Eierspeisen Eier Gemüse Milchprodukte Weizen Backen Kochen in Flüssigkeit Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Als Beilage vorgesehen

Sformato di spinaci

Herzhafter Gemüseflan

Herzhafter Sformato aus der Emilia-Romagna mit fein geschnittenem Spinat, Béchamel, Ei und Parmigiano Reggiano. Die Masse wird im Wasserbad sanft gegart, sodass sie weich und zugleich schnittfest bleibt.

Zum Rezept
Sformato di spinaci
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eierspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das gründliche Ausdrücken des blanchierten Spinats verhindert, dass die Masse wässrig wird.
  • Béchamel, Ei und Parmigiano verbinden sich beim Garen zu einer weichen, stabilen Masse.
  • Das Wasserbad verteilt die Hitze sanft und schützt den Sformato vor Austrocknen oder grobem Stocken.

Sformato di spinaci ist ein warm servierter italienischer Spinatauflauf mit besonders zarter, gebundener Textur. Blanchierter und gut ausgedrückter Spinat wird mit einer cremigen Béchamel, Eiern, geschmolzener Butter und Parmigiano Reggiano verbunden und anschließend in einer Kastenform im Wasserbad gegart.

Warm ist der Sformato weich, cremig und dennoch sauber portionierbar. Der Spinat bringt eine grüne, leicht erdige Note ein, während Butter und Parmigiano für Würze, Fülle und einen mild nussigen Käsegeschmack sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kastenform mit der Butter sorgfältig ausstreichen und in eine größere, ofenfeste Form stellen.

    180 °C
    • Die größere Form sollte stabil stehen und später genügend Platz für das heiße Wasser bieten.

    Wichtig: Die Form erst nach dem Einsetzen in den Ofen mit heißem Wasser befüllen.

  2. Spinat blanchieren und schneiden

    Den Spinat gründlich waschen und portionsweise 2 Minuten in reichlich kochendem Wasser blanchieren. Abgießen, etwas abkühlen lassen und mit den Händen sehr gut ausdrücken. Den Spinat längs und quer fein schneiden, damit keine langen, faserigen Stiele in der Masse bleiben.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Spinat ist zusammengefallen, aber noch grün.

    • Den Spinat wirklich kräftig ausdrücken; überschüssiges Wasser macht den Sformato instabil.

    Wichtig: Das blanchierte Gemüse und das Kochwasser sind sehr heiß.

  3. Béchamel zubereiten

    Für die Béchamel die 50 g Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen. Das Mehl einrühren und kurz glatt rühren. Die kalte Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce bei niedriger Hitze 6 bis 8 Minuten rühren, bis sie dick und cremig ist. Sie soll nicht kräftig kochen. Anschließend etwa 10 Minuten abkühlen lassen.

    18 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Béchamel ist dick und cremig, ohne stark zu kochen.

    • Die Milch portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.

    Wichtig: Die Béchamel vor dem Vermengen mit den Eiern etwas abkühlen lassen.

  4. Sformato-Masse anrühren

    Den geschnittenen Spinat mit der Béchamel verrühren. Eier, Parmigiano, die geschmolzenen 80 g Butter, Salz und Muskatnuss gründlich unterarbeiten. Die Masse soll gleichmäßig gebunden und feucht, aber nicht flüssig sein.

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und ohne sichtbare Flüssigkeit am Schüsselboden.

    • Die Béchamel muss nicht vollständig kalt sein, sollte aber nicht mehr heiß dampfen.
  5. Masse einfüllen

    Die Spinatmasse in die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche glatt streichen. Die Form mit Alufolie oder Backpapier abdecken.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist glatt und die Form gleichmäßig gefüllt.

    • Die Abdeckung verhindert, dass die Oberfläche im Wasserbad austrocknet.
  6. Im Wasserbad garen

    Die größere Form vorsichtig mit heißem Wasser füllen, sodass das Wasser etwa bis zur halben Höhe der Kastenform reicht. Alles in den vorgeheizten Ofen stellen und den Sformato etwa 45 Minuten im Wasserbad garen.

    45 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Mitte zittert nur noch leicht; die Masse ist weich, aber schnittfest.

