Sapa
Sapa, auch Mosto cotto genannt, ist eingekochter Traubenmost mit kräftiger Süße und würziger Tiefe. Für den Teig und zum Bestreichen werden getrennte Mengen verwendet.
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Passwort vergessen?Sardisches süßes Festtagsbrot
Süßes sardisches Festtagsbrot aus lang geführtem Hefeteig mit Sapa, Rosinen, Mandeln, Walnüssen, Haselnüssen und warmen Gewürzen. Die alltagstaugliche Hausversion ergibt acht kleine Brote.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pan’e saba ist ein süßes Festtagsbrot aus Sardinien. Seine dunkle Farbe und kräftige Süße stammen von Sapa, eingekochtem Traubenmost. Trockenfrüchte, Nüsse, Orange und warme Gewürze prägen den kompakten Hefeteig. Diese Hausversion arbeitet bewusst mit Backhefe statt natürlichem Sauerteig und eignet sich für die Festtafel, etwa zu Weihnachten oder rund um Allerheiligen.
Die kleinen Brote werden dunkelbraun, kompakt und dennoch gelockert. Im Inneren treffen saftige Rosinen auf knackige Nüsse und Orangenduft; Sapa sorgt für eine kräftige, karamellig-traubige Süße und einen glänzenden Überzug.
Schritt für Schritt
Rosinen, Nüsse und Orangenabrieb vorbereiten. Die Rosinen trocken verwenden; sehr harte Rosinen kannst du kurz mit warmem Wasser abspülen und gründlich trocken tupfen. Sapa und Wasser auf Zimmertemperatur bringen.
Die Hefe in etwa 50 ml vom abgemessenen Wasser auflösen. Semola, Mehl, Zimt, Anissamen und Salz in einer großen Schüssel mischen. Sapa, das restliche Wasser und die aufgelöste Hefe nach und nach zugeben.
Den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er zusammenhält und deutlich elastischer wird. Er bleibt wegen der Sapa eher dicht und leicht klebrig; nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig hält zusammen und wirkt deutlich elastischer.
Rosinen, gehackte Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse und Orangenabrieb unterkneten, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei 22–24 °C 10–12 Stunden gehen lassen. Er muss sich nicht verdoppeln, sollte aber sichtbar lockerer werden.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar lockerer, muss sich aber nicht verdoppelt haben.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und in 8 möglichst gleich große Stücke von jeweils etwa 190 g teilen. Jedes Stück mit leicht angefeuchteten Händen rund formen und mit Abstand auf das vorbereitete Blech setzen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind rund geformt und haben ausreichend Abstand auf dem Blech.
Die Teiglinge abdecken und weitere 3–4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Sie sind bereit, wenn sie sichtbar aufgegangen und an der Oberfläche entspannt sind.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und die Oberfläche wirkt entspannt.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Oberfläche der Teiglinge mit etwa 40 g Sapa bestreichen und jeweils einige ganze Mandeln leicht andrücken.
Das Blech auf der mittleren Schiene 30–35 Minuten backen. Die kleinen Brote sollen dunkelbraun werden und sich an der Unterseite fest anfühlen. Bei starker Bräunung das Blech locker mit Backpapier abdecken.
Daran erkennst du es: Die Brote sind dunkelbraun und fühlen sich an der Unterseite fest an.
Die heißen Brote aus dem Ofen nehmen und noch warm mit der restlichen Sapa bestreichen. Nach 10 Minuten ein zweites Mal dünn bepinseln. Auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen und erst danach anschneiden.
Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig abgekühlt, bevor sie angeschnitten werden.
Gut zu wissen
Sapa, auch Mosto cotto genannt, ist eingekochter Traubenmost mit kräftiger Süße und würziger Tiefe. Für den Teig und zum Bestreichen werden getrennte Mengen verwendet.
Fein gemahlener Hartweizengrieß trägt zur kompakten, kräftigen Struktur des Brotes bei. Die Teigkonsistenz bleibt trotz gründlichen Knetens eher dicht.
Die Rosinen werden grundsätzlich trocken eingearbeitet. Nur sehr harte Früchte kurz abspülen und anschließend gründlich trocken tupfen.
Gehackte Nüsse kommen in den Teig, ganze Mandeln auf die Oberfläche. Die unterschiedlichen Formen sorgen für Struktur im Inneren und ein sichtbares Dekor.
Der Geschmack wirkt frischer und weniger würzig als mit echter Sapa.
Sapa in beiden Verwendungen durch eingekochten, ungesüßten Traubenmost ersetzen. Die Konsistenz sollte dickflüssig genug zum Einarbeiten und Bestreichen sein.
Den Teig die vorgesehenen 8–10 Minuten kneten und erst danach beurteilen; kein Mehl vorschnell ergänzen.
Mit leicht angefeuchteten Händen weiterarbeiten und den Teig nach der Gehzeit vorsichtig formen.
Rosinen trocken verwenden oder nach kurzem Abspülen vollständig trocknen.
Den Teig nicht mit zusätzlichem Mehl korrigieren, sondern die Gehzeit und Teigentwicklung abwarten.
Beide Gehzeiten vollständig einplanen und die beschriebenen Teigmerkmale beachten.
Die Teiglinge vor dem Backen noch etwas länger bei Raumtemperatur stehen lassen, sofern sie noch nicht sichtbar aufgegangen sind.
Die Brote beobachten und das Blech bei starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.
Backpapier locker auflegen und die Brote bis zum festen Boden weiterbacken.
Mindestens eine Stunde auf dem Gitter abkühlen lassen.
Angeschnittene Stücke vollständig auskühlen lassen und erst danach weiterverarbeiten.
Den Teig nach Schritt 4 über Nacht während der ersten Gehzeit führen. Am nächsten Tag portionieren, die zweite Gehzeit anschließen und backen.
Für die Tiefkühllagerung liegen in der Rezeptgrundlage keine Angaben zur Qualität oder zum Auftauen vor.
Häufig gefragt
Sapa, auch Mosto cotto genannt, ist eingekochter Traubenmost. Er bringt dunkle Farbe, kräftige Süße und würzige Tiefe in das Brot.
Als Ersatz eignet sich eingekochter, ungesüßter Traubenmost. Er schmeckt frischer und weniger würzig als echte Sapa.
Traditionell wird der Teig häufig mit natürlichem Sauerteig geführt. Diese alltagstaugliche Hausversion ist ausdrücklich mit Backhefe ausgearbeitet.
Nein. Der Teig sollte nach 10–12 Stunden bei 22–24 °C sichtbar lockerer sein, muss sich aber nicht verdoppeln.
Die Brote sollten nach dem zweiten Bestreichen mindestens eine Stunde auf einem Gitter vollständig abkühlen, bevor sie angeschnitten werden.
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