecorino ersetzt.
Der Pastateig kann nach der 60-minütigen Kühlschrankruhe bis zu etwa 1 Stunde vor dem Formen bereitgehalten werden. Die geformten Fusi erst kurz vor dem Kochen auf dem bemehlten Tuch trocknen lassen.
Zur Einfrierqualität der geformten Fusi oder des fertigen Gallinensugo enthält die Rezeptgrundlage keine belastbare Angabe.
Häufig gefragt
Fusi istriani sind handgeformte, ungefüllte Pasta. Dünne Teigquadrate werden um den Stiel eines Kochlöffels gerollt und erhalten dadurch eine glatte, leicht hohle Form.
Die Ruhezeit entspannt den Teig und erleichtert das dünne Ausrollen. Dadurch lassen sich die Quadrate sauber schneiden und formen.
Das Fleisch soll sich leicht vom Knochen lösen lassen. Danach wird es gezupft und erst nach dem Einkochen des Sugo wieder untergehoben.
Das stärkehaltige Kochwasser kann das Sugo beim Vermischen mit den Fusi geschmeidiger machen und die Sauce besser an die Pasta binden.
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