    • Das Wasser vorsichtig einfüllen, damit kein Wasser in die Kastenform gelangt.

    Wichtig: Die große Form und das Wasserbad sind sehr heiß; beim Herausnehmen vorsichtig arbeiten.

  7. Ruhen lassen und stürzen

    Die Form aus dem Wasserbad nehmen und den Sformato 10 Minuten ruhen lassen. Mit einem dünnen Messer am Rand entlangfahren, vorsichtig auf eine Platte stürzen und warm servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sformato lässt sich lösen und bleibt beim Stürzen zusammenhängend.

    • Die Ruhezeit erleichtert das Stürzen und stabilisiert die schnittfeste, weiche Struktur.

    Wichtig: Die Form kann auch nach dem Wasserbad noch sehr heiß sein.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Entscheidend für die Textur: Der blanchierte Spinat muss sehr gründlich ausgedrückt werden. Zu viel Restwasser kann die Masse weich und instabil machen.
  • Wasserstand im Wasserbad: Das heiße Wasser sollte nur etwa bis zur halben Höhe der Kastenform reichen und nicht in die Form mit der Spinatmasse gelangen.
  • Vor dem Stürzen ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit gibt der gestockten Masse Zeit, sich zu setzen und beim Stürzen zusammenzuhalten.

Zutatenwissen

Parmigiano Reggiano

Fein geriebener Parmigiano verbindet sich mit der Eimasse und bringt eine würzige, leicht nussige Tiefe in den Sformato.

Spinat vorbereiten

Frischer Spinat wird zunächst blanchiert, anschließend sehr gut ausgedrückt und fein geschnitten. So verteilt er sich gleichmäßig in der Masse.

Sinnvolle Alternativen

gereifter Grana Padano

Der Sformato bleibt ähnlich gebunden, schmeckt jedoch etwas milder und weniger nussig.

Den Parmigiano Reggiano im gleichen Gewicht durch fein geriebenen, gereiften Grana Padano ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse bleibt nach dem Garen zu weich oder gibt Wasser ab.

Den Spinat portionsweise kräftig mit den Händen ausdrücken, bevor er geschnitten wird.

Den Sformato länger ruhen lassen; bei sehr weicher Struktur in der Form portionieren statt zu stürzen.

Die Béchamel ist klumpig.

Die kalte Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten.

Die Sauce vor dem Vermengen durch ein Sieb streichen.

Der Sformato bricht beim Stürzen auseinander.

Die Mitte nur noch leicht zittern lassen und die Form anschließend 10 Minuten ruhen lassen.

Den Sformato in der Form in Stücke schneiden und warm servieren.

Servieren und kombinieren

  • Zum Sonntagsbraten: Den warmen Sformato als weiche, würzige Gemüsebeilage zu einem Sonntagsbraten servieren.
  • Warm auf einer Platte servieren: Den gestürzten Sformato in dicke Scheiben schneiden und warm auf einer Servierplatte anrichten.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die weiche, wasserbadgegarte Struktur kann nach dem Einfrieren an Qualität verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Enthalten durch das Weizenmehl in der Béchamel.
  • Milch: enthält · Enthalten durch Butter, Vollmilch und Parmigiano Reggiano.
  • Eier: enthält · Enthalten durch die sechs Eier.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird der Sformato im Wasserbad gegart?

Das Wasserbad verteilt die Hitze sanft und hilft dabei, die Spinat-Ei-Masse weich und zugleich schnittfest zu garen.

Wie verhindere ich, dass der Sformato wässrig wird?

Den blanchierten Spinat nach dem Abgießen sehr gründlich ausdrücken und erst dann fein schneiden.

Kann Parmigiano Reggiano ersetzt werden?

Ja. Gereifter Grana Padano eignet sich als Ersatz im gleichen Gewicht; der Geschmack wird etwas milder und weniger nussig.

Wie wird Sformato di spinaci serviert?

Der Sformato wird nach einer kurzen Ruhezeit vorsichtig gestürzt, in Scheiben geschnitten und warm serviert.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach dem Absenden siehst du, ob dein Kommentar bereits sichtbar ist oder noch auf Freigabe wartet.